Montagsfrage #19 – Fehlertoleranz? [2215]

Viele Leute mögen ja keine Montage. Ich kann verstehen, dass es blöd ist, wenn das Wochenende so plötzlich und vollkommen unerwartet vorbei ist, doch wenn man sich wirklich und wiederholt darüber ärgert, wieder zur Arbeit zu müssen, sollte man sich vielleicht einen anderen Job suchen. Aber gut, das ist auch leichter gesagt, als getan und hier auch gar nicht das Thema. Den heutigen Montag mag ich vor allem, weil Urlaub vor der Tür steht. Noch zwei Tage und der Rest von heute, wuhu!
Und noch ein Grund, sich am Montag zu freuen, ist die Montagsfrage und Sophia möchte heute wissen:

Wie empfindlich reagiert Ihr auf Tipp-, Rechtschreib- oder Übersetzungsfehler in einem Buch?

Oh je … Ich bin selbst jemand, der zu Fehlern beim Tippen neigt und nicht einmal überfliegt, was er geschrieben hat, bevor er auf „Veröffentlichen“ klickt, daher sehe ich Flüchtigkeitsfehler nicht allzu kritisch. Viele fallen mir vielleicht auch gar nicht auf, das ist durchaus im Rahmen des Möglichen.

Wenn mir Fehler dann doch auffallen, bin ich schnell der Meinung „Das muss einem doch auffallen! Wer hat das denn korrekturgelesen?“ oder so. Ob ich mich deswegen als sehr empfindlich beschreiben würde, kann ich nicht sagen. Abgebrochen habe ich noch kein Buch wegen so etwas und spontan fällt mir auch nur ein Beispiel ein, wo mir die bescheidene Übersetzung ein wenig den Spaß geraubt hat: Die Talismane von Shannara von Terry Brooks, über das ich mich aber auch schon im Beitrag zur Montagsfrage bezüglich Übersetzungen ausgelassen habe. Dort war aber auch die Art der Übersetzung in meinen Augen ein Fehler, sie war bis auf einige Punkte nicht wirklich falsch.

Im Großen und Ganzen bringen mich Fehler in Büchern wohl eher kurz zum Stutzen. Sie unterbrechen den Lesefluss, wenn sie eben nihct so ausfallen, dass das Gehirn sie beim Lesen selbst korrigiert. Wie das Wort „nicht“ im letzten Satz oder manche Dopplungen von Wörtern.
Wenn mir also so ein Fehler auffällt, dann wundere ich mich vielleicht kurz darüber, habe ihn aber meist schnell wieder vergessen. Stolpert man beim Lesen allerdings immer und immer wieder über solche Fehler, dann trübt das den Lesespaß unter Umständen gewaltig. Ein konkretes Beispiel kann ich dafür jetzt nicht nennen, das kann aber auch daran liegen, dass ich Details zu Büchern immer sehr schnell vergesse.

Abschließend kann ich dann wohl behaupten, nicht wirklich empfindlich zu sein, was Fehler in Büchern anbelangt, solange die Geschichte dadurch nicht „unlesbar“ wird. Ich sehe das eher als Äquivalent eines Statisten in moderner Kleidung in einem Mittelalter-Film, einem Mikrofon im Bild in einer Serie oder einem Clipping-Fehler in einem Videospiel. Ein Makel, ja, aber keiner, der mir das gesamte Erlebnis vermiest.

Ein Gedanke zu „Montagsfrage #19 – Fehlertoleranz? [2215]

  1. Hey Chris,

    dann wünsche ich dir mal einen schönen Urlaub!!!
    Ich finde auch, dass es definitiv auf die Masse der Fehler ankommt. Um mir ein Buch, das ich mag, wirklich vermiesen zu können, müssen wirklich mehrere Fehler pro Seite auftauchen, ansonsten kann ich da gut drüber hinwegsehen (sofern der Rest passt).
    Ich müsste übrigens auch viel mehr meine eigenen Beiträge Korrektur lesen. Gerade bei längeren Rezensionen klicke ich auch öfter ganz unbedacht auf „veröffentlichen“ und nehme mir nicht die Zeit, nochmal in Ruhe alles durchzulesen. Auch wenn man beim eigenen Korrekturlesen viele Fehler nicht unbedingt findet, würde das doch zumindest grobe Schnitzer ausbügeln können. Naja, vielleicht ein Vorsatz für das nächste Jahr ;-)

    Liebe Grüße
    Sophia

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