[non-fiction] Writing 21st Century Fiction

Puh, das hat wieder gedauert. Immer wenn ich wochenlang an einem einzigen Buch lese, fühle ich mich fast schon etwas schlecht. Dabei betone ich doch auch immer wieder, wie langsam ich lese.
Außerdem gibt es auch Bücher, die einfach ihre Zeit brauchen. Und gerade wenn es um Ratgeber geht, sollte man beim Lesen wohl auch nicht zu sehr auf das Tempo bedacht sein.

Allerdings war es ja auch nicht das erste Mal, dass ich ein Buch von Donald Maass gelesen und dafür lange gebraucht habe.

Was braucht eine moderne Geschichte?

Auf diese Frage gibt es sicher unzählige Antworten und die meisten von ihnen werden auch ihre Berechtigung haben, davon bin ich überzeugt. Maass schildert in diesem Buch seine Sicht der Dinge und geht auf Aspekte ein, die einerseits total logisch erscheinen, andererseits aber doch mehr handwerkliches Können verlangen, als man meinen könnte.

Spannung, Risiko, glaubhafte Figuren, egal welche Superkräfte sie vielleicht haben mögen … Dafür braucht man keinen Schreibratgeber, oder? Vielleicht. Vielleicht braucht man aber auch ein paar gute Beispiele, um wirklich verstehen zu können, was den Unterschied zwischen okay, gut und herausragend ausmacht.
Maass bezieht sich dabei auf eine ganze Reihe erfolgreicher Geschichten aus unserem nicht mehr ganz so neuen Jahrtausend und verwendet Passagen, die einfach super sind.

Ich bin nun wirklich kein Literaturexperte und was das Schreiben anbelangt würde ich meine Fähigkeiten im allerbesten Fall als okay einstufen, aber das sind jeweils Textstellen, bei denen sogar ich erkenne (in den meisten Fällen), dass sie einfach verflucht gut sind. Tatsächlich hat mir das Buch – neben dem Vorsatz endlich nochmal etwas zu schreiben (haha…) – hauptsächlich Lust gemacht, einige der erwähnten Bücher zu lesen.

Braucht eine moderne Geschichte dieses Buch?

Nein. Brauchen ganz sicher nicht. Es schadet aber auch sicher nicht. Wie schon bei The Breakout Novelist muss ich sagen, dass Donald Maass einfach keinen Schreibstil hat, der mich packt. Was er zu sagen hat, ist interessant, hilfreich und sicher alles auch auf seiner großen Erfahrung basierend. Trotzdem war es für mich einfach anstrengend, das Buch zu lesen.
Kompatibilitätsprobleme zwischen Autor und Leser – gerade bei einem Ratgeber – sind aber kein Grund, das Buch nicht zu empfehlen. Wer Donald Maass total fesselnd findet, kriegt hier einige wirklich gute Tipps an die Hand und wer noch nichts von ihm gelesen hat ebenso, nur wird es vielleicht härter werden.

Ein Blick lohnt sich so oder so, wenn euch das Thema interessiert. Wie mit anderen Sachbüchern gilt auch hier: Selbst wenn man der Meinung ist, schon alles zu wissen oder zu können, was man braucht, schadet eine Auffrischung eigentlich nie. Denn seien wir ehrlich: Die wenigsten, die glauben, alles über eine Sache zu wissen, wissen auch nur annähernd genug.

Writing 21st Century Fiction: High Impact Techniques For Exceptional Storytelling // Donald Maass // Ratgeber // 2012

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