[2142] Erstmal eine Woche Urlaub

Die erste Woche der Herbstferien ist vorbei und ich kann jetzt schon sagen, dass die Ferien zu kurz sind. Wie immer also. Aber eine Woche ist eine Woche und am Ende steht eben immer ein Wochenrückblick. Schauen wir also mal, an was ich mich noch erinnern kann. (Das mit den Notizen während der Woche konnte sich natürlich nicht durchsetzen).

Maskenpflicht, 3G und Ungeimpfte

Ich habe mich ja bisher zur Corona-Pandemie immer ganz gut zurückgehalten hier auf dem Blog. Jeder kriegt selbst mit, was los ist, und welchen Wert hat meine Meinung für jemanden oder welchen Einfluss hat sie auf jemanden, der nicht mit mir unter einem Dach lebt?
Heute will ich aber doch mal ein kleines bisschen ausrasten dürfen. Ihr könnt ja zum nächsten Absatz springen, wenn ihr von dem Thema die Nase voll habt.

Die Liebste und ich sind geimpft. Aufgrund unserer Jobs durften wir etwas früher geimpft werden (auch wenn das in meinem Fall nicht geklappt hat) und haben das auch ohne Zögern gemacht. Bis zwei Wochen nach meiner zweiten Impfung musste ich mich auf der Arbeit zweimal pro Woche testen. Auch kein Problem. Bei der Liebsten auf der Arbeit gibt es mehr Abstand und einen besseren Luftaustausch, aber die fangen jetzt wohl mit diesem „Entweder geimpft oder zweimal pro Woche testen“ an. Seltsamer Zeitpunkt, aber auch okay.

Unsere Tochter ist nicht geimpft. Sie ist zwei und damit in einem Alter, in dem noch sehr viel irgendwie den Weg in ihren Mund findet, das da nicht hingehört. Noch vor einem Jahr hieß es, die Kinder sollten vielleicht doch nicht Oma und Opa besuchen, um die armen Alten nicht zu gefährden.
Heute heißt es, bei so vielen geimpften Erwachsenen sind die Kinder ja sicher. Steigende Inzidenzen in der Altersklasse U15 sind bestimmt nur Rundungsfehler. Aber gut, politische Entscheidungen sind nicht immer klug oder auch nur ansatzweise logisch, das erwartet ja wohl auch niemand.

Was mich nervt – und damit kommen wir endlich zum Punkt – ist die Willkür bei den Maßnahmen. Im Büro sind wir alle geimpft. Wir müssen Masken tragen, dürfen nicht zu dritt in einem Raum sein und haben Plexiglaswände zwischen den Schreibtischen. Nur so dürfen wir überhaupt ins Büro.
In der Schule dürfen drei Erwachsene in einem Raum sein. Ohne Maske. Zusammen mit 30 ungeimpften Kindern. Ohne Maske. Die in den Pausen mit 150 anderen Kindern durcheinanderrennen. Ohne Maske. Im Eltern-Kind-Turnen ist jetzt auch die Maskenpflicht für Eltern gefallen (die Kinder bis drei Jahre haben ja eh noch nie eine getragen).

Natürlich kann man argumentieren, dass die Kinder das auch untereinander übertragen können, was sie von zu Hause mitgebracht haben, wenn die Eltern in der Halle eine Maske tragen, aber überall noch so darauf geachtet wird und gerade dort, wo viele zusammenkommen, die nicht geimpft werden können und denen man nicht beibringen kann, Abstand zu halten, das Ganze so locker gesehen wird, will mir nicht in den Kopf.

An sich würden wir nun gerne nicht mehr mit der Kleinen zum Turnen gehen. Immerhin war sie danach schon mindestens zweimal krank, weil Eltern eben auch ihre kranken Kinder dorthin bringen. Allerdings hat sie auch solchen Spaß daran und freut sich immer schon darauf, dass wir ihr das nicht unbedingt vorenthalten möchten.
Es nervt mich einfach, dass man sich darüber überhaupt Gedanken machen muss. Ich darf nich gemütlich durch einen Supermarkt gehen ohne Maske, aber singen, tanzen und rumhüpfen, umringt von ungeimpften Kindern geht klar? Argh…

Testschlafen

Samstags geht meine Mutter meist mit der Kleinen spazieren. Die Liebste und ich nutzen den freien Vormittag dann eigentlich viel zu oft für die Hausarbeit und ähnliche Sachen, aber irgendwann muss der Kram ja mal gemacht werden. Hin und wieder blieb die Kleine aber auch schon für den Mittagsschlaf und dann bleibt tatsächlich Zeit, um etwas zu entspannen.

Gestern war dann das erste Mal eine Übernachtung geplant. Was anderswo klappt, könnte ja auch dort funktionieren, dachten wir uns. Auf jeden Fall wäre es praktisch, wenn die Kleine auch mal dort schlafen könnte.
Wir haben also alles eingepackt, noch gemeinsam gefrühstückt und dann Oma und Opa angerufen. Und siehe da: Die Kleine ist wohl nach dem Abendessen fast schon auf der Couch eingeschlafen. Soll mal einer verstehen, wieso dieses Kind überall so super einschläft, nur hier zu Hause ist immer großes Theater…

Ein Spaziergang und neue Schuhe

Wir wohnen ja jetzt schon ein paar Monate hier in der Gegend und ich bin ja sogar hier im Ort aufgewachsen. Trotzdem gibt es immer mal wieder Ecken zu entdecken, wo ich noch nie war. So auch der Zugang zum Wald über ein paar kleine Seitenstraßen, den die Liebste mir gestern gezeigt hat.
Vorbei an dem ein oder anderen lustigen Haus und ein paar Schafen sind wir also in den Wald spaziert, mit einer stetigen, aber nicht zu starken Steigung. Das ist hier tatsächlich ein Segen, denn bei uns die Straße hoch oder runter wird es immer recht schnell recht steil.

Wir waren also eine Stunde unterwegs und haben uns unterhalten. In unserem Tempo, ganz ohne auf ein Kind zu achten und bis auf einen Fahrradfahrer sogar ohne einen anderen Menschen zu sehen. Das war einfach wunderbar.
Beide hatten wir Turnschuhe an, weil es für unsere Barfußschuhe langsam zu kalt ist und die Liebste damit auch noch nicht so gut über Steine laufen kann. Zum Glück war es nicht allzu nass, denn meine Schuhe haben mal wieder ein Loch in der Sohle, dort wo all meine Schuhe irgendwann ein Loch haben.

Ein Teil meiner Hoffnung ist ja immer noch, dass das in Barfußschuhen besser wird, also will ich nun auch für die kalte und nasse Jahreszeit welche haben. Als wir wieder zu Hause waren, haben wir also zusammen im Internet geschaut und jeder von uns hat sich ein Paar ausgesucht. Für mich wasserdicht, für die Liebste wasserdicht und gefüttert, allerdings von einem anderen Hersteller, als die ersten Barfußschuhe. Wir sind also mal gespannt.

Ein Waldelf und ein Hobbit kommen in eine Bar

Der Besuch, der letzte Woche ausfallen musste, wurde gestern nachgeholt. Das gab mir eine weitere Woche, um noch mehr über Dungeons & Dragons zu lernen bzw. das Wissen, das für den Anfang benötigt wird, zu festigen. Oder eben eine Woche, um Sachen zu vergessen.
Die Charaktererstellung mit unserem Kumpel war also etwas arg holprig, doch am Ende war er wohl ganz zufrieden mit seinem Ergebnis. Die Liebste, die von vorneherein eher abgeneigt war, hat das mit halbwegs verwirrtem Gesichtsausdruck verfolgt, sich aber am Ende doch noch breitschlagen lassen und wird nun vor unserem nächsten Treffen in zwei Wochen auch noch einen Charakter erstellen.

Und dann kann es losgehen. Ich muss dann irgendwie versuchen, den beiden die Spielwelt zu vermitteln und sie abzuholen, was meine erzählerischen Qualitäten und meine Fantasie wohl gehörig auf die Probe stellen wird. Man darf gespannt bleiben. So oder so freue ich mich darauf, auch wenn ich etwas nervös bin, weil man natürlich auch möchte, dass alle Spaß daran haben.

Das soll es nun für heute gewesen sein. Bald gibt es wohl mal Frühstück und dann werden wir die Kleine wieder abholen und mal sehen, wie wir den Tag mit ihr verbringen. Ich habe in der kommenden Woche Urlaub und ab Mittwoch geht sogar die Kleine wieder in die Betreuung, also habe ich auch wirklich ein paar Tage für mich. Wuhu!
Jetzt wünsche ich euch und uns aber erst einmal einen angenehmen Sonntag und morgen einen tollen Start in die neue Woche. Bis dann.

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