American Horror Story: Coven

Nach dem Murder House und dem Asylum geht es in der dritten Staffel von American Horror Story um einen Coven, einen Hexenzirkel in New Orleans.

Hier kommt die junge Hexe Zoe hin, nachdem sich ihre (eher merkwürdigen) Kräfte zum ersten Mal zeigen. In einer Akademie für Junghexen soll sie in sicherer Umgebung ihr volles Potential entfalten können. Neben Zickenterror und Liebeskummer kommen aber bald auch ernsthafte Probleme auf die Hexen der Akademie zu. Eine unsterbliche sadistische Rassistin aus dem 19. Jahrhundert, eine ebenso unsterbliche Voodoo-Königin aus demselben Jahrhundert, professionelle Hexenjäger und der Geist eines Serienmörders sind nur die Gefahren, die außerhalb des Zirkels lauern.

Das alles klingt vielleicht etwas überladen, doch so wirkt es beim Anschauen eigentlich nie. Die Schauspieler sind wie in den vorangegangenen Staffeln wieder großartig und die Geschichte und das Setting haben mir auch sehr gut gefallen. Besonders auch die Einbindung historischer Figuren wie Marie Laveau und Delphine LaLaurie. Natürlich mit einem großen Schuss »künstlerischer Freiheit«, aber es passt eben.

Eine Staffel steht jetzt noch im Regal (das ich übrigens stark ausgedünnt habe), danach muss ich mich mal um Nachschub kümmern. Das hat aber wohl noch ein paar Wochen Zeit.

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Ant-Man & The Wasp

Der Vorteil an strahlendem Sonnenschein an einem Sonntagnachmittag kurz vor Ende der Sommerferien? Die Kinosäle sind nicht sonderlich stark besucht. Deshalb, weil ich sowieso alle Marvel-Filme sehen will und weil die Liebste schon den ersten Ant-Man so toll fand, haben wir uns heute also die Fortsetzung angeschaut.

Nach seinem kleinen Ausflug nach Deutschland in Civil War ist Ant-Man/Scott Lang noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen und steht seit knappen zwei Jahren unter Hausarrest. Und natürlich ist es drei Tage vor Ablauf dieser zwei Jahre dringend nötig, alles aufs Spiel zu setzen, das Haus zu verlassen, mit gesuchten „Verbrechern“ zu kooperieren und Chaos anzurichten. Und das alles, weil vielleicht doch noch eine Chance bestehen könnte, die seit 30 Jahren in der Quantenebene verschollene erste Wasp, Janet van Dyne, zu retten.

Die dazu notwendigen Technologien möchten natürlich auch allerhand andere Gestalten in die Finger bekommen, ansonsten wäre es ja zu einfach.

Alles in allem bietet der Film wenig Neues, macht aber genau dieselben Sachen richtig, die auch schon im Vorgänger gut funktionierten. Mit viel Witz, auch in den Actionszenen, bekloppten Nebencharakteren und einer Schlagzeug spielenden Ameise unterhält der Film Marvel (oder Ant-Man)-Fans wohl von Anfang bis Ende und schließt wieder eine kleine Lücke zwischen Civil War und Infinity War.

American Horror Story: Asylum

Nachdem die Liebste und ich sehr unterhalten waren bei der ersten Staffel American Horror Story, haben wir gestern dann auch das Finale der zweiten gesehen.

Asylum spielt größtenteils im Jahre 1964 in einer Irrenanstalt der katholischen Kirche, wo der Mediziner Dr. Arthur Arden und die Leiterin Schwester Jude einen kleinen Machtkampf ausfechten, bei dem es auch gut darum gehen könnte, wer die grausameren Methoden an den Tag legt.

In genau diese Irrenanstalt, das Briarcliff Sanatorium, wird der Frauenmörder Bloody Face eingeliefert, da dieser felsenfest davon überzeugt ist, keine Frauen ermordet zu haben. Auch seine eigene Frau sei nicht tot, sondern von Aliens entführt worden. Eben dieser Fall ruft sowohl den Psychologen Dr. Oliver Thredson und die Reporterin Lana Winters auf den Schirm und damit wären auch die wichtigsten Personen an Bord.

Die Geschichte springt hin und wieder ins Jahr 2012, wo sie auch im mittlerweile geschlossenen Briarcliff beginnt, und schließt besonders in der letzten Folge die Lücke zwischen den verschiedenen Handlungszeiten. Insgesamt ist die Staffel ähnlich verworren wie Murder House und genauso unterhaltsam. Die Geschichte ist gut erzählt, die Schauspieler klasse und die Tatsache, dass eben nicht alles zu 100% erklärt werden muss, um eine gute Geschichte zu erzählen, wird hier wieder mal ziemlich deutlich.

Und was ich wieder sehr gut fand: Eine abgeschlossene Geschichte ohne Bezug zur vorherigen Staffel. Wer also einfach nur auf das Setting oder die Zeit abfährt, kann auch einfach nur die Staffel seiner Wahl schauen. Finde ich super. Zu viel Story für einen Spielfilm, aber zu wenig für mehrere gute (!) Staffeln. Da haben die Macher genau die richtige Entscheidung getroffen.

American Horror Story: Murder House

American Horror Story ist eine der Serien, bei denen ich es geschafft habe, in all den Jahren (Staffel 1, Murder House, erschien bereits 2011) nichts zu sehen, zu lesen oder zu hören, das irgendetwas spoilern würde. Alles, das ich wusste, war: Immer eine neue Handlung an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit, zwar mit neuen Charakteren, aber denselben Schauspielern (teilweise). Und das klang für mich, von der Idee her, verdammt interessant. Die Cover / Poster sahen auch noch gut aus, also musste ich irgendwann mal einen Blick hinein werfen.

Mit der Zeit hatte ich das fast schon vergessen, bis dann die Liebste meinte, ihr sei die Serie empfohlen worden. Also wurde die erste Staffel bestellt und nun gestern auch beendet.

Ein Haus, in dem es spukt und eine zerrüttete Familie, die mit sich selbst und den Geistern der Vergangenheit klarkommen muss. Klingt jetzt nicht unbedingt super spannend. War auch oft nicht wirklich spannend. Aber es war gut erzählt. Von Anfang an wird klar, dass jeder Charakter in dieser Geschichte mehr oder minder bekloppt ist, doch sie sind interessant. In jeder Folge erfährt man etwas mehr über das Haus oder vielmehr seine (lebenden und toten) Bewohner und auch der ein oder andere kleine Twist darf natürlich nicht fehlen.

Nach zwölf Folgen sitzt man dann da und ist kurz betäubt. Das wars? So soll das alles enden? Zehn Folgen lang werden Geheimnisse aufgedeckt, dann kommt das Finale und so endet die Geschichte dann? Ja. Irgendwo zwischen »klischeehaft« und »unbefriedigend« könnte man das Ende wohl einordnen, doch ab einem gewissen Punkt der Story war kaum noch etwas anderes möglich, möchte ich behaupten. Und es ist das richtige, das konsequente Ende, das zu der Geschichte passt. Es ist keine Fantasy-Serie, an deren Ende die Guten gewinnen und die Bösen besiegt werden. Es ist auch keine Horrorserie mit demselben Ende – inklusive eines kurzen erneuten Aufflackern der finsteren Macht in der letzten Einstellung. Nein, das würde nicht passen.

Es geht um Charaktere und diese entwickeln sich in dem kurzen Zeitraum, den die Serie abdeckt, auch nur sehr bedingt, was glaubwürdig ist. Sie verhalten sich auch entsprechend und genau deshalb ist der Schluss auch genau das, was er sein soll. Sicher kann man darüber streiten, doch ich war zwölf Folgen lang gut unterhalten und bin jetzt auf die zweite Staffel gespannt, die wir uns sicher auch demnächst noch ansehen werden.

Jurassic World – Das gefallene Königreich

Hach, ich mag die Jurassic Park-Filme. Ja, sie wurden vielleicht von Mal zu Mal flacher und Jurassic World war wirklich nur noch Popcornkino, aber ich mag sie einfach. Also stand für mich fest, dass ich auch den neuesten Teil sehen will, selbst wenn der mal wieder nur in 3D läuft, was ich eigentlich hasse. Und da das Wetter im Urlaub sowieso nicht immer so schön war, kann man auch mal zwei Stunden in einem Kinosaal sitzen, oder?

Der Film hält, was der Trailer verspricht. Die Isla Nublar, auf der der erste Jurassic Park und später auch Jurassic World angesiedelt war, steht kurz vor der Zerstörung durch einen wiedererwachten Vulkan. Tierschützer erwarten von der Regierung, die dort lebenden Dinosaurier zu retten, damit diese nicht schon wieder aussterben, was die Regierung jedoch ablehnt. Doch eine Chance gibt es für Claire Dearing, die ehemalige Leiterin von Jurassic World noch: Eli Mills verwaltet das Vermögen von Sir Benjamin Lockwood, der damals neben John Hammond einer der Visionäre hinter dem Jurassic Park war. Und mit diesem Vermögen hat er einen Lebensraum geschaffen, wo die Dinosaurier abgeschnitten von der Außenwelt und ihren Einflüssen ungestört existieren können. Um nur sicher möglichst viele Tiere fangen und retten zu können, braucht man Claire, damit sie das Ortungssystem von Jurassic World aktiviert und den Tierverhaltensforscher Owen, um auch den letzten Velociraptor, Blue, zu finden.

Leute mit Geld schicken also Leute mit Waffen und Ausrüstung auf eine Insel, um dort Dinosaurier zu fangen. Hat ja schon in Vergessene Welt so gut funktioniert.

Jurassic World 2 schafft es trotzdem, gerade noch so genug eigene Ideen einzubringen, dass man sich nicht total langweilt, weil man schon alles kennt. Nur eine arg slapstick-artige Szene gab es, die man sich meiner Meinung nach hätte sparen können. Trotzdem mochte ich den Film. Aber er wirkt auch wie eine bloße Überleitung. Ähnlich wie bei Fluch der Karibik 2 braucht er aber wohl den kommenden dritten Teil, um – hoffentlich – wirklich zu überzeugen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weiter geht, denn aktuell kann ich mir nicht viele Möglichkeiten vorstellen, was noch nach diesem Ende geschehen soll.

Deadpool 2

Die Liebste und ich waren gestern mal wieder im Kino, immerhin läuft ja jetzt Deadpool 2 und nachdem wir mit dem ersten schon unseren Spaß hatten, war eigentlich klar, dass wir uns auch die Fortsetzung ansehen würden.

Zum Film an sich gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Man bekommt genau das, was der erste Teil und die Trailer versprochen haben. Neben Cable, Domino und etwas mehr Colossus wird leider weniger »Negasonic Teenage Längster Name Der Welt« geboten, was ich irgendwie schade fand, denn im Ersten Teil hat sie mir verdammt gut gefallen. Dafür gibt es Terry Crews, Brad Pitt und Matt Damon xD

Ansonsten bleibt alles beim Alten: Blut, dumme Sprüche, ein paar richtig gute Anspielungen, Seitenhiebe in Richtung Wolverine und DC und Spezialeffekte. Außerdem wird eine offene Frage aus Teil eins beantwortet. Wenn man Teil eins mochte, wird man von der Fortsetzung bestimmt nicht enttäuscht sein.

Wir beide hatten auch wirklich Glück mit der Vorstellung um 17:30 Uhr, denn danach, also so gegen 20 Uhr war das Foyer des Kinos gerammelt voll und die Leute standen schon wieder fast bis zur Straße.

Avengers: Infinity War

Zum Glück kann man in den Saarbrücker Citykinos seine vorbestellten Karten an beiden Standorten abholen. Karten geholt, der Liebsten noch ein Eis besorgt und dann los zum PK. Dort standen die Schlange fast bis zur Straße, nach einigen Minuten dann tatsächlich. Weit genug die Treppe nach oben gewartet und dann ab in die Snackschlange.

Der Saal war zum Glück nur halb voll und dann ging es auch irgendwann los mit Avengers: Infinity War. Der Film ist noch einigermaßen neu und man kann nur wenig sagen, ohne zu spoilern, also fasse ich mich kurz: Was ein Brett. Zehn Jahre hat Marvel auf dieses Event hingearbeitet und wenn man mich fragt, haben sie auch ganz passabel abgeliefert. Insgesamt gab es nur eine Szene, bei der ich sagen würde, sie war mir zu unspektakulär, und das will schon was heißen. Insgesamt ein toller Film mit toller Action und tollem und vor allem wohldosierten Humor (I’m looking at you, Thor: Ragnarok). Am Ende bleibt das Gefühl, genau das bekommen zu haben, was der Trailer versprochen hat, und das ist eines der besten Enden des bisherigen MCU. Aber mal ehrlich: Nach all der Zeit hätten die sich auch mal wagen sollen, weniger zu liefern.

So, mehr will ich nicht sagen, nur noch eins: Was ist nur los mit Leuten, die nach zehn (10!) Jahren Marvel Cinematic Universe immer noch aufstehen und gehen, sobald der Abspann anfängt? Herrje…

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie… Nochmal

Gestern haben die Liebste und ich dann auch noch den Film zu Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie geschaut. Für sich genommen wirklich ein ganz netter Film, aber eben auch nicht überragend. Bei vielen Sachen ist er echt nah am Buch, was mir gut gefallen hat, nur die Abweichungen sind mir stark aufgefallen, weil es eben noch nicht so lange her ist, seit ich das Buch gelesen habe.

Diese Abweichungen sind alle einigermaßen verständlich, da man durch sie beim Film Charaktere einspart, auf die man eingehen muss (wobei auch auf die wichtigen Charaktere nicht so stark eingegangen wird, wie es vielleicht ratsam wäre) und ganze Mini-Handlungsbögen einfach streichen kann. Auch wenn sie nachvollziehbar sind, sind die Änderungen immer noch Geschmackssache. Ich wüsste zum Beispiel gerne die Motivation hinter verschiedenen Abweichungen vom Buch, wenn ich ehrlich sein soll.

Auf jeden Fall war der Film für eine Romanverfilmung echt ganz gut gelungen, auch der Soundtrack gefiel ganz gut. Das war eine der Besserungen gegenüber dem Buch, denn die dort erwähnten Songs trafen nun nicht wirklich meinen Geschmack. Ich bin mir allerdings fast sicher, dass ich es bereut hätte, diesen Film im Kino zu schauen. Dafür hinterließ er einfach keinen ausreichenden Eindruck. Ich hätte vermutlich nach dem Abspann nicht einmal über den Film oder die Figuren nachgedacht, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.

Game over Player One

Ein Film von Steven Spielberg, basierend auf einem Buch von Ernest Cline über eine virtuelle Welt und eine Schnitzeljagd, die sich komplett um die 80er dreht. Wow, Nerdgasm, oder?

Ready Player One hat schon als Buch sehr polarisiert. Die einen (darunter auch ich) fanden die ganzen Anspielungen an die 80er echt cool, um die eigentlich mehr als ausreichend durchgekaute Geschichte zu verpacken. Den anderen war es einfach zu viel, einfach nur eine Aneinanderreihung dessen, was der Autor cool findet, ohne wirkliche Substanz. Auch diese Meinung kann ich verstehen. Ganz so Unrecht haben wohl beide Seiten nicht.

Aber was ist denn nun mit der Verfilmung? Ich war hin- und hergerissen, als ich den ersten Trailer sah. Endlich wieder DEN DeLorean in einem Film sehen, yeah! Tracer aus Overwatch? Naja. Gute Musik? Sowas von! Chucky? Ahja… Sagen wir einfach, ich habe gehofft, dass er nicht scheiße wird. Spoiler: Wurde er nicht. Nicht ganz.

80er? Ja, gibt es. Überall mal ein bisschen eingestreut, aber gefühlt nicht wirklich relevant. Zwischenmenschliches? Die hier sind gut, die hier sind böse. Fight! Klar muss man bei einer Verfilmung manches ändern oder kürzen, das ist jedem klar und wird auch immer wieder erwähnt, aber ich wage zu behaupten, dass man dieses Buch viel besser hätte verfilmen können, hätte man es vorher nochmal gelesen. Ähnlich wie bei Der dunkle Turm und dem verpassten einblenden des ersten Satzes aus Schwarz haben die Filmemacher hier schon gleich zu Beginn Punkte eingebüßt. Im Buch wird beschrieben, dass – aufgrund der Passion des Schöpfers Halliday – bei jedem Login in die virtuelle Welt Oasis die Einblendung „READY PLAYER ONE“ erscheint. Wenn der Hauptcharakter sich nun also zum ersten Mal im Film einloggt, wäre das genau der Moment, um den Titel einzublenden. Oder sehe nur ich das so?

Aber vieles war auch wirklich schön, muss ich sagen. Die ganzen Avatare und kleinen (oder große) Details in der Oasis zum Beispiel. Praktisch der ganze Cast von Street Fighter, die Battletoads, die Turtles, Master Chief, Chocobos, King Kong, der T-Rex aus Jurassic Park… und Parzival sieht aus wie Kai aus Beyblade. Was man davon halten soll, muss jeder selbst entscheiden.

Am Ende bleibt nach über zwei Stunden wieder einmal der Gedanke, dass dieser Film, den man gerade gesehen hat, vielleicht echt ganz gutes Popcornkino gewesen wäre, hätte man nicht irgendwann das Buch gelesen. So vergleicht man – oder zumindest die Liebst und ich – einfach zu viel und findet viele Dinge, die der Film einfach schlechter macht als das Buch. Trotz allem hatte ich Spaß mit dem Film. Nicht so viel, wie ich mir erhofft hatte, aber doch mehr als befürchtet. Von einer Buchverfilmung kann man kaum mehr erwarten, finde ich. Die nächste kommt dann Ende Mai, da bin ich auch schon gespannt.

Das Black Panther-Desaster

Ein neuer Marvel-Film bedeutet einen neuen Pflichttermin für’s Kino, also haben wir uns gestern aufgemacht, um Black Panther zu sehen, der wenigstens noch in einem saarländischen Kino in 2D läuft. Gepriesen seien die City Kinos in Saarbrücken!

Wir sind allerdings ein paar Stunden früher los. Zuerst haben wir noch ein Paket abgeholt. Die Liebste näht so gerne und hat hier im Haus bisher nur die Spiegel in den Badezimmern nutzen können, also haben wir endlich mal Ersatz bestellt. Danach ging es zu Subway. Fastfoodtechnisch immer noch am unbedenklichsten für mich, also kann man da einmal im Jahr ruhig hin. So haben wir uns auch das Kochen gespart.

Danach ging es dann nach Saarbrücken. Zuerst haben wir uns die Karten besorgt und gute Plätze gesichert, bevor wir dann die restliche Zeit in der Stadt totgeschlagen haben. Stöbern in der DVD-Abteilung bei Saturn (wäre ich nicht dabei, das DVD-Regal auszumisten, hätte ich bestimmt Perlen wie It follows oder 5-headed Shark Attack mitgenommen), ein Kakao im Eiscafé und danach noch ein kurzer Abstecher in die Papierabteilung von Kaufhof.

Dann endlich der Film! Der Saal war toll, nur etwa zur Hälfte gefüllt und ich habe mich sehr drauf gefreut. Und gerade als dann klar wurde, dass es gleich rund geht auf der Leinwand, meldete sich mein Magen mit Krämpfen aus der Hölle. Ich hasse es, während eines Films zur Toilette zu müssen, aber was nicht geht, geht eben nicht. So habe ich im Laufe der nächsten Stunde insgesamt drei storyrelevante Szenen verpasst. Mir war zwar jedes Mal klar, was ich verpasse – immerhin ist es eine Comicverfilmung mit entsprechender Tiefe xD – aber ärgerlich ist es natürlich schon. Die Liebste tat mir auch leid, weil die sich solche Sorgen um mich machte, dass sie den Film auch nicht wirklich genießen konnte. Und der war eigentlich wirklich gut. Ein paar Witze an der richtigen Stelle, coole Charaktere, super Musik. Alles was eine Comic-Verfilmung braucht, um als gutes Popcornkino durchzugehen.

Als mein Magen sich dann wieder einigermaßen beruhigt hatte, konnte ich dann noch den Schluss des Films genießen. Der Spaziergang zum Auto danach tat wirklich gut, aber ich war trotzdem froh, als wir dann gegen Mitternacht wieder zuhause waren, weil ich mich einfach ausgelaugt fühlte. Immer wieder erstaunlich, welche Unmengen an Energie und Kraft sowas kostet. Wirklich fit bin ich heute immer noch nicht, aber ich hoffe einfach, dass das im Laufe des Tages noch kommt. Gleich mal was essen und sehen, was mein Magen davon hält.