[2127] Wochenrückblick ohne Namen

Eine Woche noch bis zu den Sommerferien und so langsam drehen alle am Rad. Ich bin hoffentlich eine Ausnahme und kriege noch einigermaßen zusammen, was in dieser Woche so los war.

Sieben Frauen und ich

An sich eine Situation, die mir gefällt. So war es auch am Montag. Eine Kollegin hatte zum Grillen geladen, das dann wegen des Wetters verschoben, das dann wegen zu vielen Terminproblemen verschoben und es dann am Montag in ihre Küche verlegt, weil man bis zum Nachmittag nicht wusste, dass der Nachmittag wettertechnisch doch recht geil werden würde.
Aber gut, wir saßen dann eben in ihrer Küche, haben geplaudert und uns über Unmengen an Essen hergemacht (genug, dass ihr Schreibtisch am nächsten Tag aussah wie ein Büfett). Es war echt schön, doch ich wollte auch die Liebste nicht allzu lange mit der Kleinen alleine lassen, also habe ich mich nach anderthalb Stunden verabschiedet.

(Zusätzlich hatte ich noch ein paar Einkäufe für meinen Vater im Auto, dem es tatsächlich mal so mies ging, dass er endlich mal auf unser Angebot zurückgekommen ist, doch einfach zu sagen, wenn er Hilfe braucht.)

Während ich noch dort saß ist es mir schon aufgefallen, doch als ich ging, wurde es noch deutlicher: Ich passe einfach nicht rein. Das war nun wirklich keine neue Erkenntnis oder so. Soziale Gruppen sind nicht unbedingt mein Fall, was auch der Fall ist, wieso ich kaum Freunde habe und diese Zahl im Laufe der Zeit eher abnimmt.

Dennoch war es an diesem Montag irgendwie anders. Schon seit einiger Zeit fühle ich mich nicht so fit und in solchen Zeiten setzt mir auch so ein Erlebnis wieder mehr zu, habe ich gemerkt. Es hat mich richtig traurig gemacht, obwohl ich weiß, wie schwachsinnig das doch ist.
Vielleicht zeige ich auch einfach in letzter Zeit ohnehin Anzeichen einer neuen depressiven Phase und das spielt eben da rein, wer weiß.

Und das war es dann mit dem Eigenkapital

In dieser Woche erhielten die Liebste und ich jeweils eine Rechnung bzw. einen Bescheid über die Grunderwerbssteuer vom Finanzamt. Wir kaufen diese Wohnung hier zusammen, also muss auch jeder von uns die Steuern auf die genau die Hälfte des Kaufwertes zahlen.
Dieser Akt der Bürokratie ist auf der einen Seite ulkig, aber natürlich auch nachvollziehbar. Nach der Überweisung war jedenfalls auf beiden Seiten das (direkt zur Verfügung stehende) Eigenkapitel praktisch aufgebraucht und immerhin noch ein Notgroschen auf den Konten.

Eigentlich bin ich ganz froh darüber und warte jetzt nur noch darauf, dass das Grundbuchamt endlich seinen Job macht und dann auch die Rückzahlung des Kredits beginnen kann.
Ab diesem Punkt können wir uns dann einen genauen Überblick verschaffen und auch wieder anfangen, monatlich etwas auf die hohe Kante zu legen. Ich hoffe ja immer noch, durch die jährlichen Sondertilgungen zumindest einen der zwei Kredite zum Ablauf der Zinsbindung abgezahlt zu haben.

Besuch!

Gestern war wieder einmal ein Kumpel bei uns und hat mit uns den Abend verbracht. Wie schon beim letzten Mal, war die Kleine mal wieder komplett hin und weg, was einfach süß zu beobachten war. Wir haben auch zusammen Musik gehört, doch die Kleine besteht immer wieder auf ihren Lieblingssong, „Wenn Inge tanzt“ von Systemfehler. Wenigstens ist es ein guter Song.
Als sie dann im Bett war, haben wir uns wieder einmal einer unserer Lieblingsbeschäftigungen gewidmet: Videospiele, die entweder so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind und Videospiele, in denen wir (also hauptsächlich ich) ziemlich schlecht sind.

Mit jemandem gemeinsam fällt es mir viel leichter, mich für dieses Hobby zu begeistern und auch eine Weile dranzubleiben, das fällt mir immer öfter auf. Schön, wenn jemand da ist, doch ansonsten finde ich das doch eher schade.

Der Besteste. Punkt.

Wie eingangs erwähnt, drehen kurz vor den Ferien gefühlt alle etwas durch. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, aber eben hauptsächlich. Da muss man dann immer mehr „Du, du, du!“-Gespräche führen und fragt sich manchmal echt, was in deren Köpfen so vor sich geht. Ja, die meisten können nichts dafür und oft genug sind auch die Eltern arm dran, aber das ändert nichts daran, dass man im Schulalltag dann eben öfter als einem lieb ist mit frechen oder respektlosen Kindern zu tun hat.

Zum Glück sind nicht alle so und so gibt es auch manche, die einfach nur herzensgut sind. Gerade im Grundschulbereich sind das diejenigen, die einem dann gerne mal etwas basteln oder malen. Oder – wie es mir diese Woche widerfahren ist – einen Brief schreiben und einem damit schriftlich belegen, „der besteste Helfer der ganzen ganzen Welt“ zu sein. Nicht, dass daran Zweifel bestanden hätten, aber solche Situationen entschädigen dann doch ein wenig für so manchen Honk, mit dem man sonst so zu tun hat. Dazu dann noch die ganzen Herzchen und so … ich glaube, ich habe einen Fan.

So, und nun verabschiede ich mich und wünsche wie immer euch und uns einen schönen Sonntag und morgen einen tollen Start in die neue Woche. Wir werden vielleicht mit der Kleinen in einen Wildpark fahren und ich hoffe einfach mal, ihr verbringt auch einen erholsamen Tag.

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