[2212] Etwas hiervon, etwas davon

Ohne große Wort: Sonntag, Zeit für einen kurzen Rückblick auf die vergangene Woche. Schauen wir mal, was in den letzten Tagen so los war, oder viel mehr, woran ich mich noch erinnern kann.

Am Ende der Testung

In dieser Woche hatte ich nun endlich den abschließenden Termin meiner Autismus-Testung. Nachdem er zweimal verschoben worden war, rief mich die Klinik am Montag schon wieder an, weil meine Ärztin nun krank ist. Ich hatte allerdings keine Lust auf eine weitere Verschiebung um vermutlich mindestens zwei Wochen, also habe ich mich mit ihrem Kollegen allein getroffen.
Der Termin dauerte etwa eine Stunde und lief mehr so ab, wie ich es mir von Anfang an vorgestellt hatte. Puzzle, Bildergeschichten, die ich beschreiben sollte, und zwischendrin eben einige Fragen. Das Ganze wurde auf Video aufgezeichnet.
Was nervig war: Niemand wollte den Test sehen, den ich extra für diesen Termin habe machen lassen. Und kurz bevor ich mich auf den Weg machen wollte, ist mir mal der Gedanke gekommen, im neuen Handy nach den Impfbescheinigungen zu schauen, die natürlich nicht da waren. Ich bin also vorher noch schnell nach Hause und habe den Kram neu eingescannt. Das war etwas stressig, muss ich sagen, weil es eben nicht geplant war.

Sobald die Ärzte zu einem Ergebnis gekommen sind, gibt es noch ein Abschlussgespräch und ich erhalte den entsprechenden Bericht. Bis dahin wird es aber wohl noch ein paar Wochen dauern, also heißt es jetzt wieder warten.
So oder so bin ich froh, dass es nochmal voranging und das Ende jetzt in Sicht ist. Sobald ich die Diagnose habe, werde ich dann schauen, wie es weitergehen soll. Welche Probleme liegen jetzt eigentlich vor? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Bei der Klärung dieser Fragen kann mir aber hoffentlich auch die Klinik helfen.

Die kleinen blauen Pillen

Nein, nicht diese Pillen … Ich glaube, mit denen würde ich keinen Unterschied merken. Das Amitriptylin, das ich mittlerweile seit über einem Monat nehme, ist auch blau.
Gegen meine Kopfschmerzen hilft es immer noch sehr gut, doch ich habe zu Beginn der Woche nun doch die Dosis wieder halbiert. Morgens war ich einfach viel zu müde und neben der Spur, um so noch länger weiterzumachen. Mit nur einer Tablette pro Tag komme ich jetzt viel besser zurecht, auch wenn ich glaube, dass ich seitdem wieder öfter mal ganz leichte Schmerzen spüre. Aber das ist ein guter Kompromiss, wie ich finde.

Anfang Mai habe ich nochmal einen Termin bei der Neurologin und ein bisschen habe ich Angst davor. Ich sollte ein Schmerztagebuch führen und habe es einfach nicht geschafft. Es ist schwachsinnig, gerade weil es mir ja jetzt so viel besser geht, doch ich fühle mich jetzt schon mies beim Gedanken daran, ihr zu sagen, dass ich nicht getan habe, was ich sollte.

Die magischen 10.000 Schritte

Abgesehen von Tabletten und einem Schmerztagebuch hatte mir die Ärztin aber noch zwei Dinge empfohlen (na, eigentlich drei, aber die traditionelle chinesische Heilkunst klammern wir jetzt mal aus): Entspannung und Bewegung an der frischen Luft.
Letzteres ist an sich auch mein Mittel der Wahl, gemeinsam mit der Ernährung, wenn ich abnehmen möchte. Und wie der Zufall es so will, möchte ich das seit zwei Jahren. Für Sport bringe ich keine Disziplin auf, also war der Plan, mehr spazieren zu gehen. Ich habe vor allem früher oft von diesen ominösen 10.000 Schritten als Tagesziel gehört und dachte mir, vielleicht könnte ich darauf ja hinarbeiten. Also wurde ein Schrittzähler auf dem neuen Handy installiert und los ging es.

Es hat sich herausgestellt, dass ich an einem normalen Arbeitstag so auf 12.000 bis 14.000 Schritte komme. Nun…
Ich werde trotzdem versuchen, mich noch ein bisschen mehr zu bewegen und vielleicht endlich nochmal weniger zu essen. Wenn wir uns zum Beispiel mit anderen auf dem Spielplatz treffen, fährt die Liebste mit der Kleinen vor und ich komme zu Fuß hinterher. Das gibt mir auch ein bisschen Zeit für mich, was sehr angenehm ist.

Immer noch geil

Zwei Wochen nachdem ich zuletzt unerlaubt ausgelaufen war, durfte ich in dieser Woche nicht einfach nur abspritzen, sondern sogar mit der Liebsten schlafen. Es war wunderschön und wirklich sehr geil, doch hat es meine innere Schlampe anscheinen kein bisschen beruhigt.
Ich bin immer noch durchgehend geil und habe immer extremer werdendes Kopfkino. Demütigung, Bloßstellung … Gott, ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich in den letzten Tagen wieder kurz vorm Höhepunkt war. Und dabei habe ich immer lachende Frauen oder Unmengen an Sperma im Kopf…

Und heute…

Heute ist Wahlsonntag. Die Liebste und ich haben per Briefwahl gewählt, eine Methode, die meiner Meinung nach während einer Pandemie verpflichtend sein sollte.
Aber jede Menge Leute wählen im Wahlbüro und da ich beim letzten Mal abgelehnt hatte, muss ich heute dort meinen Tag verbringen, um als Schriftführer bei unserem Beliebtheitswettbewerb zu fungieren. Ist ja halb so schlimm. Um halb acht gehts los und gegen 20 Uhr sind wir bestimmt schon fertig. Hach, ich könnte kotzen…

Ihr habt heute hoffentlich einen schöneren (und selbstbestimmten) Sonntag, so wie die Liebste und die Kleine, die sich heute mit Freundinnen in einem Tierpark treffen. Und morgen haben wir dann hoffentlich alle einen guten Start in die neue Woche. Lasst es euch gutgehen!

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