Montagsfrage #138 – Merchandise [2138]

Eine neue Woche beginnt und nach dem „Kurzurlaub“ der Tochter, der uns etwas Ruhe verschafft hatte, beginnt heute wieder der ganz normale Alltag. Sie ist zwar schon seit gestern Vormittag wieder zurück, doch da blieb uns wenigstens das Aufstehen, Fertigmachen und Frühstüken noch erspart. (Es hört sich vielleicht nicht immer so an, aber ich liebe dieses Kind wirklich abgöttisch).
Ab heute steht aber alles wieder im Zeichen der Routine und dazu gehört für mich eben auch die Montagsfrage. Ein paar Minuten, in denen ich meine Gedanken zu einem mir vorher unbekannten Thema niederschreibe. Das sollte ich an sich wohl öfter machen – Stichwort „writing prompts“ – doch das ist wieder ein ganz anderes Thema (das wir auch schon oft genug durchgekaut haben).
Hier also die heutige Montagsfrage:

Wie steht ihr zu Buch-Merchandise?

Ah, die Frage, die ich zunächst in der vergangenen Woche schon beantworten wollte. Also gut, dann machen wir uns heute also Gedanken um Merchandise.

„Merchandise“ kann vieles sein. Und in der heutigen Zeit gibt es das auch wirklich in allen Größen, Formen und vor allem Preisklassen. Billigste Schlüsselanhänger aus schlecht verarbeiteten Gussformen, die einem beliebten MacGuffin nachempfunden sind? Lebensgroße Statuen unserer Lieblingshelden? Landkarten von Fantasywelten im Posterformat? Oder auf Stoff im used-look gedruckt für Cosplayer und LARPer? Es gibt für alles einen Markt und sind die Gewinnaussichten auch nur minimal positiv, wird auch jeder Markt bedient.

Ich erinnere mich noch an ein Weihnachtsfest, es müsste 2001 gewesen sein, kurz nachdem ich angefangen hatte, Harry Potter zu lesen. Unter meinen Geschenken befanden sich:

  • Harry Potter und der Stein der Weisen als Hörbuch
  • Harry Potter und der Stein der Weisen für den Gameboy Color
  • Harry Potter und der Stein der Weisen für den PC
  • Ein Starter-Set des Harry Potter Sammelkartenspiels
  • Das Buch Quidditch im Wandel der Zeiten
  • Das Buch Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Die Bücher habe ich gelesen (und 2017 zu einem echt guten Preis verkauft), Videospiele und Hörbuch habe ich angefangen, doch das Kartenspiel habe ich bis heute noch nie gespielt. Ich besitze auch nichts mehr davon, das wird sich also wohl auch nicht mehr ändern.

Ein paar Jahre später bekam ich von meiner damaligen Freundin eine Kette aus der Merch-Reihe des japanischen Pop-Sängers Gackt zusammen mit einem Brieföffner in Form eines Schwertes aus dem Film Final Fantasy VII: Advent Children geschenkt. Die Kette war so billig verarbeitet, dass mit der Zeit immer mehr Dornen abbrachen (aber auch nur, weil ich sie so gerne getragen habe) und der Brieföffner lag bis letztes Jahr in seiner Verpackung, immer noch mit den Blütenblättern von damals, bis er dann entsorgt wurde.

Natürlich habe ich mir auch noch Merchandise-Artikel zugelegt, hauptsächlich Kleidung und Accessoires. Shirts, Anhänger, Schlüsselbänder … alles ziemlich „normal“.

Wie eingangs beschrieben gibt es Merchandise aber ja in allen möglichen und unmöglichen Formen. Egal ob Poster, Postkarten, Actionfiguren oder Statuen, bedruckte Klamotten oder ganze Kostüme … Fan-Artikel sind ein ganzer Industriezweig und einer, den man nicht vernachlässigen sollte.
Das gilt zumindest für die, die daran verdienen. Am konsumierenden Ende der Nahrungskette muss jeder für sich entscheiden, ob seine Begeisterung oder Besessenheit groß genug ist, um in derartigen Kram zu investieren.

Spätestens seit ich versuche, mein Leben etwas minimalistisch zu gestalten und bewusster zu konsumieren, ist meine Antwort auf diese Frage ein klares nein. Die Liebste hat mir im Laufe der Jahre einige Shirts geschenkt, zur Serie Sherlock, eines mit dem Familienoberhauptvogel (fragt YouTube) und eines, auf dem „Ottos Mops kotzt“ steht hat sie sogar extra drucken lassen.
Ich mag die Sachen und ich bin auch dankbar dafür, doch ich persönlich würde so etwas wohl nicht mehr kaufen. Und hätten sie keinen praktischen Nutzen, hätte auch die Liebste sie mir nicht gekauft, was ich wiederum toll finde.

Aber gut, um nochmal zum eigentlichen Thema zurückzukommen, gehen wir noch kurz auf diese Buchboxen ein, die sich so großer Beliebtheit erfreuen. (Dazu gab es schon eine eigene Montagsfrage, aber es passt gerade nochmal hierher). Man zahlt regelmäßig einen gewissen Betrag, um dann ein Buch zu erhalten, das vielleicht ganz neu ist, vielleicht sogar erst in Kürze erscheint und das oft auch noch in einer Ausgabe, die so im Handel nicht verfügbar ist. Da wäre ich schon hin- und hergerissen, weil man einerseits zwar die Chance erhält, Neues kennenzulernen (aber meist eben doch in den Grenzen eines favorisierten Genres), ich aber ungern die Katze im Sack kaufe.
Nun kommt diese Katze noch mit jeder Menge zusätzlichem Ballast, weil nur ein Buch eben nicht ausreicht, um die entsprechende Box erwähnenswert genug zu machen.
Es gibt also noch allerlei Kinkerlitzchen. Kleine Bildchen, Sticker, Handhüllen, Anhänger, Kühlschrankmagneten … Sachen, die in neun von zehn Fällen eines gemeinsam haben: Niemand braucht sie.

Wie steht ihr zu Merchandise? Schaut ihr direkt nach Shirts, Figuren oder Accessoires, wenn euch eine Geschichte gefällt, oder nehmt ihr eher hin und wieder eine Kleinigkeit mit, wenn ihr eh gerade am Stöbern seid? Oder habt ihr generell kein Interesse an Fan-Artikeln?

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