Unheil über der Stadt

Kennt ihr das, wenn ihr erfahrt, dass ein Film, den ihr echt gut findet, eigentlich auf einem Roman oder einer Kurzgeschichte basiert? Als jemand, der zwar gerne liest, sich aber nicht so in der Welt der Literatur auskennt, ging mir das schon oft so. Vermutlich auch weil ich mich an vieles aus Filmen erinnern kann, aber eben nicht an die „Based on the Novel…“-Einblendung.

Nun ja, einer dieser Filme war eben Phantoms aus dem Jahre 1998. Dieser Horror-Thriller mit Ben Affleck, den ich tatsächlich echt gut fand. Das Drehbuch zum Film stammt von Dean Koontz, der auch die Romanvorlage Phantoms, bzw. im Deutschen Unheil über der Stadt, geschrieben hatte.
Und nachdem James Scott Bell sich in seinen Schreibratgebern immer mal wieder auf Werke von Koontz bezogen hat, dachte ich mir, das Buch sollte ich wohl doch mal lesen, nachdem ich es mir schon vor Jahren besorgt hatte.

Snowfield, Kalifornien. Einwohner: 2

Snowfield ist eine kleine Stadt in den Bergen. Ein paar hundert Einwohner, die außerhalb der Saison meist unter sich bleiben. Hier lebt und arbeitet Dr. Jennifer Paige, die ihr kleines Heim nun auch mit ihrer jüngeren Schwester Lisa teilen will, nachdem beide Elternteile verstorben sind.
Die ruhige Stadt ist allerdings zu ruhig, wie sie bald feststellen. Die meisten Einwohner sind spurlos verschwunden und die, die noch zu finden sind, sind tot und teilweise ganz sicher gewaltsam gestorben.

In der Nachbarstadt Santa Mira hat Sheriff Bryce Hammond gerade einen Mörder eingebuchtet, als Jenny Paige es endlich schafft, einen Notruf abzusetzen. Mit seinen besten Männern macht er sich auf den Weg in die kleine Stadt und muss schnell erkennen, dass noch mehr Unterstützung gebraucht wird.
Ganz abgesehen davon gibt es auch Hinweise auf eine Person, die vielleicht etwas damit zu tun haben könnte, was in Snowfield vor sich geht: Der Name Timothy Flyte taucht zusammen mit einem weiteren Hinweis auf und muss schnell entschlüsselt werden.

Wenn man den Film mag …

… wird man vom Buch nicht enttäuscht sein. Ich kannte die Story, die Charaktere (abgesehen von denen aus der Nebenhandlung) und wusste auch, was in Snowfield los ist und wie es gelöst wird. Trotzdem war das Buch von vorne bis hinten spannend. Koontz schreibt wirklich gut und es war schon eine ganze Weile her, dass ich beim Lesen im Dunkeln so ein bisschen Angst hatte.
Die Beschreibungen sind dabei nicht unbedingt sehr detailliert, wenn es um die Gewalt geht, doch wie die beklemmenden Situationen und die Gefühle der Charaktere beschrieben werden, hat mir wirklich gut gefallen.

Unheil über der Stadt war sicher nicht das letzte Buch von Dean Koontz, das ich gelesen habe, soviel steht fest. Horror-Fans oder Fans des Films (ich kann ja wohl nicht der einzige sein) kann ich das Buch auch nur empfehlen. Besonders die Idee hat mir sehr gut gefallen, der „alte Feind“ als Gegenspieler war wirklich gut und hat auch eine ganz gute Hintergrund- bzw. Herkunftsgeschichte bekommen.
Bevor ich nun aber noch ein Buch von Koontz lese, habe ich schon wieder einen Abstecher in die klassische Fantasy-Ecke gestartet und hoffe, da noch in diesem Jahr die nächste Rezension schreiben zu können. Derzeit lese ich einfach verflucht langsam.

Unheil über der Stadt // Dean R. Koontz // 1986

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