Aufgewärmt #21: Und endlich [v1]

Manchmal kommt mir eine Idee und ich schreibe mir kurze Stichworte oder einzelne Formulierungen dazu auf. Was dann am Ende aus dieser Idee wird, sehe ich selbst erst, wenn es soweit ist. Eine davon kam mir am 13. Mai und ich dachte eigentlich, damit das fünfte Wort #grenzenlos für das Projekt *.txt zu bedienen.

Einen Tag später schrieb ich folgenden Text und fand ihn eher nicht so geil. Deshalb folgte direkt danach eine zweite Version, die ich dann auch hier veröffentlichte, nachdem mir bewusst wurde, dass meine Idee viel mehr ein älteres Wort des Projekt *.txt bediente.

Ich schreibe, also bin ich – nicht mehr als ein weiterer Schreiberling, der die Idee hat, die es aufzuschreiben gilt. Meine Schreibe ist festgesetzt, eingepfercht im Rahmen dessen, wovon ich glaube, dass es sowohl mein Innerstes widerspiegelt, als auch in anderen das Gefühl weckt, dass sie etwas lesen, das es wert ist, gelesen zu werden. Vielleicht. Manchmal.

Im Grunde ist es Gekritzel auf Papier, das sich auf Linien fest- und von den Rändern fernhält. Bitte das Glas nicht berühren, sonst könnte auffallen, es existiert gar nicht. Und dieses Spiegelbild der traurigen eingesperrten Gestalt ist nur eine Fata Morgana in der heißen Luft, die man uns für Grenzen vormacht.

Aber das bin ich nicht, dieses eingesperrte Etwas. Also schreibe ich einfach weiter, über alle Ränder hinaus, schreibe mich fort von dir. Dann solange ich schreibe, bin ich unendlich. Und endlich bin ich ich.

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8 Kapitel, 21 Szenen

Das wird wohl der Umfang des zweiten Teils meiner Geschichte. Die Planung mit ein paar wenigen Zeilen pro Szene steht jetzt. Viele fühlen sich durch so etwas beim Schreiben eingeengt, doch mir hilft es tatsächlich, zumindest bei diesem Projekt. In der nächsten Woche steht eine kleine Auszeit an. Da wird dann noch ein paar Details geschraubt, alles auf der Zeitlinie anständig verortet und nach meinem Geburtstag wird dann wieder geschrieben.

Meine Hoffnung ist, dass ich es dann schaffe, wirklich regelmäßig und schnell voran zu kommen und nicht wieder Jahre daran zu sitzen. Die ganze Vorbereitung ist auch da hoffentlich nochmal eine Hilfe, mich zu motivieren. Auf jeden Fall freue ich mich, auch wenn ich zugeben muss, irgendwo hinten in meinem Kopf die Angst zu spüren, vor der Tastatur zu sitzen und nicht zu wissen, was ich schreiben soll. Die hat sich da mit den Jahren leider ziemlich festgesetzt, aber das soll mir egal sein. Trotzdem weitermachen, darauf kommt es an.

Aufgewärmt #20: Eine erste Idee

Oft kommt mir eine Idee in Form einer einzelnen Zeile oder eines Wortspiels. Manchmal gelingt es mir dann, um diese Zeile einen kleinen Text zu schreiben. Ganz selten kommt es aber auch vor, dass ich daraus noch einen zweiten oder dritten Text mache, der zwar oft dasselbe aussagt, aber eben anders aufgebaut ist.

So war mein Text Am Ende der Anfang auch eine dieser zweiten Ideen, die mir dann sogar besser gefielen, als der ursprüngliche Entwurf. Trotzdem möchte diesen Entwurf hier auch noch teilen:

Am Anfang, da waren wir
Du und ich
und all die Kleinigkeiten zwischen dir und mir
Das erste Treffen, der erste Kuss
Diese besonderen Augenblicke, die nur uns gehörten

Mit der Zeit wurden es mehr
Ein Treffen wurde zu einem gemeinsamen Leben,
ein Kuss zu einer Million von Küssen

Die Kleinigkeiten wurden riesig
und sind immer noch zwischen uns
Dort wo kein Blatt Papier zwischen uns passen würde
bewahren wir sie auf, halten sie uns zusammen

Und am Ende sind da immer noch wir
und die Erinnerung an dich und mich

 

Teil eins? Check.

Fertig! (mehr oder weniger xD)

Der erste Teil meines Romans ist endlich fertig. Also der erste Entwurf. Aber immerhin. Und es waren auch nur ein Jahr und zehn Monate, seit ich damals den Prolog fertig gestellt habe.

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Ich bin gerade furchtbar zufrieden mit mir und auch ziemlich stolz auf mich. Die Zeit, die dafür ins Land ging, trübt natürlich etwas die Freude, aber es ist endlich geschafft. 11 Kapitel, 38 Szenen, 160 Seiten. Wow.

Den zweiten Teil der Geschichte möchte ich vor dem Ausformulieren komplett planen, also alle Kapitel und Szenen. Vielleicht habe ich ja Glück und es hilft mir, dann beim Schreiben schnellere voran zu kommen. Auf jeden Fall will ich mir damit mindestens Zeit lassen bis nach unserem Urlaub. In den nächsten drei Wochen werde ich mir also Gedanken machen und planen. Schreiben werde ich bis dahin hoffentlich trotzdem etwas. Kleine Texte, eine Kurzgeschichte, Hauptsache irgendwas.

Das Schreiben in den eigenen vier Wänden und ich

Ich habe schon sehr lange nichts mehr zuhause geschrieben. Zu viel Ablenkung, zu wenig Motivation.

Jetzt lief es aber in den letzten Tagen erstaunlich gut mit dem Schreiben und ich habe mir einige Gedanken gemacht, wie ich das folgende Kapitel ausgestalten könnte. Als ich dann heute aufwachte, stand für mich fest: Ich will versuchen, diese Ideen zu Papier zu bringen (lustig, wie ich diese Formulierung immer noch benutze, obwohl man sich wohl denken kann, dass ich zumindest mein Manuskript mehr am PC schreibe, als alles andere).

Also sitze ich hier, nachdem die Liebste und ich noch ein paar Besorgungen gemacht haben und habe jetzt noch 500 Wörter geschrieben. Knapp über zwei Seiten. Keine Weltreise, aber ich denke, da wird an diesem langen Wochenende noch mehr kommen. Jetzt im Moment ist es jedenfalls ein verdammt gutes Gefühl. Ich weiß nicht, inwieweit das nachvollziehbar ist, aber das ist im Grunde auch nicht wichtig. Es tut mir gut und schadet niemandem, also sehe ich mich berechtigt, das einfach voll und ganz zu genießen.

Ich fände es wirklich schön, wenn ich mich wieder daran gewöhnen könnte, auch zuhause hin und wieder ein paar Seiten zu schreiben, allein schon weil ich dadurch viel schneller voran kommen würde. Wie schon mehrmals erwähnt, bin ich bald am Ende des ersten Teils der Geschichte angelangt und abgesehen von der groben Handlung habe ich noch gar nichts für den zweiten Teil geplant. Das sind Überlegungen, die ich dann auch bald anstellen muss und dann geht es wieder ans Schreiben. Vielleicht sogar hier in den eigenen vier Wänden. Die Hoffnung ist noch da, dass daraus etwas wird.

ZweiNullNull

Den ganzen Vormittag über saß ich da und wusste meist nichts mit mir anzufangen. Schreiben würde ich gerne, dachte ich mir. Was tat ich? Nichts. Über das Schreiben lesen, wenn überhaupt. Blogs, Artikel, Rezensionen, was auch immer. Die Lust war immer noch da, aber irgendwie so ziellos.

Tagebuch schreiben, okay, aber worüber, wenn nichts geschieht und die eigenen Gedanken mal wieder zu schnell sein, um sie einzuholen? Am Roman weiter schreiben, das wäre was. Klar, das wäre immer gut. Würde ich auch immer tun, wenn es so leicht wäre. Dann zumindest einen Blogeintrag. Ja, ich dachte wirklich zumindest. Tut mir leid.

Das hier ist nicht zumindest ein Blog. Es ist mein Blog. Alles was ich hier schreibe ist auf die eine oder andere Art wertvoll. Nicht unbedingt auch für andere, aber doch immer für mich.

Und jetzt sitze ich hier und schreibe einen Blogeintrag. Und weshalb? Weil ich zwischenzeitlich auch mein Manuskript geöffnet hatte. Ich habe das neunte Kapitel fertig geschrieben und die 200-Seiten-Marke gesprengt. Es sind immer noch zwei kurze Kapitel bis der erste Teil fertig ist, aber 200 Seiten, Leute! Das macht mich gerade wirklich verdammt stolz. Und damit habe ich dann auch etwas, das ich in mein Tagebuch schreiben kann. Und so haben sich alle Probleme des Vormittags in Wohlgefallen aufgelöst. Hach…

Borderline

Komm, geh weg

Diese dünne Line hier hält mich fest, lässt mich nicht los
Ein seidenes Drahtseil, gespannt über dem klaffenden Maul einer Welt,
die mehr Klauen und Zähne hat, als es mir gut tut

Tut es not? Tut es weh?
Schubst du mich? Fängst du mich?

Der erste Schritt ist nicht viel mehr als ein Zucken nach vorne
Diese dünne Linie zwischen dir und mir schneidet sich in meine Füße,
färbt sich mit dieser verhassten Farbe, der einzigen, die ich liebe

Siehst du das? Siehst du mich?
Will ich das? Was will ich?

Liebe, Herzblut, Wut, Gefahr,
alle Schattierungen von Rot liegen zwischen uns,
auf meinem Weg vom Heute zu dir

Schwanke ich? Schwankt meine Welt?
Mal links? Mal rechts?

Luft anhalten, Augen schließen
Mann über Borderline
Kein Netz, kein doppelter Boden

Tat es not? Tat es weh? Ja, tat es
Hast du mich geschubst? Hast du mich gefangen? Beides,
wenn ich es brauchte

Ich schneide diese dünne Linie entzwei, die zwischen uns lag,
diese Erinnerung an das, was zwischen mir liegt
Ein Schritt über meine eigene Grenze als Reise meines Lebens

Komm, lass uns hier weggehen

 

#grenzenlos (Das fünfte Wort für das Projekt *.txt 2018)

Und endlich [v2]

Die Erinnerungen an damals schmecken bitter

Briefe und Tagebuchseiten halten gefangen,

wer ich einmal war, was ich einmal war

Für dich

 

Für unsere Vergangenheit ist in meiner Gegenwart kein Platz

Uns gibt es nicht mehr und ich muss erst gefunden werden

Also schlage ich eine neue Seite auf, schreibe mich fort von dir

Solange ich schreibe, bin ich unendlich

Und endlich bin ich ich

 

#unendlich (Das zweite Wort für das Projekt *.txt 2018)

Deadlines und Meilensteine

Schreiben als Hobby hat für mich zwei große Vorteile gegenüber dem Schreiben als Beruf: 1. Man ist freier in der Entscheidung, was man schreibt und 2. Man hat mehr Zeit.

Punkt 2 kann allerdings auch ein Problem sein, das muss man zugeben. Ich zum Beispiel sitze seit Jahren an einem Roman, der wohl einen Profi nicht mehr als sechs Monate kosten würde. Trotzdem gibt es immer mal wieder ein paar Neuigkeiten zu berichten, ich bleibe also weiter am Ball.

Aktuelle Neuigkeit: Gestern habe ich eine Szene und damit ein weiteres Kapitel abgeschlossen und habe nun noch drei kurze Kapitel geplant, die den ersten Teil der Geschichte abschließen sollen. Aus Neugier habe ich dann heute mal nachgesehen, wann ich denn damals™ den Prolog abgeschlossen habe und siehe da: 26.07.2016. Vor beinahe zwei Jahren. Auch wenn es wie bereits erwähnt schon viel zu lange dauert und ich auf der anderen Seite vollkommen frei bin in meiner Zeitplanung (zumindest was das Schreiben anbelangt), ist doch der 26. Juli damit eine gute Deadline, den ersten Teil abzuschließen, oder nicht? Ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben und habe eben dann auch schon mit dem nächsten Kapitel begonnen, allerdings kam ich wieder mal nicht weit.

Trotzdem kam ich weit genug für Neuigkeit Nummer 2: 40.000 Wörter wurden heute endlich geknackt. An sich sagt das nichts aus, vor allem weil die Geschichte noch lange nicht fertig ist, aber es sah schön aus, als Word da plötzlich keine 3 mehr sondern eine 4 anzeigte. Allerdings werde ich die jetzt wohl so lange sehen, dass sie mir bald auf den Keks gehen wird.

Verwaschene Träume

Bilder verschwimmen vor meinen Augen

Ein Teil von dir, ein Teil von mir, ein Teil von all den anderen

Aus der Vergangenheit ins Heute getragen

 

Wir malten diese Straßen kunterbunt

Brachten Farbe in eine Welt,

die uns mit ihren Grautönen zu ersticken drohte

 

Über die Jahre bewahrten uns unsere Träume diesen Schein,

der allem standzuhalten schien

Dann kam der Regen

 

Rot fließt in blau, fließt in gelb, fließt in grün

All unsere Visionen fließen zusammen

und das Grau dieser Welt spült den Regenbogen in den nächsten Gully

 

 

#mischen (Das vierte Wort für das Projekt *.txt 2018)