[2114] Schluss mit Urlaub

Mein Urlaub ist vorbei und ich war wieder zwei Tage arbeiten. Wer hätte gedacht, dass das die erholsamsten Tage der Woche werden? Aber lasst uns vorne anfangen.

Ostern

Im letzten Beitrag habe ich ja kurz vom Karfreitag berichtet, also fehlen noch der Ostersonntag und -montag.
Am Sonntag waren wir in St. Ingbert. Im Garten von Oma und Opa hat unsere Kleine ganz brav Geschenke gesammelt und in den Korb gelegt, den die Oma getragen hat. Das hat mich nicht nur überrascht, sondern war auch einfach nur schön anzusehen.
Drinnen ging die Geschenkeorgie weiter und die Kleine hat richtig schön gespielt. Selbst den Hund hat sie sich hin und wieder getraut, kurz zu streicheln. Toll war auch, wie sie – in ihrer Rolle als Babygodzilla (früher war sie noch der Babykotzilla) – mit dem Opa gespielt hat. Er hat sich die Bauklötze geschnappt und Türme gebaut, während sie durch das Wohnzimmer gelaufen ist und regelmäßig bei ihm vorbeikam und alles in Schutt und Asche gelegt hat.

Montags waren wir dann bei meiner Mutter und ihrem Mann. Dort gab es weniger Geschenke, doch nicht weniger Spaß. Und jede Menge Kuchen!
Die Kleine ist auch dort wieder viel herumgerannt und Oma und Opa vollständig eingenommen. Da stand auf einmal eine kleine Wippe und eine Rutsche im Wohnzimmer, stellt euch das mal vor! Da musste dieses Kind natürlich immer wieder hin und her. Rutsche! Tisch! Puzzle! Wippe! Rutsche! Kuchen (Hamm!)! Puzzle! Buch! Hamm!

Sowohl sonntags als auch montags ist mir etwas ganz besonders aufgefallen: Wie müde ich bin. Bzw. wie erschöpft ich bin, wenn ich ständig auf das Kind achten muss. Kaum haben sich Oma und Opa um sie gekümmert und hatten sie ständig im Auge, hätte ich im Sitzen einschlafen können.
Dadurch, dass ich nicht mehr ständig aufpassen musste, fiel so eine Last von mir ab, dass ich erst gemerkt habe, wie kräftezehrend das wirklich ist. Ich liebe meine Tochter wirklich, aber ich bin auch froh, wenn ich sie nicht rund um die Uhr im Blick behalten muss.

Eine Nachricht aus der Vergangenheit

Am letzten Sonntag habe ich mich nach Ewigkeiten nochmal bei einem alten Skype-Account eingeloggt. Und dort wartete tatsächlich eine ungelesene Nachricht von einer alten Freundin auf mich. Eine Nachricht von 2019! Seit 2015 hatten wir keinen Kontakt mehr, wenn ich mich recht erinnere. Damals waren wir beide in einer recht ähnlichen Situation und der Austausch mit ihr tat mir wirklich, wirklich gut.

Ich habe auf ihre Nachricht natürlich geantwortet, auch wenn ich keine großen Hoffnungen hatte, dass sie sie lesen würde, selbst wenn sie als online angezeigt wurde.
Durch Zufall hat sie sie jedenfalls am Mittwoch doch gelesen und jetzt haben wir wieder Kontakt. Wir beide haben uns in den letzten Jahren weiterentwickelt und sind jetzt glücklicher in unseren Leben, das freut mich wirklich. Es ist verdammt schön, zu sehen, wie es gelingen kann, etwas an sich zu arbeiten. Klar gibt es auch mal Rückschläge oder Zeiten, in denen es nicht so gut vorwärtsgeht, doch es ist wichtig, nicht aufzugeben.

Erholung! Ach nee, doch nicht.

Nach der ersten Woche Urlaub, die ja nicht gerade erholsam war, habe ich mich auf die letzten beiden Tage der Ferien gefreut. Der Dienstag und der Mittwoch nach Ostern sollten zumindest vormittags etwas Zeit für mich bedeuten. Die Liebste auf der Arbeit, die Kleine in der Betreuung, ich auf der Couch. So sah zumindest der Plan aus.

Dann fiel mir ein, dass am Dienstag ein Handwerker für ein Angebot kommen wollte und auch noch mein neuer Schreibtisch geliefert werden würde. Beides natürlich in der neuen Wohnung. Aber gut, dann habe ich ja immerhin noch den Mittwoch, dachte ich mir.
Wäre da nicht die Nachricht vom Tagesvater gewesen, dass er bis Mittwoch außer Gefecht ist.

Am Dienstag war ich also mit der Kleinen in der neuen Wohnung, bis auch die Mama da war, extra für den Termin mit dem Handwerker (dazu später mehr). Das war also der Vormittag. Am Mittwoch konnte ich sie zwar zu meiner Mutter bringen, doch danach musste ich noch einiges mit den Stadtwerken klären und auch noch beim Arzt vorbei. Mein Befund vom Radiologen war übrigens vollkommen unauffällig.

Diese beiden Tage waren also wieder einmal produktiv, aber eben nicht sehr erholsam.

Zurück ins Büro!

Am Donnerstag war der Tagesvater dann wieder auf dem Damm und mein Urlaub endgültig vorbei. Um 05:35 Uhr klingelte der Wecker, doch ich war schon seit einer halben Stunde wach und habe darauf gewartet. Auf den Startschuss, aus dem Bett zu steigen, den Swag aufzudrehen … ach nee, das war jemand anders. Also ab unter die Dusche, rein ins Auto und ab ins Büro.

Wie an jedem ersten Tag nach dem Urlaub habe ich mich dort durch meine Mails und Anrufe gearbeitet. Da meine Chefin krank war, gab es noch ein paar andere Sachen zu erledigen, bevor es dann mit dem normalen Tagesgeschäft weitergehen konnte. Dennoch waren diese beiden Tage eine willkommene Abwechslung und sorgten für etwas Erholung vom Urlaub.

Und dann noch etwas für die Seele

In dieser Woche habe ich etwas für mein Wohlergehen getan. Es war keine große Aktion, doch ich habe meinen Habit Tracker vom Homescreen gelöscht. Die App ist immer noch installiert, doch nachdem ich bemerkt hatte, dass ich sie im April noch gar nicht genutzt hatte, konnte ich sie ruhigen Gewissens vom Homescreen verbannen. Klingt wirklich nicht nach viel, doch es war gut. Aber darüber werde ich wohl im kommenden Monatsrückblick noch etwas schreiben.

Weniger für die Seele als viel mehr für die Lust und die Liebe hat die Liebste etwas getan und mir nochmal einen Höhepunkt erlaubt. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich nur sagen: Gott, war das geil!
Ich selbst habe mir am Freitagabend ein paar Stunden gegönnt, um in Ruhe eine Serie zu schauen. Nicht nebenher, während ich versuche, zu zocken und dabei auch noch zu wichsen. Nein, ich habe mich hingelegt und die letzten Folgen Stranger Things geschaut. Am Ende habe ich sogar die ein oder andere Träne vergossen. Abschiedsszenen und diese klischeehaften Briefe, die die Hinterbliebenen finden und die dann immer noch in der Stimme des Verstorbenen vorgelesen werden funktionieren bei mir einfach immer.

Gestern haben die Liebste und ich es sogar geschafft, nochmal einen Film zusammen zu schauen. Systemfehler – Wenn Inge tanzt stand schon lange auf meiner Watchlist, doch nachdem ich in dieser Woche nochmal über den Song gestolpert war, musste ich den jetzt endlich mal schauen. Eine altbekannte und vorhersehbare Story, aber unterhaltsam erzählt. Und dieser Song ist einfach toll.

Und heute? Heute ist mal wieder Sonntag und alles, was ich möchte, ist ein gemütlicher Tag mit der Familie. Was will man mehr? Wenn ihr es wisst, wünsche ich euch, dass es euch heute vergönnt sein möge. Habt einen schönen Tag und morgen einen tollen Start in die neue Woche!

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