Montagsfrage #18 – Buddyreads? [2214]

Nachdem es mir gestern schon nicht so super gut ging, habe ich heute so einen richtig klischeehaften Montag. Keine Lust auf gar nichts und erst recht nicht auf die Arbeit. Die habe ich aber dennoch erledigt und so kann ich mich jetzt der Montagsfrage widmen, die da lautet:

Wie steht Ihr zu Buddyreads?

Zeitgleich ein Buch mit anderen Lesen. Sich darüber austauschen, nicht erst, wenn man schon die letzte Seite gelesen hat, sondern quasi während man die Geschichte noch erlebt. Der klassische Buchclub oder Lesezirkel ist heutzutage natürlich auch online zu finden, doch es muss noch nicht einmal eine Gruppe Fremder sein, mit denen man sich über ein gemeinsames Hobby und eine bestimmte Geschichte austauscht. Es gibt ja auch Freunde, Verwandte…

Ich zum Beispiel habe mit meiner Frau zusammen Blade Runner gelesen. Abgesehen davon, dass wir beide nicht sonderlich begeistert waren, war es schön, abends zusammen im Bett zu liegen und zu lesen. Und sich dann, wenn man das Buch zuschlägt bzw. den ebook-Reader zur Seite legt, noch kurz über das Gelesene auszutauschen.
Es gibt noch einige andere Bücher, die wir beide gelesen haben, allerdings nicht mehr zeitgleich. Lesemotivation und -tempo sind bei uns einfach zu verschieden, vom Geschmack mal ganz zu schweigen.

Dennoch finde ich die Idee an sich eigentlich ganz gut. Derzeit erlebe ich so etwas ähnliches mit Elden Ring, dem Videospiel, das mich und einen unserer Freunde absolut fesselt. Vor zwei Jahren habe ich zeitgleich mit einem anderen Freund Assassin’s Creed nachgeholt und wir haben uns immer wieder ausgetauscht und zwischendurch auch dem anderen per Stream zugesehen oder kleine Videoclips verschickt.
Beim Lesen fände ich das auch sehr schön, doch muss ich dann wieder sagen, dass ich persönlich einfach zu schüchtern bin, glaube ich. Meine Freunde lesen andere Sachen (wenn überhaupt) und mit Fremden, selbst online … Da würde mir mein Lesetempo im Weg stehen und da ich nicht so viel lese, wie viele andere, würde ich mich auch immer irgendwie „dumm“ fühlen oder so und dadurch noch mehr gehemmt sein, als ich es sowieso schon bin, mit anderen zu interagieren. Ich weiß natürlich, dass es nicht so ist, aber das hindert ja meinen bekloppten Kopf nicht daran, die entsprechenden Gedanken und Gefühle auszupacken.

Grundsätzlich finde ich es also eine tolle Idee, mit anderen zu lesen, die viele tolle Möglichkeiten bietet. Austausch über das Gelesene. Anreiz mehr zu lesen. Vielleicht eine Erweiterung des Horizonts, indem man Bücher liest, die man sonst nicht gelesen hätte. Grundsätzlich macht es – ähnlich wie das Bloggen über gelesene Bücher – ein an sich eher „einsames“ Hobby interaktiver und gibt dem ganzen eine soziale Komponente.
Buddyreads oder Buddyreading ist also eine super Sache, nur leider nicht für mich.

Ein Gedanke zu „Montagsfrage #18 – Buddyreads? [2214]

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