Rückblick auf den Monat Januar 2022

Für viele Verfechter und Anhänger von Neujahrsvorsätzen ist der erste Monat im neuen Jahr immer besonders wichtig. Konnte ich meine Vorsätze einhalten? Wie nah bin ich der Erreichung meiner Ziele schon gekommen? Wieso habe ich immer noch nicht 15 kg abgenommen, obwohl ich doch schon sechsmal im Fitnessstudio war?
Solche und ähnliche Fragen will ich in diesem Jahr vermeiden. Nicht nur, weil ich von den Antworten enttäuscht wäre, sondern weil sie nicht wichtig sind.

Ich habe kaum gelesen, an ein paar Tagen einigermaßen viel gezockt und mich ansonsten eher durch die letzten Wochen geschleppt. Damit ist mein Januar eigentlich schon recht gut zusammengefasst. Lust auf ein paar Details? Alles klar.

Alles andere als fit

In diesem Jahr will ich tun, was ich kann, um meine psychische Gesundheit etwas zu verbessern. Als Erstes steht jetzt die Autismus-Diagnostik an und danach möchte ich auch meine Depressionen und andere Dinge angehen. Zunächst ist es mir aber einfach wichtig, mir einen Überblick und Klarheit zu verschaffen.

Doch nicht nur das macht mir zu schaffen. In meinem Wochenrückblick habe ich ja schon erwähnt, dass meine Kopfschmerzen mir wieder mehr zusetzen und ich pünktlich zum Wochenende mal wieder etwas krank wurde.
Da müssen also noch weitere Arztbesuche geplant werden. Ich will nicht versuchen, alles gleichzeitig anzugehen, da ich sicher bin, das nicht zu schaffen. Doch ich will zusehen, nichts zu vergessen und so mies wie es mir in letzter Zeit ging, wird mein Körper mich daran sicher erinnern.

Ich bin wirklich froh, dass ich im letzten Jahr die Entscheidung getroffen habe, endlich nochmal zu einer Psychologin zu gehen und bin jetzt schon neugierig darauf, was die nächsten Wochen bringen werden. Ich bin nervös und habe auch ein wenig Angst, aber ich bin auch neugierig.

Videospiele – Spielen und machen

Nachdem ich in den letzten Monaten des vergangenen Jahres fokussierter gespielt habe und mich selbst daran erinnert habe, dass ich Spiele auch in relativ kurzer Zeit durchspielen kann, habe ich beschlossen, mich 2022 mehr auf Indie Games zu konzentrieren. Titel von kleineren, unabhängigen Entwicklern, jenseits der großen Reihen, die doch immer wieder ähnliches bieten.
In der Vergangenheit haben mir Spiele wie Gone Home, What remains of Edith Finch oder The Gardens Between tolle, emotionale Storys präsentiert und Titel wie CrossCode, Death’s Door oder The Messenger haben mit ihrer Mischung aus klasse Gameplay, cooler Action und tollem Humor echt einen großartigen Eindruck hinterlassen.
In diesem Jahr will ich mehr davon und habe auch schon ein paar Titel auf dem Schirm (und meiner Wunschliste), die ich gerne spielen würde.

Doch zu Beginn des Jahres habe ich mir auch noch mehr vorgenommen bezüglich Indie Games: Lernen wie man sie macht. Das klingt spontan vielleicht wie der sehr ambitionierte Plan, Spiele zu entwickeln und davon leben zu können. Das ist definitiv nicht der Plan!
Mein Ziel ist es einfach, etwas zu lernen. Neue Fähigkeiten sind nie verkehrt, also wieso nicht etwas wählen, das in direkter Verbindung zu meinem liebsten Hobby steht? Sollte ich da irgendwann einmal etwas fertigstellen, werde ich es sicher auch veröffentlichen, aber vermutlich eben kostenlos und online.

Fertigstellen ist auch ein gutes Stichwort. Im Januar habe ich mit einem Video-Tutorial zur Godot Engine angefangen und die erste Videoreihe noch nicht abgeschlossen. Wenn ich denn mal Zeit und Ruhe habe, ist es mit meiner Konzentration nicht mehr so weit her, also zieht sich das. Deshalb will ich mich aber auch nicht verrückt machen. Wie schon mehrmals erwähnt, habe ich derzeit andere Sorgen und vor allem auch Prioritäten. Aber ich werde dran bleiben.
Was ich allerdings abgeschlossen habe, waren immerhin vier Spiele: Halo 3, INSIDE, Halo 3: ODST und Hydrophobia. Nebenher habe ich aber auch noch zehn bis zwanzig Stunden in andere Spiele gesteckt, sonst wären es vielleicht fünf Titel gewesen. Da fand ich es dann auch okay, im Januar ein Spiel zu kaufen, mit dem sich die Liebste jetzt herumärgert.

Nichts Neues

Vier Videospiele abgeschlossen und ein neues Hobby angefangen und trotzdem nichts Neues? Wer mich kennt, weiß, was kommt: Im Januar habe ich nicht ein einziges Buch gelesen. Seit Dezember lese ich nun an Der Ausgestoßene von Shannara, doch ich bin bei den letzten fünf Kapiteln angelangt. Hurra!
Ich habe mich auch nicht mehr bewegt oder so, weshalb ich heute immer noch 85,3 kg wiege. Ganz toll!

Und ich habe mal wieder viel meiner erwähnten mangelnden Konzentration meiner inneren Schlampe zu verdanken, die im Januar wieder einmal alle Regler auf 11 gedreht hat.
Ich durfte Mitte Januar einmal abspritzen und spätestens seit dann war mein Bedürfnis nach Erniedrigung wieder so groß, dass ich ständig Kopfkino hatte. Nachts habe ich von der Liebsten und ihren Kolleginnen oder auch anderen Männern geträumt und tagsüber habe ich mich immer wieder bis kurz vor den Höhepunkt gebracht. Aber das ist ja, wie die Überschrift schon sagt, nichts Neues.
Gestern hat sie mir dann Erleichterung verschafft und danach war ich wirklich kurz wackelig auf den Beinen. Hui…

Und sonst so?

An und für sich war der Januar nicht besser oder schlechter, als andere Monate in letzter Zeit. Die Liebste und ich sind froh, dass die Kleine jetzt geimpft ist, aber ansonsten gab es nichts Besonderes. Die nächsten Wochen werden hingegen spannend, doch ich freue mich auch jetzt schon, wenn sie vorbei sind. Dann habe ich hoffentlich Klarheit und auf jeden Fall nicht mehr täglich die insgesamt 60 bis 70 km zu fahren.

Wie es mir in der Tagesklinik ergeht, erzähle ich wohl im Wochenrückblick am Sonntag, doch ansonsten wünsche ich uns allen einen schönen Februar und nur schöne Sachen, die in einem Monat hier erzählt werden können. Lasst es euch gut gehen!

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