[2203] Müde

Ich schätze, ich mache das mit diesen Wochenenden irgendwie falsch. Eigentlich ist unsere Gesellschaft ja darauf ausgelegt, dass die zwei freien Tage gerade so ausreichen, um genug Energie für die nächste Woche zu sammeln.
Für mich sind Freitag- und Samstagabend die zwei Gelegenheiten, um all das zu tun, was unter der Woche nicht geht, was mir den Sonntag lässt, um mich zu erholen. Dass ich jetzt gerade so unendlich müde bin, zeigt mir, dass da irgendwas nicht stimmt. Aber gut, das ist ein Thema für einen Blogpost über Arbeitszeitmodelle und so, den ich nie schreiben werde. Hier wollen wir jetzt mal schauen, was den in dieser Woche los war.

Positive Erfahrungen mit dem Kundenservice

Ja, auch die gibt es mal. Letzte Woche hatte ich ja Vodafone kontaktiert, weil Internet und Telefon ständig ausfielen. Am Samstag, zwei Tage später, kam schon ein neuer Router an, vorbildlich.
Leider hat es nicht lange gedauert, bis es wieder zu Störungen kam. Also habe ich am Montag nochmal angerufen und Dienstag kam ein Techniker vorbei. Der gute Mann hat das Gerät kurz vom Strom getrennt und damit das Problem gelöst. Ja, ich weiß, was ihr denkt, doch ich bin sehr sicher, dass ich das auch getan hatte.

Nach der Installation des neuen Routers mussten natürlich auch alle Geräte wieder mit dem neuen WLAN verbunden werden. Und da merkt man erst nochmal, wie viele das doch eigentlich sind. Zwei Telefone, zwei Laptops, ein Tablet, ein Radio, ein Saugroboter … und dann noch die Wetterstation unseres Badezimmerspiegels.
Das hat sich als Problem erwiesen, denn statt SCAN zeigte das Ding immer nur JOIN an. So war keine Verbindung über die (wirklich bescheidene) Smartphone-App möglich. Ich ließ ihn also mal einen Tag und danach zwei vom Strom, doch es änderte sich nichts.

Eine Suche im Internet ergab leider auch nichts. Auf einer Seite wurde dieses Problem von mehreren Leuten beschrieben, doch eine Lösung gab es nirgends. Deshalb war ich positiv überrascht, als der polnische Kundenservice nach nur einem Tag auf meine Mail geantwortet hat und ein Video mitgeschickt hat, in dem beschrieben wird, wie man den Spiegel resettet. Fünf Minuten später lief das Ding wieder.
Es ist einfach sehr angenehm, wenn die Wetterstation läuft und man dadurch nachts gerade genug Licht im Badezimmer hat.

Lernen mit Godot

Am vergangenen Sonntag habe ich angefangen, ein Videotutorial zur Godot Engine zu schauen, um so ein bisschen etwas über Spieleentwicklung zu lernen. Wie bereits angekündigt, mache ich das abends, wenn die Liebste die Kleine ins Bett bringt und hier Ruhe herrscht.
Das passt an sich ganz gut, bedeutet aber auch, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon seit 14 Stunden auf den Beinen bin, weshalb es mir nicht so leicht fällt, mich zu konzentrieren bzw. über längere Zeit Konzentration aufzubringen. 30 bis 45 Minuten waren aber bis jetzt immer drin und ich bin gespannt, wie lange ich am Ball bleibe.

Das Tutorial (von GDQuest, falls es jemanden interessiert) ist jedenfalls gar nicht schlecht bisher. Ich habe mir aber auch schon eine ganze Reihe anderer Videos gespeichert. Grafik- und Animationstutorials, erweiterte Anleitungen zu Godot und auch ein Harvard-Kurs, der wohl gut sein soll, um das richtige Denken (sprich: Denken wie ein Programmierer) zu lernen.
An Lernmaterial wird es mir also vorerst nicht mangeln.

Ablenkung, Marke hausgemacht

Meine Konzentration beim Lernen ist generell nicht die beste, doch wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, dass ich auch gut darin bin, mich selbst abzulenken. Nochmal um ein Vielfaches einfacher wird das, wenn ich gerade wieder in einer Phase stecke, in der ich über alle Maße geil bin.
Durch meinen Kopf (und auch den Speicher meines Telefons) geistern in letzter Zeit unzählige Bilder, die mein Kopfkino mit Fokus auf Erniedrigung anheizen. Dabei müssen diese Bilder nicht einmal besonders explizit sein. Schöne Frauen und ein paar Zeilen Text reichen dafür schon aus (ja, es ist wirklich verdammt leicht, mich geil zu machen; schon die letzten Zeilen zu schreiben, hat mir wieder einen Ständer beschert).

Das lenkt mich dann zwar ab, sorgt aber nur dafür, dass Dinge länger dauern. Dass ich sie trotzdem zu Ende bringe, auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder pausiere, um mich bis kurz vor den Höhepunkt zu bringen (hätte ich nur bei allem eine Disziplin wie beim Nicht-Abspritzen), finde ich gut.
Ich hoffe, das bleibt so, denn Dinge zu Ende bringen ist auch nicht unbedingt meine Stärke.

Apropos Ende

Drei Wochen im neuen Jahr und ich habe immer noch kein Buch fertig gelesen. Der Ausgestoßene von Shannara zieht sich immer noch und auch wenn ich mir überlegt hatte, nochmal zwei Bücher (einmal fiction, einmal non-fiction) parallel zu lesen, will ich da nicht mit diesem Buch anfangen, an dem ich sowieso schon so lange hänge.

Dafür habe ich, nachdem ich letzte Woche Halo 3 beendet hatte, am Freitagabend auch Halo 3: ODST zu Ende gespielt. Spielerisch war es nicht unbedingt der beste Teil der Reihe, doch die Erzählweise hat mir mal wieder gut gefallen.
Der Rookie eines Einsatzteams hat die große Action quasi verpasst und ist auf der Suche nach seinen Kameraden. Immer wenn er einen Hinweis findet, wechselt die Perspektive und man spielt die Ereignisse, die dazu geführt haben, dass besagter Hinweis dort landete. Das Storytelling-Rad wurde hier nicht neu erfunden, doch in einem Shooter ist so etwas immer eine willkommene Abwechslung für mich.

Arbeit, Stress und mal wieder Corona

Wenn man das da oben so liest, könnte man fast meinen, ich hätte Urlaub, oder? Aber nein, ich war ganz normal arbeiten und hatte in dieser Woche sogar fast durchgehend etwas zu tun und wusste, als es auf das Wochenende zu ging, schon nicht, ob ich alles erledigt kriege. War auch mal ganz angenehm.

Die Arbeit an sich war okay in dieser Woche, doch unter den Kolleginnen gab es gleich zwei neue Coronafälle. Ich bin weiterhin negativ getestet und fühle mich nicht kränker, als sonst auch, aber in den letzten Monaten fange ich dann doch an, eine psychische Belastung zu spüren, die wohl (unter anderem) auf diese Pandemie zurückzuführen ist.
Der Liebsten geht es natürlich nicht besser, besonders wo am Mittwoch der zweite Impftermin unserer Kleinen ansteht. Wir wollen einfach nicht, dass da noch irgendetwas dazwischenkommt.

Heute steht jedenfalls nichts mehr an und ich hoffe einfach, ein bisschen Energie tanken zu können. Ihr habt hoffentlich einen erholsamen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche. Bis dann!

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