The Loch

Anfang des Jahres habe ich Steve Altens Meg und sämtliche bisher erschienenen Fortsetzungen gelesen. Wer meine Blogposts zu den Büchern gelesen hat, weiß, dass mich die Geschichten rund um Jonas Taylors Familie und riesige, prähistorische Meeresbewohner im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten haben.
In Meg: Nightstalkers habe ich dann ja auch Zachary Wallace kennengelernt (der dort übrigens einen echt anstrengend zu lesenden schottischen Akzent hatte) und auch schon etwas über The Loch und die Fortsetzung Vostok erfahren. Ersteres habe ich nun endlich auch mal gelesen.

Worum geht es?

Zachary Wallace, halb Amerikaner, halb Schotte, ganz Meeresbiologe. Nach einer verunglückten Expedition, für die er verantwortlich gemacht wird, zieht es ihn nach 17 Jahren wieder in die alte Heimat, die Highlands, wo sein Vater Angus wegen Mordes vor Gericht steht.
Er behauptet, unschuldig zu sein und beschuldigt Nessie, das Monster von Loch Ness, seinen Freund und Geschäftspartner Johnny C. gefressen zu haben.

Wut, Enttäuschung, diverse Traumata … Zack hat jeden Grund, in den nächsten Flieger nach Amerika zu steigen, doch irgendetwas scheint um Loch Ness herum tatsächlich Menschen anzugreifen. Es wird für ihn also Zeit, sich seinen Dämonen zu stellen. Und den ganzen Verwirrungen zwischen seinem Vater, den schwarzen Rittern des Templerordens, Johnny C.s Witwe und natürlich auch Monsterjägern.

Doch er ist (offensichtlich der einzige) Wissenschaftler und will dem Rätsel um Loch Ness auf seine eigene Art auf den Grund gehen. Was auch nicht immer ganz ungefährlich ist..

Geschichte mal zwei: Story und History

Ich kann guten Gewissens behaupten, vorher noch nie so viel über schottische Geschichte gelesen zu haben, wie in diesem Buch. Die Tagebucheinträge von Sir Adam Wallace dienen natürlich nur der Story, doch die Angaben, wann welche Festung erbaut wurde, um welche Feinde abzuwehren und welcher schottische Held in welcher Schlacht fiel oder auf sonstige, unappetitliche Art und Weise den Tod fand, war trotzdem sehr interessant präsentiert.

Geschichte, fiktive Geschichte und die Story über den Meeresbiologen Zachary haben sich jedenfalls gut ineinandergefügt. Die Story an sich hatte für mich allerdings einige Startschwierigkeiten, angefangen beim Anfang, der für mich einfach zu sehr nach Meg aussah.
Sobald Zachary dann aber wieder in Schottland war und die Geschichte zu einem Monster-Krimi-Mystery-Gemisch wurde, war wieder genug Eigenständigkeit da, um das Buch nicht nur als Neufassung der gleichen Formel zu sehen.

The Loch wartet – ähnlich wie die Meg-Reihe – mit interessanten Figuren auf, bei denen recht klar ist, wen der Leser mögen soll und wen nicht. Egal ob Arschlöcher in Führungspositionen, großmaulige Reporter oder auch ruppige aber eigentlich herzensgute Schotten (in diesem Buch war auch der Akzent nicht so störend), es ist direkt klar, womit man es zu tun hat, wer noch etwas zu verheimlichen hat oder wer nochmal eine Rolle spielen wird. Schade fand ich hierbei nur, dass Max Rael, der Angus vor Gericht vertritt, ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr auftaucht, sondern nur noch in zwei Nebensätzen erwähnt wird.

Alles in allem hat mir das Buch, nach einem holprigen Start und ein, zwei Längen – meist in den Tagebucheinträgen von Adam Wallace – sehr gut gefallen und wie es sich gehört, wurde es gerade zum Ende hin immer spannender, auch wenn das Finale vielleicht etwas arg kitschig war, was aber auch wieder zu einer solchen Geschichte an einem solchen Ort passt.
Das erste Kapitel von Vostok, dem Nachfolger, habe ich auch schon gelesen, doch nach allem, was ich bisher schon weiß, wird da ein etwas anderer Weg verfolgt, also bin ich mal gespannt, wie mein Urteil über dieses Buch ausfallen wird. The Loch kann ich jedenfalls empfehlen, auch weil es mit seinem Ende selbst als Einzelwerk funktionieren würde. Also eine gute, in sich abgeschlossene Geschichte, und ein interessanter Weg, die Legende um Nessie aufzurollen.

The Loch // Steve Alten // 2005

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