[2147] Was Ruhe doch bewirken kann

Wochen, in denen ich keine fünf Tage im Büro zubringe, bringen mein Zeitgefühl immer vollkommen durcheinander. Dies hier ist so eine Woche und so habe ich mal wieder die Gelegenheiten verpeilt, zu denen ich für gewöhnlich mit meinem Wochenrückblick anfange.
Aber hey, solange der Post heute online geht, ist alles in bester Ordnung.

Kinderbetreuung

Gleich am Montag war der erste Tag, an dem ich nicht auf der Arbeit war. Ich habe noch einen Tag mit der Kleinen zu Hause verbracht, weil wir eh keine Betreuung für sie gehabt hätten. Nachdem das Gesundheitsamt die Tests der Familie des Tagesvaters verloren hatte, wussten wir auch noch nicht, wann er wieder betreuen kann.
Ich blieb also am Montag zu Hause und die Liebste dann ab Dienstag. Es ist total gestört und sollte eigentlich nicht so sein, aber ab Dienstag bin ich dann ins Büro, um dort – ohne ein bedürftiges Kleinkind – meine Erkältung auszukurieren. Ich hasse es.

Bis zum Wochenende ging es mir langsam besser, doch was wirklich geholfen hat, waren die Nächte, in denen ich durchschlafen konnte. Die Kleine ist seit Donnerstag bei Oma und Opa und hier ist Ruhe eingekehrt. Nun ist die Liebste leider angeschlagen, aber solange zumindest einer von uns noch funktioniert, ist noch nicht alles verloren.

Der Tagesvater und seine Familie haben neue PCR-Tests gemacht und beide Töchter sind positiv. Zwei Tage nach dieser Meldung und auf Rückfrage hat das Jugendamt sich dann um eine Vertretung gekümmert. Ab Montag kann die Kleine also wieder zur Betreuung, aber wie lange das laufen wird oder ob überhaupt noch andere Kinder kommen, ist noch unklar.
Dass sich Ämter immer erst um Lösungsansätze bemühen, wenn ganz sicher ist, dass das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen ist, sondern auch garantiert nicht mehr rauskommt, ist irgendwie ein schönes Sinnbild für die gesamte (Corona-)Politik unseres schönen Landes, oder?

Am Freitag war ich dann nach langer Zeit nochmal im Home Office, was wohl auch dazu beigetragen hat, dass ich mir spätestens seit Donnerstag nicht mehr so ganz sicher war, welcher Tag denn nun wirklich ist. Der Schlaf und die Ruhe zu Hause haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich mich seit gestern nun wieder viel besser fühle, was mich wirklich freut.

Die Zeit der Geschenke

Der Dezember steht vor der Tür und mit Kleinkind somit auch die Zeit der Adventskalender. Und natürlich will jeder dem Kind einen Kalender schenken. Und weil es blöd wäre, wenn bei den Omas Adventskalender hängen, die nur einmal pro Woche oder sogar im Monat geöffnet werden können, ist es ja nur logisch, den jeweiligen Adventskalender hierher zu bringen.
Zusammen mit unserem haben wir also bald drei Adventskalender für die Kleine hier in der Wohnung. Und dann kommen ja noch die Weihnachtsgeschenke. Von meiner Mutter gab es neulich erst eine ganze Kiste Bausteine, die sie zwar kaum etwas gekostet hat, aber doch einen ziemlich hohen Wert hat.

Ich finde Geschenke schwierig. Fand ich schon immer. Ich mag keinen Krimskrams verschenken, den man eh nicht gebrauchen kann, also bin ich immer froh, wenn Leute sagen, sie wollen nichts. Bei der Kleinen finde ich es schwierig, weil ich ihr ungern diese Maßlosigkeit anerziehen möchte, die heutzutage so normal geworden ist.
Das heißt nicht, dass sie nichts bekommt, aber selbst wenn sie es heute noch nicht versteht, hoffe ich, dass sie später aufgrund ihrer Erinnerungen schon ein Gespür dafür hat, was „genug“ ist. Sie hat ein Zimmer, das größer (und besser eingerichtet xD) ist als manche Studentenbude, kistenweise Spielzeuge, Bausteine, Stofftiere, einen wachsenden Stapel Bücher … Ihr fehlt es diesbezüglich an nichts und ich wünsche mir einfach, dass sie das auch erkennt, wenn sie mal so weit ist, ein Gespür dafür zu entwickeln.

Die Liebste und ich möchten ihr vorleben und beibringen, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich auch mal etwas zu gönnen, das man will, solange man nicht vergisst, was man braucht.
Ja, vermutlich mache ich mir da aktuell zu viele Gedanken, wo sie doch erst zwei ist und so, doch wer Kinder hat, wird verstehen, dass es beim Materialismus nicht nur um die Erziehung des Kindes, sondern auch der Großeltern geht. Und ihr wisst ja: Alte Hunde, neue Tricks…

Apropos Doppelmoral…

Derzeit ist ja mal wieder eine der schätzungsweise 49 Wochen im Jahr, in denen man die absolut besten Angebote aller Zeiten für jeden Scheiß bekommt. Ich habe also, in meiner Funktion als Vorbild und Head of Minimalism in diesem Haushalt, mal wieder (zum dritten Mal, glaube ich) den wirklich letzten Videospielkauf des Jahres getätigt.
Dieses Mal gab es die Neuauflage von Diablo II, einem absoluten Klassiker, den ich vor 20 Jahren und seither komplett ignoriert habe, und Gears Tactics, ein Taktikspiel in der Welt von Gears of War. Beide sehr ungewohnte Spiele für mich, aber ich wollte sie einfach haben. Ich hoffe einfach mal, dass sie sich nicht als Fehlkäufe herausstellen.

Insgesamt habe ich damit in diesem Jahr bereits 26 Spiele gekauft, was für mich wirklich verdammt viel ist. Ich habe durch Angebote und Käufe im Ausland viel gespart, aber trotzdem sollte ich mir vielleicht für das kommende Jahr ein Limit setzen. Ein Spiel pro Monat oder so.

Zum Abschluss

Sonntag. Die Kleine kommt nachher wieder und dann ist die Ruhe hier vorbei. Bis dahin werde ich versuchen, zumindest mit meinem Monatsrückblick anzufangen und mir noch einen schönen Morgen mit der Liebsten zu machen.
Ihr habt hoffentlich einen schönen Sonntag und morgen einen angenehmen Start in die neue Woche. Wenn ich es nicht komplett verpeile, melde ich mich hier am Mittwoch wieder zu Wort.

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