Rückblick auf den Monat März 2022

Schon wieder hat mich das Monatsende sehr überraschend getroffen, als ich am 30. März morgens aus der Dusche kam und plötzlich dachte „Oh fuck, schon wieder ist ein Monat vorbei, du musst noch einen Monatsrückblick schreiben“ … Geht das nur mir so?
Ich versuche also mein bestes, mich an die letzten Wochen zu erinnern. Mal sehen, was mein Gehirn heute für besonders wichtig erachtet.

Autismus-Testung

Nach zwei Verschiebungen hatte ich im März nun endlich meinen letzten Termin zur Autismus-Testung. Jetzt heißt es also wieder warten. Einige Wochen wird es wohl dauern, dann gibt es noch ein abschließendes Gespräch, in dem mir die Diagnose mitgeteilt wird.
Vor diesem Gespräch habe ich jetzt schon ein wenig Angst, muss ich zugeben. Doch ich bin natürlich auch gespannt. Vor allem darauf, zu welcher Therapie mir geraten wird. Danach geht es dann daran, einen Therapieplatz zu finden und das auch durchzuziehen.

Vergesslichkeit und Antriebslosigkeit

Mittlerweile bin ich wieder von zwei Amitriptylin-Tabletten auf eine runtergegangen, wodurch ich zumindest nicht mehr ganz so neben der Spur bin. Trotzdem habe ich das Gefühl, seit einem Monat noch mehr Probleme damit zu haben, mich zu irgendetwas zu motivieren. Auf der Arbeit ist das besonders schlimm, doch auch in meiner Freizeit (also wenn ich wirklich Zeit für mich habe) will ich eigentlich nur noch Videospiele spielen oder meinem Kopfkino hinterherhängen. Zu den beiden Sachen schreibe ich aber gleich noch etwas.
Auch mein Gedächtnis und mein Zeitgefühl sind irgendwie dahin. Es fällt mir immer schwerer, mich an Sachen zu erinnern oder mir Dinge zu merken. Ich bin auch regelmäßig überrascht, wenn ich das Datum sehe, dass es schon so weit im Jahr ist. So habe ich im März zum Beispiel unseren siebten Jahrestag vergessen. Glücklicherweise hat die Liebste es auch verpeilt und wir beide sind da nicht so nachtragend. Dazu, was für ein Glück ich mit ihr habe, komme ich auch später noch.

Das Abnehmen klappt mal wieder überhaupt nicht. Da ich mich auch vorher schon nicht dazu aufraffen konnte, Sport zu treiben, versuche ich es auch weiterhin nicht. Um mein Gewicht von aktuell 85,6 kg zu senken, bin ich also – wie schon vor einigen Jahren – auf Bewegung und Ernährung im Alltag angewiesen.
Früher hatte ich oft gehört, dass Menschen meinten, 10.000 Schritte am Tag seien ein gutes Ziel, um fit zu bleiben. Dass das ganze auf eine Werbekampagne aus den 60ern zurückging, wusste ich nicht, doch ich dachte mir, ich könne es ja mal versuchen.
Gesagt, getan. Ich habe also einen Schrittzähler installiert, um erst einmal zu sehen, wo ich im normalen Alltag so liege, und habe nicht schlecht gestaunt. An einem Arbeitstag komme ich derzeit auf 11.000 bis 15.000 Schritte (8 bis 11 km oder so) und an freien Tagen auf 5.000 bis 6.000 Schritte. Daran mangelt es also nicht, denke ich.
Bleibt noch die Ernährung … Und das alte Problem mit der Disziplin. Etwas in mir sagt mir „Du bewegst dich mehr als genug, also kannst du auch ruhig zum Frühstück ein Nuss-Nougat-Croissant, eine Apfeltasche und eine Käsestange essen. Fünfmal pro Woche“, während ich eigentlich weiß: Ich hatte auch schon vorher so viel Bewegung und habe trotzdem zugenommen. Ich muss einfach weniger essen! Hach, das wird noch ein Spaß…

Noch etwas, wozu ich mich nicht motivieren kann: Lesen. Ich habe es schon mehrmal geschrieben, zuletzt erst bei der aktuellen Montagsfrage, aber ich kann mich einfach nicht hinsetzen und lesen. Ich weiß nicht, ob es an den Medikamenten liegt, an meiner allgemeinen Lustlosigkeit oder an etwas ganz anderem, aber irgendwie nervt es. Mal sehen, ob ich im April wenigstens ein Buch beenden kann.

Fantasy-Welten!

Leute, ich bin so begeistert! Das liegt auch nicht nur daran, dass ich mich zu kaum etwas anderem motivieren kann und ganz sicher nicht daran, dass ich zu wenig Spiele hätte, sondern daran, dass Elden Ring einfach so verdammt gut ist. 2016 habe ich schon den quasi-Vorgägner Dark Souls III gefeiert, aber dort habe ich in sechs Jahren gerade einmal 53 Stunden gespielt. Elden Ring spiele ich seit dem 26. Februar und bin bei der gleichen Spielzeit.
Die Welt ist so riesig, es gibt überall etwas zu entdecken und auch wenn es natürlich den Ruf hat, schwer zu sein (diesen Ruf haben alle „Soulslike“-Spiele), komme ich sehr gut voran. Ich bin trotzdem noch lange nicht am Ende. Die Liebste kann mein Gelaber über das Spiel vermutlich schon nicht mehr hören, doch ich hatte wirklich schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Spiel.
Aus genau diesem Grund habe ich auch im März kein anderes Spiel gespielt und somit auch kein weiteres Spiel beendet. Aber da werden in diesem Jahr sicher noch welche kommen. Tatsächlich überlege ich gerade, ob ich nicht nochmal etwas Geld in ein Game Pass Abo (quasi so etwas wie das Netflix der Xbox-Spiele, für Nicht-Gamer xD) investieren soll, da sich dort einige Titel von meiner Wunschliste tummeln. Na, mal sehen. Aktuell bin ich komplett ausgelastet, was dieses Hobby anbelangt.

In dieser Woche kam auch endlich mal das zweite Paket mit Inhalten zu Tainted Grail an. Das kooperative Brettspiel im düsteren Camelot-Setting hatte ich bereits 2018 bei Kickstarter unterstützt und jetzt ist endlich alles da. Demnächst wollen die Liebste, eine Freundin und ich auch unser erstes Abenteuer bestreiten. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon auf lustige und spannende Abende mit den beiden.

Die allerliebste Liebste

In den vergangenen Wochen habe ich wieder sehr viel Kopfkino. Von der Liebsten, von anderen Frauen, von anderen Männern … Das alles, noch viel mehr in diese Richtung und alles, das mir sonst noch so durch den Kopf geht, kann ich der Liebsten anvertrauen.
Andere Frauen würden das nicht hören wollen oder mich in einigen Fällen für gestört halten oder so. Viele würden glauben, ich würde sie nicht genug begehren, wenn sie manche meiner Fantasien hören würden.

Mit der Liebsten allerdings habe ich wahnsinniges Glück. Sie versteht vielleicht nicht bei allem, wieso es mich so geil macht, aber sie akzeptiert es und spürt auch die Macht, die sie damit über mich hat, eben weil sie mich so geil macht, nicht nur, wenn sie mich entsprechend behandelt. Das ist für mich eine extreme Erleichterung und in den vergangenen Jahren einfach nur schön.
Doch nicht nur als ihre Schlampe habe ich Glück mit ihr. Als Freund, als Ehemann und als Vater bin ich froh, sie an meiner Seite zu haben. Sie ist für mich da, kümmert sich um so vieles und ergänzt mich einfach so gut. Ich weiß bis heute nicht, ob ich sie wirklich verdient habe, doch ich bin glücklich, sie zu haben.

Und im April?

Ich kann nicht behaupten, wirkliche Pläne für den kommenden Monat zu haben. Hoffnung habe ich, dass sich die Ärztin aus der Klinik meldet, um einen Termin zum Abschlussgespräch zu vereinbaren. Oder dass das Wetter am Geburtstag der Liebsten richtig gut ist, da wir dann wieder Eis essen gehen wollen. Und dass mir die Kleine während der Ferien, wenn auch die Betreuung ausfällt, nicht den letzten Nerv rauben wird.
Ansonsten werde ich alles wieder so nehmen, wie es eben kommt und auch in den nächsten Wochen vermutlich sehr viel Elden Ring zocken. Und in den nächsten Tagen wird mir vermutlich mindestens eine Sache einfallen, die ich unbedingt in diesem Eintrag erwähnt haben wollte. Naja, ist dann eben so. Vielleicht kann sie noch im Wochenrückblick unterbringen. Das erfahrt ihr dann am Sonntag.
Bis dahin macht es gut und lasst es euch gutgehen!

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