Percy Jackson – Die letzte Göttin

Nachdem ich in den letzten Wochen viel Zeit mit anderen Sachen verbracht habe, habe ich nun endlich auch den fünften und letzten Band von Rick Riordans Reihe über den jungen Halbgott Percy Jackson abgeschlossen. Vielleicht habe ich mir auch einfach nur so viel Zeit gelassen, weil ich nicht wollte, dass es endet. Oder weil ich nicht weiß, was ich als nächstes lesen soll.

Das große Finale

Es sieht nicht gut aus für den Olymp und seine Bewohner. Typhon ist befreit und quer durch Amerika auf dem Weg nach New York, dem Sitz des göttlichen Reiches. Der Titan fordert die volle Aufmerksamkeit der meisten Götter, nur Poseidon ist mit der Verteidigung seines Reiches unter dem Meer beschäftigt und Hades, der auf dem Olymp nicht willkommen ist, hält sich zurück und verharrt in der Unterwelt.

Doch Typhon ist nicht die einzige Bedrohung. Titanenherrscher Kronos wird immer stärker in seinem Wirtskörper und führt seine Armee aus Monster und verblendeten Halbgöttern gegen den Olymp. Zur Verteidigung bleiben nur Percy Jackson und die anderen aus dem Camp Half-Blood. So scheint es zumindest.
Aber die Entscheidung wird fallen, die große Weißsagung muss sich erfüllen und der Olymp wird nicht mehr sein wie zuvor.

Ein würdiger Abschluss?

Ja, auf jeden Fall. Der Abschluss der Reihe macht sicher nicht alles perfekt, doch vieles verdamt richtig. Es gibt keine „unrealistischen“ Kämpfe, die nur dazu dienen, Percy noch mehr als Helden darzustellen, was mir sehr gut gefallen hat. Die große Schlacht am Ende ist vielleicht nicht so super spannend erzählt, aber berücksichtigt man die Zielgruppe, war es trotzdem echt gut. Und das Lesen hat Spaß gemacht, was will man mehr?
Zu einem großen Finale gehört immer auch ein wenig Verlust und da hat Percy Jackson in meinen Augen eine leichte Schwäche. Ja, es sterben Freunde und Verbündete, doch es sind immer Nebencharaktere, zu denen der Leser keine wirkliche Bindung aufbauen konnte. Der Schmerz über ihren Verlust ist ein Schmerz, den die Hauptfiguren empfinden und den wir nur aus zweiter Hand erfahren. Das wird wiederum schwer, weil uns (aber auch den Figuren im Buch, was es wieder okay macht) keine Zeit zu trauern bleibt. Es muss immerhin ein Krieg gewonnen werden.

Das ist allerdings eine Schwäche, die vielleicht nur ich so empfinde und die mir auch erst auffiel, als ich gerade gezielt nach Schwachpunkten gesucht habe. Die letzte Göttin war ein toller Abschluss für eine tolle Buchreihe. Das Setting gefällt mir immer noch sehr gut und ich finde nach wie vor, dass die Erklärung für all das Übernatürliche und die Einbindung in die Welt der „normalen“ Menschen wirklich gelungen ist. Mehr als bei einem gewissen Zauberer.

Percy Jackson – Die letzte Göttin // Rick Riordan // 2009

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s