[non-fiction] Soulful Simplicity

Ich habe ja schon in meinem Beitrag zu The gentle Art of swedish death cleaning erwähnt, dass ich mir ein paar Bücher zum Thema Ausmisten herausgesucht habe. Soulful Simplicity war eines der Bücher, die ich mir dazu besorgt hatte, kommt das Buch doch immerhin mit dem Untertitel How living with less can lead to so much more daher.
Ohne direkt schon zu viel zu verraten, kann ich sagen: Das war nicht, was ich erwartet hatte. Ich hätte es aber auch besser wissen können.

Ein Wort der Warnung: Ich glaube, das hier wird eine meiner miesesten „Rezensionen“; einfach, weil ich eher wenig aus dem Buch verraten will und es mir schwerfällt, es wirklich zu bewerten. Aber ich habe mir vorgenommen, zu jedem Buch kurz etwas zu schreiben, also los geht’s.

Die spirituelle Seite eines achtsamen Lebens

Courtney Carver (ihr Blog findet ihr hier) beschreibt in Soulful Simplicity ihren Weg zu einem simpleren Leben. Dabei legt sie besonderen Wert darauf, dass weniger nicht unbedingt nichts bedeuten muss. Weniger Besitz, weniger Stress, weniger Verpflichtungen. Das Ergebnis – wenn man es richtig anstellt – ist mehr Leben.
Wie man das richtig anstellt, verrät Carver nicht. Kann sie aber auch nicht, schließlich muss jeder sein eigenes Leben leben. Dafür beschreibt sie, was für sie richtig war. Und ganz wichtig: Was sie wachgerüttelt hat.

Eine MS-Diagnose ist nicht unbedingt der angenehmste Wake-up-call, doch sie erfüllt ihren Zweck, wenn man bereit ist, zuzuhören. Carver war bereit und beschreibt ihren Weg zu mehr Zeit, mehr Freiraum und mehr Liebe.

„Ich bin jetzt aber eher so der rationale Realist.“

Dann ist ein Buch mit dem Titel Soulful Simplicity nicht unbedingt das richtige für dich. Überraschung! Das dürfte aber auch schon der Titel verraten und genau deshalb meinte ich eingangs, dass ich es hätte besser wissen können.
Ich bin nun absolut nicht abgeneigt, einen spirituellen Ansatz für ein erfüllteres Leben zu verfolgen, also habe ich das Buch auch komplett gelesen. Genervt war ich trotzdem manchmal.

Da sind praktisch die ersten 15 %, in denen die Autorin darauf rumreitet, dass sie ja nicht nur auf ihrer Krankheit rumreiten will. Das hätte man definitiv kürzer fassen können. Generell hatte ich oft das Gefühl, dass es sich in die Länge zieht. Das will ich aber nicht als wirklichen Kritikpunkt zählen, denn genau diese Art von Entschleunigung ist sicher für viele, die das Buch lesen, genau was sie brauchen.

Ich gehöre also nicht unbedingt zur Kernzielgruppe dieses Buchs, das war mir recht schnell klar. Ich war auch manchmal genervt oder gelangweilt, doch nie so sehr, dass ich das Buch abbrechen wollte. Das stellt mich aber vor die schwierige Frage, ob ich das Buch empfehlen würde. Da ich keine eindeutige Antwort darauf habe, würde ich eher zu einem „nein“ tendieren. Wenn ihr aber zu den „Yoga und Gemüse-Smoothies zum Sonnenaufgang“-Leuten gehört, werdet ihr bei der Lektüre wohl oft zustimmend nicken.

Soulful Simplicity: How living with less can lead to so much more // Courtney Carver // Ratgeber // 2017

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