[2207] Tagesklinik, Teil drei

Meine Krankschreibung endete am Freitag und morgen beginnt ein kurzer Urlaub. Kann man mal machen. In dieser Woche habe ich aber nicht nur in der Tagesklinik gehockt, tatsächlich sogar viel weniger, als ich erwartet hatte.

Kopfschmerzen

Schon in der letzten Woche war ich ja bei der Neurologin und die hatte mir empfohlen, mal festzuhalten, wann ich Kopfschmerzen habe, wie stark sie sind und welche Medikamente ich nehme. Damit habe ich am Montag angefangen und als ob mein Kopf mir da auch gut was zu notieren geben wollte, hatte ich schon gleich nach dem Aufstehen Schmerzen ohne Ende.
Die 40 km im Auto bis zur Klinik waren ziemlich anstrengend und dort dann zu sitzen eine Qual. Sicher hätte ich mich auch abmelden und zu Hause bleiben können, doch ich wollte ja unbedingt mit der Ärztin sprechen, um zu erfahren, wie denn der Zeitplan für den zweiten Teil der Testung aussehen würde.
Ich war also dort und habe mich wirklich furchtbar elend gefühlt. Das hat man mir natürlich auch angesehen und da sowieso noch nicht geklärt war, wie bzw. wo genau der Teil der Testung, der aufgezeichnet wird, durchgeführt wird, hat die Ärztin folgendes vorgeschlagen: Sie hat mich am Montag entlassen und wir haben einen Termin im März vereinbart. Bis dahin hat sie die nötige Ausrüstung hoffentlich vor Ort und wir müssen für die paar Stunden nicht ins Haupthaus, das noch eine ganze Ecke weiter entfernt ist.

Durchblick und so

Seit Montagmittag war ich dann also zu Hause, wo meine Kopfschmerzen (zumindest meistens) deutlich schwächer sind. Am Dienstag konnte ich spontan zum Augenarzt, um mich dort nochmal durchchecken zu lassen. Kein grüner Star, auch sonst keine Erklärung für meine Kopfschmerzen (nicht dass ich damit gerechnet hätte…), aber eine Verschreibung für eine neue Brille.
Eine neue Brille stand sowieso für dieses Jahr auf meiner Liste, da die alte schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte und ich immer öfter das Gefühl hatte, nicht mehr so gut sehen zu können. Am Mittwoch war ich also beim Optiker und am Freitag konnte ich die neue Brille und die alte Sonnenbrille mit neuen Gläsern abholen.
Ich bin immer noch dabei, mich an die neue Brille zu gewöhnen, doch was das Sehen anbelangt ist es wirklich eine große Verbesserung.

Besuche, bzw. nicht

Am Donnerstag hatte mein Vater Geburtstag. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ihn am Nachmittag mit der Kleinen zu besuchen, um ihm eine Freude zu machen. Leider war er mal wieder alles andere als fit und dasselbe galt auch für seine Frau.
Wir haben also abgemacht, in der kommenden Woche nochmal zu telefonieren und uns dann bei Gelegenheit zu treffen.

Gestern Morgen haben wir uns schon auf etwas kinderfreie Zeit gefreut, doch meine Mutter ist etwas krank, also haben wir die Kleine lieber zu Hause behalten und selbst gespart haben.

Ähnlich sieht es auch mit dem regelmäßigen Besuch unseres Kumpels aus, der gestern auch ausfallen musste. Er hatte wohl auf der Arbeit ein paar Kontakte, meinte seine Corona-WarnApp, weshalb er dann doch lieber auf Nummer sicher gehen wollte.
Sehr schade, aber wir haben den Besuch dann einfach auf den nächsten Freitag verlegt. Gestern habe ich dann – weil die Liebste zu müde war – gleich zwei Videospiele beendet und die Demo zu Cyberpunk 2077 ausprobiert. So sehr ich den Soundtrack und die Möglichkeit, eine gut gebaute Frau mit „großem“ Penis spielen zu können mag, werde ich doch noch warten, bis ich mir das Spiel zulege.

Stress und schlechte Laune

Davon gab es in dieser Woche mehr als mir lieb war, wenn ich ehrlich sein soll. Sowohl die Liebste als auch ich waren fast täglich schlecht gelaunt. Die Nerven liegen einfach blank und ein Kleinkind, das a) nicht hört und b) bei gefühlt jedem Satz, den man an es richtet, anfängt zu weinen, macht das alles nicht gerade leichter. Besonders schlimm dabei ist, dass wir beide den jeweils anderen unsere schlechte Laune spüren lassen.
Dann sucht man auch schon mal etwas, worüber man sich ärgern kann oder fragt sich eben, ob man selbst vielleicht der Grund für die schlechte Laune ist. Das nervt mich. Weil ich eben selbst Teil des Problems bin und es mir schwerfällt, das anzusprechen. Umso mehr, wenn ich das Gefühl habe, es eh nur schlimmer zu machen.

Aber es war nicht durchgehend so, keine Sorge. Ich hatte meine Momente, in denen ich einfach nur gut gelaunt war oder mich auf oder über etwas gefreut habe und auch die Liebste hat in dieser Woche etwas Zerstreuung gefunden. Ich würde mir nur wünschen, es wäre mehr. Oder nicht so schwierig.
Ist es an sich ja auch nicht, doch aktuell sind wir einfach beide gestresst und das Abschalten fällt schwer. Heute wäre doch ein guter Tag dafür, oder? Ein schöner, entspannter Sonntag, was würde mir gefallen. Ein Tag, an dem die Kleine mir mal nicht wehtut. An dem sie vielleicht mal weniger als zehn Wein- oder Schreianfälle bekommt, weil Mama und Papa so schreckliche Dinge von ihr verlangen wie Zähneputzen, Windelwechseln, sich zum Essen an den Tisch zu setzen oder fünf Sekunden zu warten, bevor sie bekommt, was sie will. Ja, ich weiß, wir sind Monster.
Ein Tag, an dem wir einfach alle zusammen spielen und lachen können … das wäre schön.

Euch wünsche ich auf jeden Fall einen erholsamen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche. Lasst es euch gutgehen!

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