Ich würde gerne schreiben wie…

Tja, wie würde ich denn gerne schreiben? Wie würde ich denn gerne schreiben können? Ich würde gerne so schnell und fokussiert schreiben wie ein Stephen King oder surreal wie ein Haruki Murakami. Und immer, wenn ich etwas von ihm lese, möchte ich schreiben wie Dirk Bernemann. Ich lese etwas von ihm und schreibe direkt danach der Liebsten:

»Gerade habe ich die Beschreibung „so ein hippiemäßiger, Cordhosen tragender, Baumwollhemd behangener Jüngling“ gelesen und finde das gerade sehr schön xD

Und ich glaube, das ist die Art und Weise, auf die ich gerne schreiben können möchte. Ich bin zu undiszipliniert, lange Geschichten zu erzählen, jedenfalls in einer angemessenen Zeit. Aber kurze Texte mit kleinen mundgerechten Formulierungen, die irgendjemanden dazu bringen, sie vorzulesen, abzuschreiben oder einfach so gut zu finden, das wäre schön. Das würde mir gefallen.«

Und das würde es wirklich. Also mir gefallen. Doch letztendlich will ich doch eigentlich nur so schreiben können wie ich. Ich will nicht viel schreiben, bloß um viel geschrieben zu haben und ich möchte auch nicht, dass Vergleiche angestellt werden mit anderen Schreibenden. Gut, das wird man nicht verhindern können, solange ich für Menschen schreibe und nicht für Porzellanhäschen. Würde ich auf Phrasen stehen, würde ich sagen, ich will meinen eigenen Stil behalten, was eigentlich auch nur bedeutet, ich will nicht für einen Nachahmer gehalten werden. Auch da steckt etwas Wahres drin.

Nun gut, bevor man sich darum zu viele Gedanken macht, sollte man vielleicht erst einmal dafür sorgen, dass da überhaupt etwas ist, das man vergleichen, zerpflücken und kritisieren kann.

Werbeanzeigen

Geschichten erzählen. Einen Monat, ein Jahr, zehn Jahre später.

Etwa einen Monat ist es jetzt schon wieder her, seit ich zuletzt etwas an meinem Manuskript geändert habe, meint Windows. Fühlt sich eher an wie drei Monate, meint die Stimme in meinem Kopf. Aber ich habe den Stick trotzdem rausgekramt, angeschlossen und das Dokument nun offen vor mir. Na gut, hinter diesem WordPress-Fenster versteckt, aber herrje, ihr wisst, was ich meine. Die Absicht, zu schreiben, ist auch da. Das nächste Kapitel, so kam es mir heute morgen unter der Dusche (auch schon irgendwie klischeehaft, oder?) wird aus einer anderen Perspektive erzählt, als eigentlich geplant. So kann einem weiteren Charakter etwas mehr Tiefe gegeben werden, anstatt einen anderen noch weiter auszubauen und so ein ziemliches Ungleichgewicht zwischen den beiden bzw. ihrer Entwicklung entstehen zu lassen.

Aber worum es mir eigentlich geht: Es geht weiter. Langsam, bisher nur mit einer Idee, aber immerhin. Und der Grund dafür ist wohl Life is Strange, ein Videospiel, das ich gestern endlich mal beendet habe. Vor über einem Jahr hatte ich schon damit begonnen und selbst da war es schon nicht mehr so neu, also erzähle ich manchen hier vielleicht nicht gerade Neuigkeiten. Man spielt Max Caulfield, Fotografin und Schülerin an der Blackwell Academy, einer angesehenen Kunstschule. Irgendwie erlangt sie die Fähigkeit, die Zeit zurückzuspulen und ab dann geht es eigentlich darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das Schicksal zu beeinflussen. Dabei dreht sich die Story um Mobbing, Drogen, Depressionen, Selbstmord, Mord, Liebe … alles sehr klischeehaft, aber gut erzählt (und mit einem grandiosen Soundtrack untermalt).

Aber wieso sollte ich nach dem Spiel dann plötzlich wieder Motivation haben zu schreiben? Weil es nicht nur darum geht, wie die Geschichte erzählt wird, sondern weil es in der Geschichte um Künstler geht. Und darum, wie sie sich selbst, ihr Talent und ihre Kunst betrachten und bewerten. Solche Geschichten haben auf mich immer eine eigenartige Wirkung. Aus einer merkwürdigen Mischung aus Neid, Hoffnung, Träumen und im Laufe der Zeit verblassten Illusionen kristallisiert sich dann eigentlich nur ein simples »Es gibt nichts Gutes, außer man tut es« heraus. Ich werde vor meinem 30. Geburtstag kein Buch mehr veröffentlichen, mit dem ich auch tatsächlich ein paar Kröten verdiene, das steht fest. Allein schon, weil ich bald 32 werde xD Ich werde auch keines der Top 10-Erstlingswerke des Jahres schreiben, da müsste man schon noch ein paar Nullen anhängen. Aber ich werde auch auf ewig nichts weiter vorzuweisen haben als ein Taschenbuch voller halbgarer Texte und Formatierungsfehler im epubli-Shop, das man am Liebsten vergessen würde, wenn ich mich nicht hinsetze und in die Tasten haue.

Und diese Erkenntnis, die allem Anschein nach hin und wieder aufgefrischt werden muss, genügt mir für einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Ob ich es schaffe, den Schwung auszunutzen und mich von der Energie weitertragen zu lassen oder ob ich mich dagegen wehre und die Hacken in den Boden stemme, zeigt sich immer erst unterwegs.

Nach dem Resturlaub

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub neigt sich dem Ende zu. Meine Gedanken sind nach dem wirren Mittowch wieder bei einer einigermaßen nachvollziehbaren Geschwindigkeit angelangt und ich habe auch die Blutspende am Mittwoch gut überstanden. In acht Wochen gehe ich also nochmal hin, habe ich mir vorgenommen.

Ansonsten war ich sogar halbwegs produktiv. Ein Bericht wurde aktualisiert, ich habe Kapitel 32 fertig geschrieben und mit 33 angefangen, ebenso habe ich viel gelesen und war spazieren. Das Wetter ist schön und ich fühle mich heute richtig gut. Nach dem Friseurtermin am Nachmittag werde ich mich noch ein Stückchen besser fühlen und wenn dann auch noch das Haus geputzt wurde, kann ich anfangen, das Wochenende zu genießen. Videospiele, Stoffladen, Spieleabend, Kino, selbstgemachtes Eis … Hach, ich freu mich schon.

Der Alltag hat mich wieder

Der Urlaub ist vorbei und mein Resturlaub (satte 19 Tage!) damit endgültig aufgebraucht. Nach fast einem Monat zuhause habe ich immer noch kaum etwas zu erzählen. Ich bin immer noch bemüht, regelmäßig zu schreiben, kann mich heute allerdings bisher noch nicht wirklich konzentrieren. Nach einem kleinen Snack werde ich es vielleicht nochmal versuchen.

Ich habe immer noch kein weiteres Buch gelesen. Seit mittlerweile fünf Wochen lese ich dasselbe Buch und bin immer noch nicht ansatzweise durch. Das wird sich hoffentlich jetzt wieder ändern.

Abgesehen davon habe ich meinen Urlaub genutzt, um Videospiele zu spielen, ein paar Filme zu sehen und viel Zeit mit der Liebsten zu verbringen. Das war alles toll, doch nichts, worüber ich hier großartig schreiben würde. Vorerst bleibt das alles hier also wohl auf Sparflamme. Besser keine Neuigkeiten, als schlechte Neuigkeiten.

Pause. Mit Anfang und Ende.

Ich gönne mir öfters mal eine Pause vom Schreiben. Nur ist das, was ich als Pause bezeichne, oft eigentlich keine Pause im eigentlichen Sinne, zumindest nicht in meinen Augen. Denn da hat eine Pause einen Anfang und ein Ende, die optimalerweise nicht allzu weit auseinander liegen. Mehrere Monate ohne nennenswerten Fortschritt ist für mich – mitten in einem Projekt – eigentlich keine Pause. An diesem Wochenende habe ich jedenfalls Pause. Am Freitag habe ich geschrieben und am Montag – morgen, nicht irgendein Montag – werde ich weiter schreiben.

Hier auf dem Blog ist auch immer mal wieder Pause angesagt. Ich lese aktuell weniger, als ich gerne würde und komme so sehr langsam voran. Da wird es also dauern, bis ich nochmal etwas zu berichten habe. Ansonsten passiert hier eher weniger, weil ich einfach nichts erlebe. Ich habe gestern von 20 Uhr bis fast 1 Uhr die Flummi Open 2019 geschaut und heute nach langer Zeit nochmal eines meiner Lieblingsspiele meiner Kindheit (Duke Nukem 3D) durchgespielt. Wuhu, wie spannend … nicht.

Dass hier also aktuell (mal wieder) eher weniger passiert, liegt keinesfalls daran, dass ich die Lust an diesem Blog verloren habe, was mich persönlich sehr freut. Ich füttere ihn mittlerweile schon weit länger mit Beiträgen als jeden seiner Vorgänger und habe auch nicht vor, in nächster Zeit damit aufzuhören. Die Frequenz wird wohl weiterhin etwas unregelmäßig (und eher niedrig) sein, aber das ist in Ordnung. Sobald ich etwas zu erzählen habe, werde ich es tun.

Zum Wochenende…

Nachdem ich mich in den letzten Tagen ständig lustlos gefühlt und schlecht gefühlt habe, weil ich in meinen Augen nicht ansatzweise so produktiv war, wie ich es hätte sein können, bin ich heute eigentlich ganz zufrieden mit mir. Die erste Szene, die ich noch einfügen wollte, um das plot hole in meiner Geschichte zu füllen, ist fertig und gefällt mir ganz gut. Dadurch verzögert sich die Arbeit am vierten Teil etwas, aber wenn ich Glück habe, schaffe ich es in der nächsten Woche noch, da weiter zu machen.

Abgesehen davon war der Tag bisher nicht viel anders als die letzten Tage – ich habe Musik gehört, die Hausarbeit erledigt, ein bisschen gezockt – aber ich fühle mich einfach besser. Vielleicht liegt es am vierten Jahrestag und daran, dass ich nicht wie bei meinem letzten vierten Jahrestag Hochzeit feiere. Vielleicht liegt es auch daran, dass jetzt das Wochenende ansteht und die Liebste dann auch mal eine Woche frei hat. Das Wetter ist es sicher nicht, denn das ist immer noch beschissen xD

Auf jeden Fall wünsche ich ein schönes Wochenende, ich werde es auf jeden Fall so gut es geht genießen.

Du hast da ein Loch

Ungefähr das ging mir gestern durch den Kopf, als ich Kapitel 31 abgeschlossen habe (gefühlt wieder etwas knapp, aber: Entwurf UND: Weniger ist manchmal mehr). Kapitel 32 wird auf ein späteres Kapitel vorbereiten, in dem ein neuer Charakkter eingeführt wird. Und genau da ist das Loch, das berüchtigte plot hole.

Eine Geschichte ist schnell erzählt. »Ein Mannn geht nach Norden« ist im Prinzip schon eine Geschichte, wenn auch keine sonderlich aufregende. Wenn der Mann plötzlich nach Norden spaziert oder gar marschiert, ändert sich schon der Ton der Geschichte. Trotzdem gibt es keine Antwort auf die Frage, warum er überhaupt nach Norden will. Und genau das ist die Frage, die ich nun zu beantworten habe, vorrangig mir selbst. Wie gehe ich also da ran?

Die Figur wird im Norden gebraucht. Dort wartet eine Schlüsselrolle auf sie, um einen Handlungsstrang in Gang zu bringen. Schön und gut, doch wenn die Figur da an sich nichts zu verlieren hat, muss es einen Grund geben, weshalb sie überhaupt dorthin ging bzw. wie sie dorthin kam. Ich werde als vermutlich in den vorangegangenen Teilen kurze Szenen einfügen, die die Figur als Nebendarsteller nach Norden begleiten und zumindest grob ihren Charakter skizzieren. Die Motivation dahinter muss ich tatsächlich noch ausarbeiten, denn sie sollte doch schon zumindest ansatzweise glaubhaft erscheinen. Erklärt wird es dann später, wenn alles so weit vorbereitet ist, dass diese Motivation die Figur zu eben der Schlüsselszene führt, die seit jeher für sie vorgesehen war.

Klingt doch soweit alles ganz gut, oder? Gut genug jedenfalls, um mich erstmal zu beruhigen xD Ob ich allerdings heute noch schreibe, weiß ich nicht. Irgendwie fühle ich mich nicht wirklich fit und das triste Wetter hilft da auch nicht weiter. Vielleicht sollte ich mich heute auch einfach darauf beschränken, das ganze noch etwas durchzuplanen. Mir sind schon verschiedene Ideen durch den Kopf gegeangen, die ich bereits verworfen oder in die engere Auswahl genommen habe, und jetzt sollte ich mich vermutlich entscheiden, bevor ich anfange, etwas umzusetzen.

So kann ein Urlaub ruhig anfangen

Ab heute wieder Urlaub. Nachdem ich den Vormittag größtenteils unmotiviert rumgehangen habe, war ich dann eben doch mal draußen, habe frisches Brot geholt und gleich noch meinen täglichen Spaziergang abgehakt. Voll frischer Energie, die ich vermutlich Sonne und Frischluft zu verdanken habe, habe ich dann gerade noch eine halbe Stunde voll konzentriert geschrieben. Nur ein paar Seiten, aber es fühlt sich gut an. Jetzt gleich mache ich noch ein paar Übungen, dann gibt’s nochmal etwas Futter, vielleicht ein paar Seiten lesen und dann darf auch noch gezockt werden.

Nur ein Entwurf

»Es ist nur ein Entwurf.«

Das sollte ich mir wohl öfter mal selbst sagen, wenn ich schreibe (oder versuche, es zu tun). Ich finde keine Formulierungen / Namen / Beschreibungen, die sich richtig anfühlen, und schon stecke ich fest. Grundlos, mehr oder weniger. Mit den meisten Namen bin ich unzufrieden und werde sie am Ende ändern müssen. Viele Formulierungen können verbessert und Beschreibungen vermutlich gekürzt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach habe ich generell zu viel geschwafelt beim Erzählen dieser Geschichte.

Wieso also nicht die »akuten Ansprüche« zumindest etwas herunterschrauben? Was ich geplant habe – die wenigen Sätze pro Kapitel, die in meinem Notizbuch stehen – ist drin, es passt immer noch chronologisch an diese Stelle und endet an der (meiner Meinung nach) richtigen Stelle, ist dabei aber auch nicht zu kurz? Gut, dann kann dieses Kapitel für einen ersten Entwurf auch so bleiben. Dauert dann auch nur ein paar Tage. Vielleicht geht es beim nächsten noch schneller. Vielleicht aber auch nicht. Wichtig ist, dass es voran geht, wenn möglich ohne größere Pausen, weil ich wieder an etwas scheitere, das bei einem Entwurf alles andere als perfekt sein muss. Mal sehen, wie weit ich diesen Monat insgesamt komme.