[2111] Fortschritte

Ich habe den Titel da oben gerade mehrmals geändert, weil ich mir ziemlich sicher war, ihn schon verwendet zu haben. Dann habe ich beschlossen, dass er durch das Kürzel mit Jahr und Kalenderwoche ja doch einzigartig bleibt und ich ihn so lassen kann. Eine kurze Suche auf meinem Blog hätte das geklärt, aber nein, das wäre zu einfach. Übrigens habe ich das auch jetzt noch nicht getan.

Was ich allerdings getan habe – nachdem ich es mir in der letzten Woche vorgenommen habe – war, eine digitale Notiz anzulegen und die wichtigen Punkte in dieser Woche festzuhalten. So kann ich diese kurze Liste abarbeiten, um nichts zu vergessen, dass ich hier mit euch teilen wollte.
Wenn ich bedenke, wie mein Gedächtnis in letzter Zeit so funktioniert, ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, das jetzt mal für ein paar Wochen zu testen.

Da gibt es mal etwas zu feiern…

… und ich renne zum Arzt. Am Montag hatten die Liebste und ich unseren sechsten Jahrestag. Mehr will ich dazu auch gar nicht schreiben, das habe ich ja schon in einem eigenen Beitrag gemacht.
Aber ja, ich hatte am Montagnachmittag einen Termin bei meinem Hausarzt. Das war eigentlich schon lange überfällig, doch erst nachdem ich es auch hier verkündet hatte, war der Druck groß genug, endlich was zu unternehmen.

Ich war also beim Arzt und habe die Liste der Dinge vorgetragen, die ich gerne abgeklärt wüsste:

  • Ein ständiges Erschöpfungsgefühl, das nichts mit Schlafmangel, zu wenig Bewegung oder frischer Luft zu tun haben kann
  • Plötzliche, starke (oder zumindest störende) Schmerzen ohne Anlass
  • Meine extreme Ungeschicklichkeit
  • Eine Autismus-Abklärung, nach der ich mich 18 Jahre lang nicht getraut habe, zu fragen

Der Arzt hat sich das alles angehört und dann ging es schon weiter. Laboruntersuchung am Donnerstag und eine Überweisung zum Neurologen / Psychologen für den Rest. Dort habe ich tatsächlich auch schon einen Termin mit nur einem Monat Wartezeit. Ultraschall am Donnerstag war okay und die restlichen Ergebnisse kriege ich am Dienstag. Am kommenden Donnerstag habe ich sogar schon einen Termin zum MRT. Als ich die Termine abgemacht hatte, habe ich danach noch gescherzt, dass ich vielleicht doch noch schnell Lotto spielen sollte vor der Samstagsziehung.

Das alles ist nun also ins Rollen gebracht und ich werde berichten, was dabei rauskommt. So viele Arzttermine in kurzer Zeit hatte ich aber auch schon lange nicht mehr. Und dann kommt morgen ja noch meine Impfung hinzu.

Große Wiedereröffnung: Das Kopfkino

Lange Zeit war da irgendwie nichts los. Der Grund dafür wird wohl der ganze Stress der letzten Wochen und Monate gewesen sein. Jetzt, wo zumindest der Hauskauf bald abgewickelt ist (mehr dazu später), sind aber wohl in meinem Kopf wieder Kapazitäten für andere Dinge frei. Und so hatte ich von Freitag auf Samstag zum ersten Mal seit längerer Zeit nochmal eine Nacht, in der jeder Traum entfernt von Sex handelte. Zumindest jeder Traum, an den ich mich erinnern konnte.

Der Auslöser dafür: Tatsächlich das Telefonat mit der Radiologie. Die Erklärung, dass ich Wechselkleidung mitbringen solle und mich dort dann umziehen muss, rief die Erinnerung an eine Amtsärztliche Untersuchung wach. Da sagte die Ärztin irgendwann „Bitte bis auf die Unterwäsche ausziehen“. Und nun ratet mal, wer ein pinkes Höschen und den passenden BH trug? Es war so peinlich und gleichzeitig (vermutlich genau deshalb) so verdammt heiß. Obwohl die Ärztin ja null darauf reagiert hat.

Das hat jedenfalls wohl ausgereicht, um das Kopfkino wieder auf Touren zu bringen und meine Konzentration zu beeinträchtigen. Aber das ist wenigstens eine Ablenkung, die ich genießen kann.

Shopping im großen Stil

Egal ob Terminshopping oder allgemeine Öffnungen, man kann endlich wieder in die Läden rennen und Geld ausgeben. Und was habe ich natürlich gleich getan? Ich bin verdammt nochmal mit meinem Arsch zu Hause geblieben und habe online eingekauft. Das allerdings nicht zu knapp.

Nachdem ich mich erstmal über IKEA geärgert habe – da will man mal freiwillig dort was bestellen und muss dann beim Kaufvorgang erfahren, dass „Verfügbar“ nicht unbedingt „Lieferbar“ heißt – hat die Liebste mich tatkräftig bei der Suche nach einem neuen Schreibtisch unterstützt. Am Ende wurde es ein Modell, das bei IKEA „Nicht verfügbar“ war, bei einem anderen Anbieter dafür schon. Das Arbeitszimmer ist damit komplett bestellt. Auf Deko möchte ich dort – mit Ausnahme von ein paar Lego-Modellen – eigentlich verzichten, aber vielleicht gibt es doch irgendwann noch Bukowskis „So you want to be a writer?“ in einem schlichten Rahmen. Ich glaube, das könnte mir gefallen.

Für unser neues Badezimmer haben wir einen Hochschrank ausgesucht, der immerhin 80 cm breit ist. Auch das war schon schwer zu finden. Auch einen Spiegel haben wir ausgesucht, der schlicht und ergreifend riesig und einfach nur übertrieben ist. Aber lieber jetzt einmal richtig tief in die Tasche greifen (obwohl wir doch schon vergleichsweise günstige Möbel ausgesucht haben) … Ihr kennt das ja. Den haben wir gestern dann bestellt, da es da beim Hersteller aktuell noch 10 % auf alles gibt. Und das macht sich bei mehreren hundert Euronen schon bemerkbar.

Im Eingangsbereich wird es eine neue Garderobe und ein Schuhregal geben, dann ist erstmal alles erledigt, was für den Einzug sein muss. Fast jedenfalls, denn wir brauchen noch einen Kühlschrank. Aber wenn wir den ausgesucht und bestellt haben, ist wirklich alles erledigt. Esstisch, Wohnzimmer und auch Kinderzimmer werden dann nach dem Einzug ersetzt bzw. ausgestattet, wenn wir ein besseres Gefühl für den Raum und für unsere Bedarfe haben. Obwohl ich ja schon einen Wohnzimmertisch im Auge habe, den ich mir seit einem Jahr oder so wünsche. Daran merkt man wohl auch, dass man alt wird, oder?

Apropos Wohnung…

In dieser Woche gab es, bezüglich neuer Wohnung, einiges an Stress. Es hieß, wir kriegen die fehlenden Unterlagen, die die Bank noch für die Finanzierung braucht. Wir haben also darauf gewartet und die Finanzierungsberaterin schon darauf vorbereitet. Auch die übrigen Unterlagen, die wir schon hatten, haben wir alle eingescannt und hochgeladen.
Am Donnerstag habe ich dann einen dicken Umschlag voller Papiere abgeholt. Nichts davon brauchten wir. Ein Gespräch mit der Liebsten, drei Telefonate mit der Beraterin und zwei Telefonate mit meinem Onkel (von dem wir die Wohnung ja kaufen) später hatten wir zumindest den Grundbuchauszug.

Was jetzt noch fehlt ist die Teilungserklärung, weil wir ja nur eine von zwei Wohnungen im Haus kaufen. Die soll nun in der nächsten Woche kommen und dann hoffen wir, dass die Bank das so akzeptiert, damit wir dann zum Ende des Monats den Kaufvertrag unterzeichnen können. Denn wenn das diesen Monat noch erledigt ist (und wir sind ja seit Mitte Dezember dran), gibt es noch das Baukindergeld vom Staat. Und das sind immerhin 12.000 €, auf die wir ungern verzichten würden.

So, hat doch ganz gut geklappt mit meiner digitalen Notiz als Gedächtnisstütze. Ich werde das, wie bereits erwähnt, mal ein paar Wochen lang ausprobieren. Vielleicht war ja in dieser Woche auch einfach mehr los und ich habe deshalb den Beitrag so gut mit Inhalt füllen können (zumindest glaube ich, das mir das gelungen ist).
Ich wünsche euch und uns jedenfalls einen schönen Sonntag (auch wenn das Wetter hier nicht so gut werden soll) und morgen einen tollen Start in die neue Woche!

10 Gedanken zu „[2111] Fortschritte

      1. Das hatte ich schon so aufgefasst, keine Sorge. Und ich freu mich ja auch. Trotzdem bin ich froh, wenn das alles erledigt ist. Kein Stress mehr wegen der Wohnung, vielleicht Klarheit von den Ärzten und irgendwann mal wieder vielleicht n bisschen Zeit für Mama und Papa, sich mal nur um sich zu kümmern xD

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      2. Ja, das stimmt. Ich muss ja zugeben, dass mir für manches auch einfach nur ein paar ungestörte Minuten reichen, aber einfach mal wieder lange und ausgiebig zu kuscheln wäre auch nochmal schön.

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    1. Naja, ich hatte es ja nicht darauf angelegt. Hatte einfach nicht auf dem Schirm, dass die Untersuchung so genau sein würde.
      Wenigstens war das Höschen zu eng, um dann noch ein kleines Zelt zu bauen.
      Gott … Allein, davon zu schreiben…

      Und wie kam es zu der Sache mit dem String?

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      1. Ich weiß gar nicht mehr so genau. Es war klar, dass die Hose ausgezogen werden muss … ich wollte wohl einfach mal mutig sein und mich ‚präsentieren‘. Mit sexueller Erregung oder so hatte das echt nichts zu tun und wenn, wie bei dir, eh zu eng die Dinger (und nur dann sah es ja auch gut aus).

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