[2135] Zeit, über den eigenen Schatten zu springen

Wo ist denn schon wieder diese Woche hin? Ich habe es schon einmal erwähnt, aber diese Woche war es schon wieder genauso: Für gewöhnlich fange ich freitags an, diese Wochenrückblicke zu schreiben. In dieser Woche war ich fast schon überrascht, dass plötzlich Freitag war und ich habe beinahe panisch überlegt, was ich schreiben kann.
Dabei gibt es diese Woche durchaus etwas zu erzählen.

Die erste Schulwoche

Beginnen wir mit der Arbeit. Nachdem ich in der letzten Ferienwoche ja schon im Büro war und nicht wirklich viel klären konnte, war die erste Schulwoche schon etwas ergiebiger. Die Informationen, die mir in der letzten Woche gefehlt haben, konnte ich endlich bekommen und dann auch einen ersten Schwung neuer Kollegen begrüßen.
An den Schulen wurde mir dann aber nochmal deutlich, dass ich in diesem Jahr dringend anfangen muss, irgendwelche Projekte und Angebote in den Klassen zu machen. Das habe ich noch nie gemacht und bin da auch maximalst unsicher, wenn ich ehrlich sein soll.

Eine Kollegin hat mir allerdings ein wenig Material zur Verfügung gestellt und ich werde jetzt versuchen, mir da etwas zu erarbeiten. Dann werde ich mir eine Klasse suchen, die als Versuchskaninchen herhalten möchte.
Einerseits bin ich nervös, doch auf der anderen Seite bin ich mir auch fast sicher, dass es mir dann doch Spaß machen wird und ich mit der Zeit auch immer sicherer werde und auch mal größere Sachen ausprobieren werde.

Am Montag kommt die nächste neue Kollegin und ich muss mich auch noch darum kümmern, was mit unserem Sitzungssaal ist. Nun sollen die Teamsitzungen nämlich wieder in Präsenz durchgeführt werden, doch eine andere Abteilung hat den Raum, den wir dafür immer genutzt haben, als Lager okkupiert.

Vorgespräch in der Klinik

Am Mittwoch war ich zum Vorgespräch in der Klinik, bevor es dann irgendwann an die Autismusdiagnostik geht. Die Fahrt dorthin war schon schlimm (etwa 40 km und ich liebe es ja, mich bei 150 km/h noch schieben zu lassen) und dann habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, das Klinikgelände und dann auch das richtige Gebäude zu finden. Das alles mit einer zum Bersten gefüllten Blase. Zum Glück bin ich immer lieber eine Stunde zu früh, als fünf Minuten zu spät, also hatte ich jede Menge Zeit.

Das Gespräch an sich war ganz okay, denke ich. Ich war ziemlich nervös und habe angefangen, zu plappern, doch ich habe alle Fragen des Chefarztes beantwortet. Es war schon komisch, im persönlichen Gespräch so offen und ehrlich zu jemandem zu sein, den ich noch nie gesehen hatte. Aber die Nervosität hat wohl geholfen, einfach alles rauszulassen, das mir durch den Kopf ging.

Jetzt habe ich jedenfalls Fragebögen bekommen, die ich noch zurückschicken muss, bevor ich dann einen Termin für eine Diagnostik bekomme. Das werden dann 14 Tage in einer Tagesklinik, vor denen ich jetzt schon Angst habe. Das Ganz ist jetzt aber angestoßen, also werde ich auch am Ball bleiben. Das bin ich mir selbst und auch meiner Familie schuldig.

Socializing

Es waren mal wieder zwei Wochen vorbei, also kam am Freitag wieder einer unserer Kumpel mit seiner Freundin aus England vorbei. Die gute Dame bekam dann von uns den ersten Dibbelabbes ihres Lebens und ich glaube, sie war schon dezent begeistert.
Die Kleine hätte zwar am Freitag schon zur Oma gebracht werden, doch wir haben sie noch zu Hause behalten, weil sie sich so auf den Besuch gefreut hatte und es wohl auch nochmal eine ganze Weile dauern wird, bis er seine Freundin wieder mitbringen kann. Es war auf jeden Fall für alle ein ganz schöner Abend. Wir haben gut gegessen, mit der Kleinen im Hof Ball gespielt und als sie dann im Bett lag, haben wir Videospiele gespielt. Mit vier Controllern war das jetzt etwas einfacher, doch wir haben auch die Party Games getestet, die man über das Smartphone steuert. Das hat auch gut funktioniert und die Spiele waren teilweise echt sehr lustig.

Gestern habe ich die Kleine dann aber doch bei der Oma abgeliefert und die Liebste und ich hatten ein paar Stunden für uns allein. Am Nachmittag sind wir dann aber schon los und haben uns mit ihren beiden besten Freundinnen getroffen. Es gab Eis in einer der coolsten Eisdielen hier im Saarland (bezogen auf die riesige Auswahl an Spaghetti-Eis-Sorten) und danach sollten Burger und Pommes auf der Karte stehen. Leider war da ohne Reservierung nichts zu machen, also gab es dann doch ein chinesisches Buffet. Nicht unendlich köstlich, aber ganz okay.
Im Anschluss waren wir noch bei einer der Freundinnen und haben eines dieser Escape-Room-Spiele gespielt. Echt knackige Rätsel und die angegebenen 45-90 Minuten waren auch nicht unbedingt unsere Realität.

Wir waren also entgegen unserer Planung erst nach Mitternacht zu Hause und sind direkt ins Bett. Heute genießen wir dann noch die Ruhe, bis die Kleine wieder da ist. Es gibt zwar noch etwas Hausarbeit zu erledigen, doch die Liebste und ich werden hoffentlich auch etwas Zeit finden, uns zu entspannen. Wie wir dann den Nachmittag mit der Kleinen gestalten, müssen wir mal noch überlegen.
Euch und uns also einen sehr entspannenden Sonntag und morgen dann einen guten Start in die neue Woche. Lasst es euch gutgehen.

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