Montagsfrage #139 – Anspruchsvoll = schwer zu lesen? [2141]

Eine neue Woche und beginnt und heute gibt es wieder eine Montagsfrage. Das freut mich sehr, doch ich finde es auch schade, dass die Nummerierung nun nicht mehr zur Kalenderwoche passt. Das wäre im nächsten Jahr zwar ohnehin hinfällig gewesen, aber ich mochte es.
Aber gut, fangen wir an, denn ich habe noch ein bisschen was vor und zu Hause wird heute auch noch ein zweiter Geburtstag gefeiert, wuhu! Die Montagsfrage lautet heute:

Muss ein anspruchsvolles Buch schwer zu lesen sein?

Das ist mal wieder eine gute Frage, wie ich finde. Hauptsächlich, weil meine spontane Antwort lautet: Nein, aber … Und genau dieses Aber ist es wohl, das meine eigentlichte Antwort auf die Frage ist. Aber es hängt davon ab, wie man anspruchsvoll definiert.

Ich persönlich gehöre nicht zu denen, für die ein anspruchsvolles Buch mit maximal zwei abgeschlossenen Sätzen pro Seite und zwei bis sieben Fremdwörtern bzw. Fachbegriffen pro Satz auskommen darf. Das sind nicht meine Ansprüche. Eine Einstellung, die gerade im Studium nicht auf viel Gegenliebe stieß, doch ich wage zu behaupten, dass das ein Problem der Wissenschaft ist und nicht meines.

Wenn ich also ein schwieriges Buch lesen möchte, greife ich zu so etwas. Meine Ansprüche an ein anspruchsvolles Buch sind eher anderer Natur. Geschichten, die nicht bloß mit den altbekannten Stereotypen die immer gleichen Klischees abhandeln, sind schon eine gute Sache. Wenn die Geschichte dann noch dazu anregt, selbst nachzudenken oder es sogar einen Anreiz liefert, eigene Ansichten zu hinterfragen, bin ich mehr als zufrieden.
Und dazu braucht es keine besonders komplizierte Sprache oder ähnliches. Zumindest meiner Ansicht nach.

Aber – und da haben wir ein weiteres aber, das es zu berücksichtigen gibt – das ist ja das tolle an Büchern: Jeder hat seine eigenen Vorlieben und Ansprüche und da draußen gibt es so unendlich viele Bücher, unter denen eigentlich jeder etwas für sich finden sollte. Und dann gibt es ja auch immer noch die Möglichkeit, durch unbekannte Bücher herauszufinden, dass man eigentlich doch ganz andere (oder zusätzliche) Ansprüche an seinen Lesestoff hat. Das ist ja einer der Aspekte, der das Lesen zu so einem tollen Hobby macht.

Ein Gedanke zu „Montagsfrage #139 – Anspruchsvoll = schwer zu lesen? [2141]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s