Ganz kleine Schritte…

Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Zu lange. Motivation war mal wieder das größte Problem, gepaart mit meiner negativen Einstellung. Wozu die Mühe machen, wenn es eh nichts wird?

Heute hatte ich dann genug davon. Ich habe eine Auflistung aller Ereignisse erstellt, die ich im nächsten Teil der Handlung und in den beiden parallel ablaufenden Handlungssträngen unterbringen will. Auf dieser Grundlage kann ich dann einzelne Kapitel und Szenen planen, womit ich auch schon angefangen habe. Wenn das dann steht, fange ich an, zu schreiben. Bei Teil zwei war dann eine Woche pro Kapitel ein guter Rahmen, vielleicht schaffe ich das ja noch einmal. Vielleicht auch nicht, das werde ich dann sehen.

Advertisements

Der äußere Schein

In meinem letzten Beitrag habe ich ja die optische Gestaltung meines Blogs angesprochen und mittlerweile habe ich tatsächlich ein paar Stunden im kostenlosen Gravit Designer herumgespielt. Die Ergebnisse hätten jemanden mit Erfahrung und / oder Talent vermutlich nur wenige Klicks gekostet, doch ich bin zuversichtlich, mich noch zu verbessern.

Die entstanden Bilder sind sicher noch nicht perfekt und auch noch nicht für den finalen Einsatz hier geeignet, doch ich möchte sie trotzdem schon mal präsentieren.

featured_image_geschriebenes

Ein Beitragsbild für jeden Beitrag wäre mir wohl zu viel, weshalb ich mit dem Gedanken spiele, zumindest die einzelnen Kategorien (hier Geschriebenes) oder die in meinem Kopf bestehenden Unterkategorien durch eigene Bilder zu kennzeichnen. Dabei soll alles ähnlich aufgebaut sein, um einen gleichbleibenden Stil beizubehalten und sich besonders durch die Farbe voneinander unterscheiden. Die Farbgebung ist auch eines der größten Probleme, denn damit tue ich mir unheimlich schwer.

featured_image_projekttxt

Das Projekt.txt ist zum Beispiel eine dieser »Unterkategorien«. Hier habe ich mich am offiziellen Logo bedient und auch die Farbgebung der Seite zum Teil übernommen.

featured_image_gelesen

Der dritte und letzte Entwurf ist der für die Kategorie Gelesen und macht mich bisher nicht wirklich glücklich. Die anderen beiden gefallen mir eigentlich schon recht gut, auch wenn ich noch daran feilen muss.

Insgesamt bin ich mir aber immer noch sehr unschlüssig, was die Gestaltung anbelangt. Vielleicht will ich doch ein schönes Foto pro Kategorie (wenn schon nicht pro Beitrag) anstatt einer Grafik. Und will ich einen Header? Oder ein Logo? Das alles wird wohl noch einige Zeit und Nerven kosten, doch solange es Spaß macht, soll mich das nicht stören. Und was tut man nicht alles, um sich selbst vom Schreiben abzuhalten…

Ausgesperrt

Nachdem ich mit dem zweiten Teil meiner Geschichte fertig war, habe ich mir eine kleine Auszeit vorgenommen. Ich brauchte einfach ein bisschen Abstand, vor allem weil dieser zweite Teil – in Relation zur restlichen Geschichte – in der Vergangenheit spielt und ich während dieser Auszeit zurück in die Gegenwart finden wollte. Diese Auszeit sollte eine oder zwei Wochen dauern, in wenigen Tagen wird es ein Monat.

Seit zwei Wochen versuche ich wieder, in die Geschichte zurück zu finden, doch irgendwie gelingt es mir nicht. Eine ganz grobe Zusammenfassung, was die nächsten 70-100 Seiten bringen werden, sollte der erste Schritt sein. Eine halbe Seite, aus der sich irgendwann mal drei Kapitel entwickeln werden, habe ich in dieser Zeit geschrieben. Drei Schlüssel in Gestalt weniger Zeilen, die jedoch nicht ausreichen für diese Tür, die ich hinter mir geschlossen habe, als ich mich von der Geschichte abgewandt habe.

Es ist nur eine Verzögerung und keineswegs ein Ende, so denke ich zum Glück nicht mehr, doch es stört mich. Schon jetzt hege ich die Hoffnung, dass der Übergang vom dritten zum vierten Teil nicht so schwierig wird, weil dieser eine direkte Fortsetzung der Handlung darstellen wird, ohne zeitliche Sprünge.

Eine schöne Hoffnung, nur bringt sie mir in der aktuellen Situation nichts. Aktuell fehlen mir Schlüssel für weitere Schlösser, von denen ich nicht einmal weiß, wie groß ihre Anzahl überhaupt ist. Ich muss also weiter in mich gehen, die Worte sind ja da. Jetzt muss ich mich nur noch darauf besinnen, wie der jeweils nächste Schlüssel aussieht.

Angst vor Feedback #2

Heute Morgen rauschte die Mail mit dem gewünschten bzw. gefürchteten Feedback zu meiner Kurzgeschichte in mein Postfach.

Alles in allem war ich nach dem Lesen doch etwas beruhigt. Die kurze Mail war natürlich in Floskeln eingepackt, doch die Kernaussage war folgende: Stil und Idee in Ordnung, insgesamt aber nicht fesselnd genug.

Gut, damit kann ich leben. Ich selbst fand die Geschichte in ihrem »maximal 5.000 Wörter«-Umfang nicht unbedingt spannend. Für mich lag die Geschichte eingebettet in einer anderen Idee, die mir seit Jahren durch den Kopf schwirrt und ich habe eben versucht, diese Momentaufnahme herauszuziehen und separat zu erzählen. Hat nicht so gut geklappt, doch das habe ich auch selbst schon erkannt. Kurzgeschichten sind eben schwer. »Stil und Idee in Ordnung«… ja, auch da muss ich, wenn ich ehrlich sein will, mitgehen. Die Idee hinter der Geschichte war keines der Top 10 Vampirklischees, aber eben auch kein sonderlich origineller Geistesblitz. Mit 100-300 Seiten Umfang, einer Nebenhandlung und intensiver Charakterentwicklung hätte ich vielleicht davon ablenken können, aber nicht auf 20 Seiten. Der Stil… selbst das kratzt nur minimal an meinem Ego, musste ich zu meiner eigenen Verwunderung feststellen. Zunächst mal ist es Geschmackssache und ich selbst mag meinen Erzähl- und auch Schreibstil. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich selbst damit nicht so zufrieden war, es mit dem begrenzten Umfang aber auch nicht besser hinbekommen habe.

Wieso ich dann überhaupt an der Ausschreibung teilgenommen habe, wenn ich selbst nicht zu 100% hinter meiner Geschichte stand? Wieso nicht? Die Geschichte war geschrieben, die Übung vollbracht, dann wollte ich auch wissen, ob meine Leistung ausreichend war. Für die Zukunft werde ich wohl mehr Übung brauchen, wenn ich wieder einmal eine Kurzgeschichte schreiben will, doch ich habe keineswegs endgültig damit abgeschlossen.

Angst vor Feedback

Anfang des Jahres habe ich zum ersten Mal eine Kurzgeschichte zu einer Ausschreibung eingereicht. Meine Idee fand ich dabei ganz gut, nicht furchtbar originell, aber auch nicht zu klischeebeladen (gar nicht mal so einfach bei einer Vampirgeschichte).

Nachdem alles weitere dann eher nicht unter einem guten Stern stand, fiel dann wohl letzte Woche die Entscheidung, die Anthologie nicht fertigzustellen. Als ich das eben las, war ich ein bisschen bedrückt, vor allem als ich die Zahlen und Bewertungen der einzelnen Einsendungen sah. Für die, die dem Link nicht folgen wollen: 114 von 131 Einsendungen waren aus verschiedenen Gründen unbrauchbar. Das ist schon heftig.

Ganz am Ende des Beitrags wird auf die Möglichkeit hingewiesen, sich das Feedback zu seiner Einsendung geben zu lassen und genau das werde ich gleich auch tun. Ich habe furchtbare Angst davor, weil ich generell nicht sonderlich gut mit Kritik umgehen kann, aber die Neugier ist einfach zu groß. Abgesehen davon, brauche ich das. Ich muss mich daran gewöhnen und ich muss lernen, daran zu wachsen, etwas daraus zu lernen. Hoffentlich ist das keine dumme Idee.

Zwei Tage später

Dunkel und nass war es, als ich mich heute auf den Weg zum Büro machte. Nicht bitterkalt, doch kühl genug für eine lange Hose und einen Pullover. Wie ein Vorbote der nächsten Jahreszeit. Passt irgendwie, zumindest zu meiner Stimmung. Es geht mir gut, ich kann mich nicht beklagen, doch seit einiger Zeit bin ich wieder so antriebslos. Ich weiß einfach nichts mit mir anzufangen und selbst wenn ich mir etwas vornehme, dauert es Stunden oder Tage.

Am Samstag wollte ich einen kurzen Beitrag über den Freitagabend schreiben. Die Liebste und ich waren bei meiner Kollegin und ihrer Frau zum Essen eingeladen, gemeinsam mit noch einer anderen Kollegin. Nach allem, was sie bisher erzählt hatte, hatte ich eine düstere und chaotische Wohnung erwartet und war deshalb positiv überrascht. Abgesehen vom Ausblick wäre die Wohnung dennoch nichts für mich, vor allem nicht in solch einem Hochhaus. Das Essen war wirklich gut, doch auch wenn ihre Frau Köchin ist, bringt die Liebste das bessere Curry auf den Tisch. Insgesamt war der Abend wirklich nett, doch wir waren auch froh, als wir gegen halb eins wieder zuhause waren und endlich ins Bett konnten.

Darüber wollte ich also am Samstag schreiben. Dann dachte ich mir, ich kann ja am Sonntag schreiben und dann eben noch den Spieleabend unterbringen. Der war wie immer ganz lustig, auch wenn die letzte Legende von Die Legenden von Andor für uns vier etwas zu schwer war. Aber auch hier war das Essen einfach super.

Am Sonntag habe ich dann wieder nichts geschrieben und nachdem der Tag für uns recht spät anfing (08:40 Uhr oder so), fühlte sich sowieso alles komisch an. Innerhalb kürzester Zeit war es Nachmittag, also gingen wir noch ein bisschen spazieren und waren überrascht, wie heiß es dabei doch noch war. Zuhause gab es dann Essen und nachdem mein Magen beschlossen hatte, dass ich das Ende des Wochenendes nicht in Ruhe genießen sollte, stand schon wieder der Montag vor der Tür.

Und jetzt sitze ich hier und schreibe zwei Tage später einen Eintrag, der eigentlich doch wieder gar nichts aussagt. Und mit jedem Wort, das ich näher ans Ende komme, wächst die Angst, für den Rest des Tages ein leeres Blatt Papier vor mir liegen zu haben, weil einfach nichts geht. Ganz toll.

Sieben Tage

Sieben Tage. So lange hab ich mir jetzt eine kleine Auszeit gegönnt. Mal ein paar Tage lang nicht zur Arbeit, ein bisschen Zeit für mich und viel Zeit mit der Liebsten. Ich habe nichts, aber auch wirklich gar nichts geschrieben, weshalb ich ein klein wenig ein schlechtes Gewissen habe, aber das ist mir jetzt gerade auch egal.

In den letzten Tagen habe ich viel gezockt, besonders ältere Sachen. Endlich nochmal Terranigma weitergespielt, Castlevania – Symphony of the Night angefangen und mit der Liebsten Super Mario RPG ausprobiert (na gut, etwa zur Hälfte durchgezockt). Das war wirklich entspannend, allein schon wegen der Kindheitserinnerungen, die solche Klassiker in mir wachrufen.

Aber wir haben natürlich nicht nur an der Konsole gehangen. Das Wetter war gut, also waren wir auch viel draußen, solange es nicht zu heiß war, haben Eis gegessen und waren heute auch noch im Tierheim. Wir haben beide keine Zeit für ein Haustier und möchten auch keine, doch wir gehen gerne spazieren und die Hunde müssen ja auch raus. Der Hund, den man uns mitgab, hat sich erstmal in ein Planschbecken gelegt, danach reingepinkelt und dann gings los. Raus aus dem Tor, über den Hof, zum Waldrand und SCHLUSS. Da lag er dann und hat sich keinen Deut bewegt, jedenfalls nicht in Richtung Wald. Zurück zum Tierheim war okay, da sprang er dann auf und zog auch. Nach fünf Minuten war der Spaziergang dann vorbei und wir sind eben ohne Hund eine Runde durch den Wald, das war auch schön.

Jetzt ist meine kleine Auszeit aber zu Ende und die Arbeit ruft wieder. Auch das Schreiben hat jetzt lange genug geruht und es wird Zeit, wieder etwas zu leisten.

Teil zwei? Check.

Sieben Wochen. So lange habe ich nun am zweiten Teil meiner Geschichte geschrieben, nachdem ich ihn vor den Sommerferien Szene für Szene geplant hatte.

8 Kapitel, 24 Szenen und knappe 120 Seiten später bin ich fertig und fühle mich großartig dabei. Zumindest zum Teil. Der dritte Teil der Story ist aktuell einige Zeilen lang. Als nächstes soll er eine Seite oder zwei einnehmen. Dann erst werden auch hier wieder einzelne Kapitel und Szenen geplant.

Das bedeutet also, dass ich in nächster Zeit wieder nicht daran weiterschreiben kann, jedenfalls nicht so, wie ich es die letzten Wochen getan habe. Das wird mir fehlen, auch wenn ich natürlich weiß, dass es nur eine kurze Pause ist, bis die Planung steht. Dann werde ich hoffentlich in einem ähnlichen Tempo vorankommen.

Die Überschrift Kapitel 20 steht nun jedenfalls auf Seite 339 und ich bin unfassbar stolz auf mich selbst, das alles geschafft zu haben. Und für die Zukunft sehe ich einiges positiver, nun da ich mir selbst bewiesen habe, dass ich auch in einer halbwegs akzeptablen Geschwindigkeit arbeiten kann.

 

Es passiert einfach nichts

Oder fast nichts. Dieser Meinung könnte man sein, wenn man sich anschaut, worüber manche Menschen sich gerade ernsthaft echauffieren.

Aber mir soll’s recht sein. Sollen sich andere mit den wirklich wichtigen und schwerwiegenden Problemen dieser Welt befassen, wie zum Beispiel:

  • Dürfen Frauen ohne BH aus dem Haus? Bzw. können sie ohne BH aus dem Haus, ohne von ausnahmslos jedem Mann sexuell belästigt zu werden?
  • Sitze ich einfach nur bequem oder vergewaltige ich metaphorisch (und vorsätzlich!) jedes weibliche Wesen, wenn ich meine Beine zur Seite fallen lasse?
  • Dienstpflicht: Das Pro und Contra der Zwangsarbeit für junge Erwachsene. Inklusive der »Hat mir ja auch nicht geschadet«-Kommentare.
  • Sommerzeit, Festivalzeit! Schnell noch ein paar Powerbanks kaufen, damit ich bei einem Wochenende unter freiem Himmel, zwischen unzähligen Menschen mit einem ähnlichen Geschmack auch ja mindestens genauso viel Zeit mit Social Media verbringen kann, wie sonst auch.

Da lobe ich mir mein ereignisloses Leben. Hier gibt es dann zwar weniger zu lesen, aber sei’s drum. Meine ›spannende‹ letzte Woche: Ich lese zwei Bücher (Calibans Krieg und Die Stadt der besonderen Kinder), komme gut mit meinem Roman voran und freue mich auf eine Woche Urlaub, die am kommenden Mittwoch beginnt. Nebenbei finde ich es hin und wieder schade, hier so wenig zu schreiben, doch dann gelange ich mit meinen Gedanken irgendwann wieder an den Anfang dieses Beitrags und wir sind in einer Endlosschleife. In Fernsehserien mitunter lustig, im Leben aber eher hinderlich. Also melde ich mich wohl nächste Woche wieder. Ciao ciao.

6 in 6 Wochen

Heute ist hier im Saarland der letzte Tag der Sommerferien. In den vergangenen sechs Wochen habe ich versucht, mich mehr aufs Schreiben zu konzentrieren. Meine Planung für den zweiten Teil meiner Geschichte sollte mir dabei helfen. Nachdem ich die (und den voraussichtlichen Umfang) noch etwas ausgeweitet hatte, habe ich dann zu Beginn der Sommerferien angefangen zu schreiben.

Heute, sechs Wochen später, habe ich das sechste Kapitel abgeschlossen. Sechs Kapitel in sechs Wochen ist vielleicht nicht die Welt, aber in Anbetracht der Tatsache, dass die vorangegangenen elf Kapitel des ersten Teils ganze 22 Monate gebraucht haben, ist das verdammt fix. Insgesamt sind es 88 Seiten, mit denen ich heute auch die 300-Seiten-Marke geknackt habe, was mich irgendwie stolz macht.

Nun fehlen noch zwei Kapitel und dann ist auch der zweite Teil fertig. Der dritte Teil wird dann wieder genauso geplant und hoffentlich ähnlich schnell umgesetzt. Zwischendurch (oder nebenher, mal sehen), will ich aber auch noch an einer anderen kleinen Idee arbeiten oder es zumindest versuchen. Dafür wird aber keine Planung notwendig sein.

Und jetzt bin ich erschöpft, glücklich, stolz und kurz davor, vor Hitze zu sterben. Man bringe mir ein Eis!