Percy Jackson – Diebe im Olymp

Ah, Rick Riordans Reihe über den jungen Halbgott Percy Jackson. Die stand schon eine Weile auf meiner Leseliste und nachdem Writing 21st Century Fiction doch eher „anstrengend“ war, brauchte ich nun einfach etwas Leichtes für zwischendurch.
Spoiler: So wirklich clever war meine Wahl bezüglich „etwas für zwischendurch“ nicht, denn das Buch hat mich recht schnell gefesselt und ich habe in den letzten Tagen so viel gelesen wie schon lange nicht mehr.

Die Story

Percy ist zwölf. Im sechsten Schuljahr besucht er insgesamt seine sechste Schule. Immer wieder gab es seltsame Zwischenfälle, die zu einem Schulaussschluss führten. Für einen hyperaktiven Legastheniker nicht unbedingt einfach.
Die Erklärung für all das macht Percys Leben allerdings auch nicht leichter: Er ist der Sohn des Poseidon. Und als wäre das nicht hart genug zu verkraften, ist er auch noch Verdächtiger Numero Uno für einen Diebstahl an jemandem, den man nicht bestehlen sollte: Seinem Onkel Zeus.

Wird das Diebesgut nicht bis zur Sommersonnenwende zurückgebracht, wird es Krieg zwischen den Gottheiten geben und damit wohl auch den dritten Weltkrieg. Um sich auf diesen Auftrag vorzubereiten, bleibt Percy nicht viel Zeit im Trainingscamp für Halbgötter, doch zum Glück muss er nicht alleine losziehen. Sein Beschützer und bester Freund Grover sowie Annabeth, eine Tochter der Athene, stehen ihm auf seiner Reise zur Seite, die ihn bis in die Unterwelt von bzw. unter Los Angeles und wieder zurück nach New York führt. Und Percy kann jede Hilfe gebrauchen, auch wenn nicht alle Freunde das sind, was sie zu sein scheinen.

Also … Harry Potter mit griechischer Mythologie?

Der Vergleich kommt sicher nicht von ungefähr. Ein Junge erfährt von seiner übernatürlichen Abstammung und einer geheimen Welt, die parallel zu unserer existiert. Um seine alles andere als Altersgemäße und höchst gefährliche Aufgabe zu bewältigen stehen im ein anderer Junge, der ein klein wenig Außenseiter ist, und ein Mädchen zur Seite, das cleverer und erfahrener ist. Dazu noch ein strenger, aber herzensguter Mentor und natürlich ein riesiger Kerl auf einem fetten Motorrad. Na gut, letzterer hat nicht unbedingt die gleiche Rolle.

Trotzdem ist Percy Jackson mehr als ein müder Abklatsch. Was als Gutenachtgeschichte für seinen Sohn begann (der ebenfalls mit ADHS und Legasthenie diagnostiziert wurde), wurde von Rick Riordan zu einer wirklich guten Geschichte über einen jungen Helden, die Werte der Freundschaft und Familie und auch den Schmerz des Verrats entwickelt. Keine neue oder sonderlich überraschende Geschichte, aber eine fesselnde.
Grund dafür war für mich – neben der Erzählung aus Percys Perspektive – das Setting, bei dem ich natürlich auch wieder einen Vergleich zu Harry Potter gezogen habe; und eindeutig zu Gunsten der kleinen Halbgötter entschieden habe.

Die Geschichte spielt im modernen Amerika. Ober erwähntes Trainingscamp, Camp Half Blood Hill, liegt in Long Island und auf Percys Reise besucht er unter anderem Las Vegas und Los Angeles. Nichts gegen Hogwarts, aber dieses Setting hier sagt mir eindeutig mehr zu.
Auch die griechische Mythologie als Hintergrund für allerlei magische Gimmicks oder auch die Erklärung der Konflikte gefiel mir wahnsinnig gut.

So gut tatsächlich, dass ich – nachdem ich den ersten Band gestern Abend abgeschlossen habe – den zweiten Band jetzt schon zu einem Drittel durch habe. Da draußen gibt es unzählige Fantasy-Jugendroman-Reihen, doch ich bin froh, endlich angefangen zu haben, diese hier zu lesen. Jetzt freue ich mich auch noch mehr auf die neuen Filme, auch wenn ich gleichzeitig bedaure, dass es nicht einfach mehr Teile in der „alten“ Filmreihe gab.

Percy Jackson – Diebe im Olymp // Rick Riordan // 2005

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