[2132] Urlaub, Woche 3

Die (zumindest an den Vormittagen) kinderfreien Wochen des Urlaubs sind vorbei. Ab morgen wird die Freizeitgestaltung also etwas anders aussehen, doch heute wollen wir uns noch einmal mit der Woche befassen, die hinter uns liegt, auch wenn sie wieder sehr eintönig war.

Montag

Am Montag habe ich mich mehr oder weniger endgültig damit abgefunden, dass in diesem Urlaub nicht mehr viel Produktives von mir zu erwarten sein wird. Ich habe zwar mit dem Stiefvater die Türzylinder für Haustür, Schuppen und Garage ausgemessen und neue bestellt, doch das zählt nicht wirklich.
Ansonsten habe ich angefangen, Mortal Kombat 11 zu spielen, das Kampfspiel meiner Wahl, mit dem ich in dieses Genre einsteigen möchte, doch weil ich die meiste Zeit nackt war, hatte ich nicht immer zwei Hände, um den Controller zu bedienen.

Dienstag

Der Vormittag war mal wieder sehr austauschbar mit den anderen in diesem Urlaub. Ich habe viel gezockt und immer wieder kurze Pausen eingelegt, um mich bis ganz kurz vor einen Orgasmus zu bringen.
Bezüglich des Zockens habe ich dieses „High“ einer neuen Leidenschaft bemerkt. Noch eine Woche vorher hatte ich praktisch keine Ahnung von Kampfspielen, doch mittlerweile schaue ich mir Turnierfinals an und verstehe immer mehr von der genrespezifischen Sprache, die im Internet genutzt wird. Diese Begeisterung und dieses Engagement – unterbrochen von meinen Masturbationsexzessen – wird mir wohl leider nicht lange erhalten bleiben, doch ich genieße es aktuell noch und hoffe, das auch in anderen Bereichen nochmal öfter erleben zu können.

Am Nachmittag haben wir sehr viel mit der Kleinen gespielt, was gefühlt in dieser Woche wieder ein Stück einfacher funktioniert. Ich weiß gar nicht, wie viele Türme wir in dieser Woche gebaut und wieder eingerissen haben. Wir waren auch eine ganze Weile mit ihr draußen und haben sie mit ihrem Bobby-Car über den Hof düsen lassen.
Dabei haben wir auch mit dem Mieter unter uns gesprochen und erfahren, dass seine junge Familie wohl noch ein paar Jährchen hier wohnen bleiben kann, bevor die neuen Besitzer in ihre Wohnung einziehen möchten. Das wäre wirklich super und hat uns richtig gefreut.

Mittwoch

Zu meinem Vormittag muss ich nicht mehr wirklich etwas schreiben, oder? Abgesehen von einem kurzen Besuch meines Vaters, um mich Kontovollmachten unterschreiben zu lassen, war es mal wieder das gleiche Programm.

Nachmittags habe ich die Kleine aus der Betreuung abgeholt und zu Oma und Opa gebracht. Die Liebste und ich konnten dann in Ruhe ihre Einkäufe verräumen, Sachen fürs Abendessen vorbereiten und uns noch ein paar Gedanken darüber machen, wie wir die Fenster in ihrem Hobbyraum streichen wollen. Die sind als einzige in der Wohnung (weil sich noch zum „alten“ Gebäudeteil gehören) dunkelbraun statt weiß und das hatten wir uns schon von Anfang an vorgenommen, zu ändern.

Am Abend war die Kleine beim Spielen im Hof wieder mal etwas anstrengend, doch sie ist recht kooperativ ins Bett gegangen und hat, nachdem sie dann erst einmal eingeschlafen war, tatsächlich nochmal durchgeschlafen. Wuhu!

Donnerstag

Auch der Donnerstag war wieder mehr vom Gleichen, wobei an dem Tag das Zocken sogar eher noch zu kurz kam, hehe. Die neuen Schließzylinder wurden geliefert und am Nachmittag auch eingebaut. Ich finde es toll, jetzt auch für den Schuppen den gleichen Schlüssel nutzen zu können.

Die Liebste war zum Abendessen mit ihren Kolleginnen verabredet, was bedeutete, dass ich mit der Kleinen allein war. Das hat funktioniert, doch da sie den Trotz für sich entdeckt hat, ist es zu zweit schlicht einfacher, wenn das Kind müde ist und dennoch nicht ins Bett möchte. Als dann aber erst einmal im Bett lag und die ersten drei Bücher durchgeschaut waren (sie will nun immer Wimmelbildbücher durchblättern, bevor man ihr etwas Vorlesen darf), war sie dann auch friedlich und schlief später gut ein, als das Licht aus war.
Man muss dabei trotzdem noch ihre Hand halten; ein Umstand, dank dessen ich die neuen Earpods zu schätzen gelernt habe. So kann ich einen Podcast hören oder etwas bei YouTube schauen, während ich darauf warte, dass sie tief genug schläft.

Freitag

Der Plan für Freitag sieht eigentlich immer gleich aus: Den Boden weit genug freiräumen, dass sich der RoboMop frei bewegen kann, den kleinen Knecht losschicken und die Bäder saubermachen. Danach sollte dann das Wochenende genossen werden.
In dieser Woche kam noch ein wenig obendrauf. Zunächst habe ich noch eine Sanitärfirma angerufen. Dass unser Spülkasten nachläuft und daher ständig Wasser zieht, würde ich noch gelöst bekommen, dachte ich mir. Da aber auch noch zu warmes Leitungswasser, die Belüftung des Schuppens und der Wohnung sowie die Temperatur im Heizungsraum auf der Liste standen, habe ich gleich die Profis angerufen.
Da die nicht ans Telefon gingen, habe ich da doch am Nachmittag mal alles ausgebaut, entkalkt und gesäubert. Hat leider nichts geholfen, also wurde noch für den Samstag ein Ersatzteil bestellt.

Am Vormittag war ich aber auch noch im Baumarkt und habe die Farbe besorgt, um im Hobbyzimmer der Liebsten noch eine Balkontür und ein Fenster streichen zu können. Auch wieder so etwas, das wir beide zuvor noch nicht gemacht hatten. Das stand aber erst für den kinderfreien Samstag auf dem Plan.
Damit wären wir auch schon beim Highlight des Tages: Wir konnten die Kleine schon am Nachmittag zu Oma und Opa bringen und zum ersten Mal ausprobieren, ob sie dort auch problemlos für zwei Tage bleibt. Meine Sorge, dass sie nach der ersten Nacht denken würde, es geht wieder heim, war allerdings unbegründet.

Samstag

Am Samstag gab es bezüglich der Kleinen keine Klagen. Sie hatte Spaß bei Oma und Opa und ist wohl im Garten ständig vom Sandkasten zum Planschbecken und wieder zurückgerannt. Gibt schlimmere Arten, den Tag zu verbringen.
Und damit wären dann bei Mama und Papa. Wir haben gestern angefangen, die Balkontür vorzubereiten und allein aufgrund unserer Unsicherheit beschlossen, Tür und Fenster doch nicht selbst zu streichen. Das stresst mich ehrlich gesagt etwas und ich überlege, es heute einfach mal zu versuchen. Ich weiß, es ist kein Weltuntergang, wenn es nicht klappt, doch trotzdem habe ich Angst davor. So ein Schwachsinn.
Das Ersatzteil für den Spülkasten war übrigens falsch, aber ich habe mir das verbaute Teil genauer angesehen und würde behaupten, dass es nicht das Problem ist. Ich bin also mit meinem Latein am Ende und doch auf einen Profi angewiesen. Bäh…

Abgesehen davon hat die Liebste noch Dinge aus der Wohnung ihres Vaters aussortiert und ich habe wieder ziemlich viel Zeit mit Videospielen und Handarbeit zugebracht.

Sonntag

Heute kommt unsere Kleine wieder heim. Bis dahin haben Mama und Papa aber noch etwas Zeit. Vielleicht traue ich mich ja doch an die Balkontür heran und bemühe mich, eine vollkommen normale Tätigkeit einfach mal durchzuführen, ohne mich von Ängsten, Unsicherheiten oder dem klassischen Zerdenken aufhalten zu lassen.
Es gibt da aber auch noch ein Regal, das im Schuppen aufgebaut und befüllt werden muss. Das wäre auch nicht ganz unwichtig.

Abgesehen davon möchte ich heute eigentlich nur die Ruhe genießen, bevor die Kleine wieder da ist, und am Nachmittag meinen Vater noch kurz von der Autowerkstatt abholen. Dort parkt er heute schon einmal sein Auto für die morgige Inspektion.
Wirklich viel steht also nicht an, wie es sich für einen Sonntag und einen Urlaubstag gehört. Euch und uns wünsche ich daher einen erholsamen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche!

2 Gedanken zu „[2132] Urlaub, Woche 3

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