[2137] Geile Woche

Wieder eine dieser Wochen, die im Nu vorbei waren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hatte noch nie ein gutes Zeitgefühl. Manchmal frage ich mich aber doch, ob ich nicht zwischendurch einfach irgendwelche Aussetzer habe, weil schon so schnell wieder Sonntag ist.

Ein guter Start in die neue Woche. Nicht.

Letzte Woche Freitag bin ich ja schon früher nach Hause, weil es mir nicht gut ging. Montag habe ich das wiederholt, um dann auch zum Arzt zu gehen. Vorher konnte ich wenigstens die Übergabe mit meiner Chefin machen, das war mir wichtig.
Ich habe also mit meiner Ärztin geredet und sie hat an sich bestätigt, was ich schon befürchtet hatte: Meine Symptome klingen stark nach etwas Neurologischen, eventuell wieder eine Depression.

Nun warte ich ja sowieso auf einen Anruf und einen Termin für die Tagesklinik. Vorrangig geht es da um die Autismus-Diagnostik, doch ich habe auch Depressionen und soziale Ängste angesprochen.
Ich werde also abwarten, wann ich in die Klinik kann. Kriege ich zeitnah einen Termin, warte ich das erst einmal ab, doch wenn es länger dauert (wovon ich ausgehe), rufe ich nochmal bei der Ärztin an, bei der ich Anfang des Jahres war, um den Bericht für die Klinik zu bekommen.

Die Kleine fährt in Urlaub

Das haben wir ihr jedenfalls immer wieder gesagt, bevor wir sie dann am Dienstag zu Oma und Opa gebracht haben. Heute Vormittag soll sie wiederkommen, gerade rechtzeitig, um meine Mutter dann an ihrem Geburtstag zu besuchen. Dieses kleine Experiment war schon lange geplant, doch es war trotzdem ziemlich spannend für uns. Wird sie so lange dortbleiben? Wann setzt das Heimweh ein? Solche Sachen eben.
Doch es lief tatsächlich alles glatt. Die Oma hat immer mal wieder kurze Updates geschickt, doch es gab nie wirklich viel Geschrei oder so.

Wir haben die Kleine zwar auch vermisst, aber die Liebste und ich sind froh, dass es so gut geklappt hat. So kann die Kleine gerne mal bei Gelegenheit ein paar Tage mit Oma und Opa verbringen. Wenn sie irgendwann anfängt, sich klar dagegen auszusprechen, werden wir sie nicht zwingen, aber solange sie ihren Spaß zu haben scheint, spricht da nichts dagegen.

Zeit für Mama und Papa

Die Liebste und ich hatten uns natürlich vorgenommen, die Zeit ohne Kind zu nutzen. Wir hätten sicher irgendwelche Dinge erledigen können oder produktiv sein können, das will ich nicht abstreiten. Aber es gibt auch genug andere Sachen, die auf der Strecke geblieben sind.
So waren wir direkt am Dienstagabend zusammen essen. Nichts Ausgefallenes, sondern einfach nur Burger in der Fußgängerzone. Dasitzen, sich unterhalten, sich nur auf den anderen konzentrieren, ohne ständig darauf achten zu müssen, was das Kind gerade macht.

Die Liebste hat die Zeit ohne Kind aber auch genutzt, um sich ein wenig mit ihrer Schlampe zu vergnügen. Schon beim Abendessen am Dienstag hat sie verkündet, wann ich das nächste Mal Höschen und BH zu tragen hatte und am Mittwoch kam direkt die nächste Anweisung. Sobald ich zu Hause war, durfte ich ein Kleid und mein Halsband anziehen, bevor ich mich an die Hausarbeit gemacht habe. Das war auch für Donnerstag mein Outfit zu Hause und ich habe die Gelegenheit auch genutzt, der Liebsten extrem peinliche Bilder zu schicken, nur um mich selbst noch mehr zu erniedrigen.
Dass sie mich „Schlampe“ genannt hat, weil ich unter dem Kleid nichts anhatte, hat mich dann vollends verrückt gemacht. Es war nur im Scherz, doch es ist schon selten, dass sie mich so nennt.

Gestern kamen dann zwei Kumpel zu Besuch. Wir haben Pizza bestellt, selbstgemachtes Eis gegessen und gespielt. Die Liebste ist immer froh, wenn ihr Lieblingsspiel Smash Up gespielt wird und das ein oder andere Videospiel war auch noch drin.
Bevor die beiden da waren, haben wir aber auch noch Tainted Grail gespielt. Zumindest die Einführungsmission. Das Spiel haben wir auch schon lange hier herumstehen, aber noch nie gespielt. Es wirkt wirklich sehr cool, doch wenn wir es mit einer Gruppe spielen wollen, müssen wir die Einführung wohl nochmal wiederholen.

Dazugehören

Der Betriebsausflug am Freitag war sehr schön. Das Wetter war gut, die Leute waren nett und das Essen ganz lecker. Vor allem aber war es mal wieder eine der Situationen, in denen ich mich fast „normal“ bzw. zugehörig fühlen kann. Es gab mehr als eine Gelegenheit, bei der ich etwas sagen wollte, aber einfach ignoriert wurde, doch im Großen und Ganzen war es eben fast, als wäre ich einfach ein ganz normaler Teil einer Gruppe, so wie die anderen auch.

Vermutlich ist das gar nichts Außergewöhnliches oder so, doch für mich fühlt es sich so an und das macht solche Erfahrungen dann eben ungewohnt, wenn auch nicht unbedingt unangenehm.

Geburtstag

Heute kommt die Kleine dann wieder nach Hause. Nach dem Frühstück hieß es, also hat sie dann noch kurz Zeit, hier anzukommen, bevor es dann auch schon zu meiner Mutter geht. Die hat heute Geburtstag und da kann die Enkeltochter natürlich nicht fehlen.
Abgesehen davon müssen die Liebste und ich uns so auch keine Gedanken um das Mittagessen machen, was ja auch nicht verkehrt ist.

Der Rest des Tages wird wohl ganz von unserer Kleinen bestimmt werden, also wird zumindest Erholung heute ausfallen müssen. Aber so langsam fehlt sie uns beiden auch echt, das ist also in Ordnung. Euch wünsche ich trotzdem einen schönen und erholsamen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche!

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