Vostok

Direkt im Anschluss an The Loch habe ich gleich das zweite Abenteuer von Zachary Wallace aus der Feder von Steve Alten gelesen. Vostok war mir ja bereits aus Meg: Nightstalkers ein Begriff, wie ich bereits im Beitrag zum Vorgänger erwähnt hatte.
Dort und auch schon im Beitrag zu Nighstalkers bin ich auch darauf eingegangen, dass mir das ein oder andere Story-Element nicht unbedingt so zugesagt hat. Tatsächlich war ich in der Meg-Reihe sogar ganz froh, dass manches dann nicht weiter thematisiert wurde. In Vostok konnte ich das natürlich nicht erwarten.

Vom Regen in die Traufe?

Die Ereignisse aus The Loch haben Zachary Wallace – nicht zuletzt durch das von ihm veröffentlichte Buch – seine wohlverdienten 15 Minuten Ruhm beschert, doch ein Loch Ness ohne ein Monster oder zumindest ein Mysterium zieht keine Touristen mehr an.
Den Unmut seiner Landsleute bekommt Zach also ebenso zu spüren wie den seiner Frau, der unter anderem die schlechter werdende finanzielle Situation der Familie zusetzt. Auf der Suche nach einem neuen Job, der helfen soll, zumindest seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen steht plötzlich Dr. Ming Liao mit ihrem Team vor der Tür unterbreitet Zachary ein Jobangebot. Als Teil der ersten bemannten Mission in den Wostoksee – ein See, der mehrere Kilometer unter der Antarktis liegt – soll er dieses uralte Reich untersuchen.

Ein beinahe unwiderstehliches Angebot, bis Zachary keine Wahl mehr bleibt, es anzunehmen. Zusammen mit seinem besten Freund und Schwager True tritt er die Reise ins ewige Eis an und muss schnell lernen, dass abgeschnitten vom Rest der Menschheit andere Regeln gelten. Und nicht alle diese Regeln sind von Menschen gemacht.

The Loch 2?

Durch Zachary Wallaces Auftritt in der Meg-Reihe wusste ich bereits, dass Vostok nicht bloß The Loch mit einem anderen Monster sein würde.
Tatsächlich war es sogar sehr anders. Es tauchen verschiedene Seeungeheuer auf, die alle eine große Bedrohung darstellen, doch wie in den späteren Teilen der Meg-Reihe ist auch hier wieder einmal der Mensch das wirkliche Monster.

Diese Tatsache wird in Vostok zu einem Kernthema gemacht, da über die Menschheit als Ganzes gerichtet werden wird, irgendwann, irgendwo, an einem Ort und zu einer Zeit, da wann und wo keine Rolle mehr spielen.
Der rücksichtslose Umgang der Menschen mit unserem Planeten und auch mit anderen Angehörigen unserer Spezies spielt in Vostok eine große Rolle, ohne allzu sehr die Moralkeule zu schwingen. Dafür werden in der Geschichte verschiedene Verschwörungstheorien genutzt, um zu erklären, wer die Geschicke der Welt wirklich lenkt und was außerhalb unserer Welt noch auf uns wartet.
Das alles ist gut miteinander verwoben und funktioniert. Auch die Überschneidung mit der Handlung von Meg: Nighstalkers klappt super (bis auf die Tatsache, dass Zachary dort einen üblen schottischen Akzent hat) und im Großen und Ganzen ist die Geschichte auch nicht schlecht.

Das Aber bei der ganzen Sache – und für mich ist das ein großes Aber – ist die Erwartungshaltung. Ich wusste, was mich erwartet, doch wenn ich nur The Loch gelesen hätte und mich danach auf Vostok gestürzt hätte, um mehr davon zu bekommen, wäre ich enttäuscht gewesen.
Wenn ich dann noch klassischer Science-Fiction mit ihren Besuchern aus dem Weltall, Paralleluniversen oder Zeitreisen komplett abgeneigt wäre, hätte ich mich regelrecht verarscht gefühlt.

Vostok hat mir also gefallen, doch ich kann es nicht empfehlen. Nicht, wenn ihr mehr The Loch haben wollt. Dann solltet ihr lieber der Meg-Reihe eine Chance geben, wenn ihr das noch nicht getan habt. Und wenn ihr dort dann auf Zachary Wallace trefft und euch das Gelesene nicht zu sehr abschreckt, dann lest Vostok und seid danach gespannt auf das, was Heaven’s Lake für Dr. Wallace bereithalten wird.

Vostok // Steve Alten // 2015

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