Montagsfrage #136 – Wie ich zum Lesen gekommen bin [2136]

Meine Güte, ist das heiß draußen. Und zur Hitze kommen dann noch eine neue Kollegin, Onlinesitzungen und Terminabsprachen, die mir alle das Nachdenken etwas erschweren. Trotzdem will ich versuchen, noch die aktuelle Montagsfrage zu beantworten:

Liest du eigentlich schon immer gern oder bist du erst später im Leben zum Lesen gekommen?

Tatsächlich habe ich diese Frage schon einmal beantwortet, nämlich in meinem Beitrag zur Montagsfrage #38. Ich gehe aber gerne nochmal etwas genauer darauf ein, um auch nochmal zu schauen, wo ich heute stehe.

Lesen war in jungen Jahren nie eines meiner Hobbys. Rückblickend betrachtet war es wohl die mangelnde Konzentration, wegen der Bücher schnell frustrierend wurden. Ganz zu schweigen von meiner heute immer noch sehr langsamen Lesegeschwindigkeit.
Viel Text hat mich dann eingeschüchtert. Ich erinnere mich zum Beispiel, dass mir in den Sprechblasen der Lustigen Taschenbücher schon immer zu viel drin stand. Gerne gelesen, weil es eben schneller und actionreicher war, habe ich Dragon Ball, was auch bis heute das einzige ist, wo ich immer wieder auf die nächste Veröffentlichung gewartet habe und direkt am Erscheinungstag zum Laden bin.

Dieser Laden war das kleine Schreibwarengeschäft Gettmann, hier in meinem Heimatkaff (den Laden gibt es immer noch, auch wenn er umgezogen ist). Dort gab es auch immer ein paar Romane oder eben Romanhefte, wie Geisterjäger John Sinclair. Da habe ich mir mal eine Ausgabe gekauft. Irgendetwas mit einer großen Spinne auf dem Cover. Das habe ich gelesen, doch es war schon anstrengend für mich. Gerade fällt mir auch ein, dass ich da immer mit einem Stift markiert habe, wo ich aufgehört hatte, zu lesen. Heute wäre so etwas unvorstellbar.
Ich habe hin und wieder aber auch einen Roman gekauft, dessen Cover mich angesprochen hat. Dreizehn von Wolfgang Hohlbein und Die fließende Königin von Kai Meyer habe ich zum Beispiel dort gekauft.

Ansonsten habe ich über die Jahre hinweg eher nicht gelesen. Die Pflichtlektüren in der Schule machten jetzt nicht unbedingt Lust auf mehr und ansonsten war ich mit Videospielen und dann auch den Möglichkeiten des Internets (ich war frühreif und wirklich sehr interessiert an allem, das mit Sex zu tun hat) mehr als ausgelastet. Harry Potter hat mich gefesselt, doch es hat nicht gereicht, um das Medium Buch generell attraktiver zu machen. Zumindest nicht für mich.

Im Studium hat mir dann meine Lesegeschwindigkeit wieder das Leben schwer gemacht, doch ich habe trotzdem auch nochmal privat gelesen. Für den tiefbetrübten jungen Erwachsenen hat der erste Twilight-Film (hauptsächlich wegen der Baseball-Szene) gut funktioniert, also habe ich diese Reihe gelesen. Danach sogar Vampire Diaries.
Zum Ende des Studiums habe ich dann auch das ein oder andere Buch gelesen, das mir von Freundinnen empfohlen wurde.
Zu dieser Zeit habe ich dann – abgesehen von Reihen – zum ersten Mal mehrere Bücher pro Jahr gelesen. Bis es ein fester Bestandteil meiner Freizeitgestaltung wurde, dauerte es aber noch bis 2015. Ich hatte einige Hardcover- und Taschenbücher, die ich mochte, doch auch eine Menge an Klassiker als ebooks auf meinem alten Tablet.

2016 wurde das durch einen Kindle ersetzt, der seitdem täglich im Einsatz ist. Seit 2015 habe ich so bisher etwa 240 Bücher gelesen. Wartezeiten beim Arzt, Leerlauf im Büro, abends vor dem Schlafengehen. Mittlerweile lese ich oft und gerne, schreibe hier auch zu jedem Buch einen Beitrag (die ganze Liste, gibt es hier).
Wie schon 2015 lese ich immer noch mal auf Deutsch, mal auf Englisch, doch seit 2020 auch immer mal wieder etwas aus dem Bereich non-fiction. Just heute habe ich dann beschlossen, mir nochmal einen für mich neuen Zweig der Literatur anzusehen und habe mir Das Feuer des Mondes bestellt, ein Fantasy-Spielbuch, also quasi ein Solo-Pen-&-Paper-Abenteuer. Das kommt morgen an und ich bin sehr gespannt.

Und damit sind wir dann auch schon am Ende, so wirklich viel mehr als bei meinem ersten Beitrag zur Frage habe ich dann doch nicht geschrieben. Aber wie sieht es denn bei euch aus? Wart ihr schon immer ein richtiger Bücherwurm oder eher so der Gelegenheits-Leser? Oder vielleicht auch Späteinsteiger, so wie ich?

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