[2118] Mal so, mal so. Mal wieder.

Leute, ich kann euch sagen, gefühlt war in dieser Woche wieder einiges los. Mir ist natürlich bewusst, dass es mir immer nur so viel vorkommt, weil mein Leben an sich so unfassbar „langweilig“ – will sagen: „geregelt“ – abläuft und der bevorstehende Umzug und so eben für „Abwechslung“ – will sagen: „Stress!“ – sorgt.
Trotzdem wächst selbst beim Schreiben dieser Einleitung meine Liste mit Themen immer noch weiter an, weil mir ständig noch etwas einfällt, das es eventuell wert sein könnte, erwähnt zu werden. Das sieht ziemlich durcheinander aus, muss ich zugeben und daher möchte ich jetzt schon vor einem thematischen Hin und Her warnen.

Und nun, da das geklärt ist, fangen wir gleich mal an mit…

FickFuck … ääähhh, TikTok

Ganz kurz vorweg, für die Seligen unter euch, die keine Ahnung haben, was ein TikTok überhaupt sein soll: TikTok ist ein aktuell trendiges „Social Network“. Die Idee dahinter ist eigentlich die von musical.ly, das meines Wissens von TikTok geschluckt wurde. Mini-Playback-Show-mäßig kriegt man etwas Musik und vielleicht auch noch ein Video mit einem bekloppten Tanz und macht dann selbst einen kurzen Clip, den man mit der Welt teilt.
Vollkommen überraschend und absolut unvorhergesehen wird diese Plattform natürlich genutzt, um neben Mobbing, Hass, sowie erotischen und pornografischen Inhalten (in den meisten Fällen sogar von Volljährigen, soweit ich weiß) auch Videos zu den aktuell angesagten Internet-Challenges zu teilen.

Und damit sind wir bei meiner letzten Teamsitzung, die diese Woche online stattfand. Ich hatte schon vor Wochen von dem Fall gehört, doch jetzt hat eben der Kollege an der entsprechenden Schule nochmals berichtet, dass sich dort vor kurzem ein Schüler der sechsten Klasse (!) bei einer solchen Challenge das Leben genommen hat.
Die „Blackout-Challenge“ sieht wohl vor, sich selbst die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden, bis man ohnmächtig wird. Ich muss also wohl nicht erklären, was passiert ist.

Ich möchte jetzt nicht darauf eingehen, wie tragisch das ist und wie wütend es machen kann, dass so etwas überhaupt passiert. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, worauf ich hinauswollte. Vermutlich wollte ich mich nur auskotzen darüber, was für eine Plage soziale Medien sein können und einfach dazu ermahnen, auf Kinder aufzupassen. Das soll nicht heißen, dass ich den Eltern die Schuld geben möchte, absolut nicht. Ich weiß nur leider, dass oft zu wenig Interesse herrscht für das, was Kinder online treiben und scheißegal für wie reif oder weitsichtig ihr eure Kinder haltet: Kinder sind dumm. Verdammt, es gibt genügend „Erwachsene“, die kaum lebensfähig sind, wieso sollten wir dann so tun, als seien Kinder ach so klug, nur weil sie den Mist seit dem Kindergarten kennen?

Passt einfach auf. Beschäftigt euch mit Dingen, die eure Kinder beschäftigen und redet darüber. Besonders in der aktuellen Situation.

Back to work?

So, sind wir jetzt alle down genug? Ich denke schon. So ganz sicher war ich mir nicht, ob ich diesen Abschnitt wirklich in den Wochenrückblick packen sollte, schließlich habe ich ja noch die selten genutzte „Ausraster“-Kategorie. Doch ich denke, das passt ganz gut hierher. Und mit so einem Einstieg kann es ja jetzt eigentlich nur noch besser werden, oder?

Machen wir also weiter mit meinem ganz persönlichen Drama, auch wenn das in ganz anderen Dimensionen angesiedelt ist: Das Schreiben.
Im letzten Jahr habe ich praktisch den kompletten Entwurf für meinen ersten Roman neu geschrieben. Dazu habe ich mit einer Geschichtensammlung angefangen, die seit Monaten darauf wartet, endlich fertiggestellt zu werden. Ich steuere aktuell auf meinen 1.000. Blogpost (allein auf diesem Blog) zu. Ich steuere auch auf meinen 34. Geburtstag zu und bin seit mindestens 25 Jahren Windows-Nutzer. Wobei Nutzer in den frühen Jahren vielleicht noch etwas hochgegriffen war. Ich wusste, wie ich Windows dazu bringe, meine Spiele zu starten, mehr brauchte ich nicht.
Auf jeden Fall habe ich einiges an Erfahrung gesammelt und habe in dieser Woche, im Jahr 2021, gelernt, dass es einen Shortcut gibt, um ein ganzes Wort zu löschen. Ctrl+Backspace war mir vorher völlig fremd. Ich war immer so der BackspaceBackspaceBackspace…-Typ. Das werde ich auch vermutlich noch eine Weile bleiben, bis dieses neue Wissen in meinem Muskelgedächtnis angekommen ist und der Shortcut auch als solcher benutzt werden kann.

Aber ist ja nicht so tragisch, ich schreibe aktuell ja sowieso nicht. Und genau das stört mich, um ehrlich zu sein.
Nach dem Umzug möchte ich daher versuchen, wieder mehr und vielleicht auch wieder regelmäßig zu schreiben. Dann habe ich mein eigenes Arbeitszimmer, was mir tatsächlich sehr hilft. Durch die Umzugsvorbereitungen ist das aktuelle Hobbyzimmer ziemlich leer und ich kann hier arbeiten und habe bereits über 700 Wörter geschrieben. Für mich ist das viel.
Blogposts sind natürlich keine Bücher, aber die Übung allein ist schon viel wert. In Zukunft muss ich also lernen, mir Zeit zu nehmen und sie auch zu nutzen. Nun gut, mit dem Umzug wird sich sowieso einiges im Alltag ändern, dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

Neues in Sachen Umzug

Mal ehrlich: Mittlerweile seid ihr doch auch froh, wenn das Thema endlich erledigt ist, oder?
In der neuen Wohnung hängen jetzt alle Lampen. Irgendwann müssen noch die Bewegungsmelder getauscht werden (da muss einfach ein Schalter dran sein, also „An – Aus – Sensor“) und vor dem Umzug hänge ich noch die neuen Rauchmelder auf, doch die werden geklebt und nicht geschraubt.

Seit Donnerstag haben wir auch unseren neuen Kühlschrank, wodurch die Küche jetzt so ganz langsam Gestalt annimmt. Das Ding wurde von Hermes geliefert und die beiden Männer waren nicht gerade begeistert, als sie den kleinen Vermerk im Auftrag gesehen haben, dass zusätzliches Personal benötigt wird. Als dann einer von beiden auch noch seinen Kollegen fragte „Geht das denn mit deinem Arm?“, wurde mir doch etwas mulmig.
Die zwei haben das Gerät aber doch ohne größere Probleme in die Küche geschafft und dort aufgestellt. Er hätte allerdings keine 5 cm breiter sein dürfen, sonst hätte er nicht durch die Haustür gepasst.

Was zum Umzug auch ein Upgrade bekommt, ist unsere Internetverbindung. Darum habe ich mich am Montag telefonisch gekümmert und zwei Tage später war bereits ein neues Modem da, das auch mit der schnelleren Leitung kompatibel ist. Bis zum Umzug kann das hier noch seinen Dienst tun und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden damit.
So eine Verfünffachung der Internetgeschwindigkeit ist doch schon sehr angenehm und ist mir dann auch die drei Euro mehr pro Monat wert.

Besuche

Am Wochenende standen nochmal Besuche auf dem Plan. Am Freitag kam ein Kumpel vorbei, worauf ich mich schon die ganze Woche gefreut hatte. Wir haben gezockt (größtenteils er, um nach über acht Jahren mal noch die 100 % auf meinem Dark Souls-Spielstand zu holen) und geredet. Es war einfach super. Mehr brauche ich wirklich nicht für einen tollen Abend. Schade war nur, dass er verhältnismäßig früh gehen musste, weil man ja zwischen 22 und 5 Uhr zum Corona-Superspreader wird oder so.
Aber gut, man ist ja nicht aus der Welt und beim nächsten Mal wird dann ein anderes langjähriges Projekt angegangen, nämlich Grabbed by the Ghoulies. Auch darauf freue ich mich schon.

Gestern war es dann nochmal an der Kleinen, Oma und Opa zu besuchen. Nachdem das in der letzten Woche so überraschend gut geklappt hat, wollten wir diesmal probieren, ob sie auch über Nacht dortbleiben würde.
Ich habe sie also nach ihrem Mittagsschlaf ins Auto gepackt und zu Oma und Opa gebracht. Die Kleine war gut drauf ist, als wir an einem Parkplatz voller LKWs vorbeigefahren sind, komplett ausgerastet. Schreien, Zappeln, Lachen … die Kleine mag Autos und je größer, desto besser. Kurze Zeit später hat sie dann bei der Oma auf dem Arm gesessen und mir zum Abschied gewinkt.
Für den Rest des Tages gab es kurze Updates und jede Menge Fotos per WhatsApp, doch als die Kleine dann mal schlief, wurde es ruhig. Und jetzt, am Sonntagmorgen, ist es immer noch ruhig. Die Nacht war wohl für Mama und Papa (vor allem für die Mama) viel schlimmer, als für die kleine Maus. Aber das wird mit der Wiederholung wohl besser.

Eine Woche der Höhepunkte

Abgesehen von diesem ziemlichen Downer zum Wochenbeginn war diese Woche eigentlich echt gut, würde ich sagen. Einer meiner persönlichen Höhepunkte waren die, die die Liebste mir erlaubt hat, zu haben. Meine Geilheit haben sie nicht unbedingt gesenkt, doch es war einfach schön.

Aber auch andere Sachen waren einfach toll in dieser Woche. Dass jetzt die Lampen hängen und unsere Vorbereitungen für den Umzug gut laufen, ist super. Das Übernachten der Kleinen bei der Oma. Ihr täglich wachsender Wortschatz.

Bei allem, was in der Welt oder auch in unserem Leben schiefgeht oder für Kummer sorgt (und auch da gibt es aktuell genug), geht es uns an sich noch wirklich, wirklich gut. Ich habe für mich schon vor einigen Jahren beschlossen, dankbarer für das zu sein, was ich habe und mich nicht so sehr mit dem zu belasten, das mir fehlt. Wenn ich aktuell so manch anderen Leuten zuhöre, merke ich, wie sehr mir das geholfen hat.
Aus diesem Grund möchte ich auch weiterhin daran arbeiten, dankbarer zu sein. Das bedeutet nicht unbedingt, dass ich bestimmte Dinge tun oder lassen werde, es ist mehr eine Einstellungssache. Denn nichts ist selbstverständlich und deshalb ist alles es wert, geschätzt zu werden. Selbstverständlich muss ich aber auch daran arbeiten, die Dinge zu erhalten, die mich glücklich machen. Eine gesunde Beziehung, eine glückliche Familie … das bedeutet Arbeit. Dauerhaft, Aber es lohnt sich. Und ich bilde mir ein, in den letzten Jahren meinen Job dahingehend ganz gut zu machen.

So, ich weiß nicht ganz genau, woher dieser letzte Absatz auf einmal kam, doch ich werde ihn einfach mal stehen lassen. Falsch ist es ja nicht, was ich da geschrieben habe, auch wenn jeglicher Kontext fehlt. Ich wünsche euch und uns einen erholsamen Sonntag und morgen einen tollen Start in die neue Woche!

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