Montagsfrage #113 – Leseanteil in Fremdsprachen [2109]

Ich hoffe, die neue Woche hat für euch weniger nervig angefangen, als für mich. Nach etwas Ärger mit der Technik sitze ich nun jedenfalls im Home Office, denn hier habe ich zumindest Admin-Rechte.
Aber eine neue Woche bedeutet ja (meist) auch eine neue Montagsfrage und um die soll hier heute gehen. Schauen wir sie uns also mal an:

Wie hoch ist euer Leseanteil in einer Fremdsprache und warum lest ihr nicht die Übersetzung? (Torsten’s Bücherecke)

Hui, eine Frage die zumindest zur Hälfte nach einem messbaren Wert fragt. Fangen wir doch damit auch gleich mal an und schauen auf die letzten paar Jahre, seit ich genau festhalte, was ich lese.

2017 habe ich 27 Bücher gelesen, alle davon auf Deutsch (0 % Fremdsprachen).
2018 waren es 62 Bücher, davon nur eines auf Englisch, wobei ich da die Expanse Stories 1-3 zusammengefasst habe (1,6 % Fremdsprachen).
2019 habe ich 48 Bücher gelesen, davon vier auf Englisch (8,3 % Fremdsprachen).
2020 waren es insgesamt 40 Bücher, 14 davon auf Englisch (35 % Fremdsprachen).
2021 habe ich bisher zehn Bücher beendet, davon nur eines auf Deutsch (90 % Fremdsprachen).

Insgesamt komme ich also auf einen Fremdsprachen-Leseanteil von 28/187 (15 %) seit 2017.
Bleibt also noch die Frage, warum ich denn nicht die Übersetzung lese. Nun manche dieser Bücher sind schon eine Übersetzung aus dem Japanischen oder dem Schwedischen zum Beispiel. Da ich nur Deutsch und Englisch verstehe, muss ich mich auf diese beiden Sprachen beschränken. Manchmal gibt es gute Übersetzungen direkt aus dem Original ins Deutsche (wie bei den Büchern von Haruki Murakami, die Ursula Gräfe übersetzt), doch manchmal wird auch eine Übersetzung der Übersetzung angeboten, bei der dann – so sagt man zumindest – gerne etwas verloren geht.
Bei Büchern, deren Originalsprache ich nicht verstehe, lese ich also gerne eine „Übersetzung ersten Grades“. Ob Deutsch oder Englisch ist mir dabei eigentlich egal.

Was auch für das Lesen in der Ursprungssprache spricht, ist die schnellere Verfügbarkeit, besonders bei Serien. Sobald Steve Alten den nächsten Teil seiner Meg-Reihe veröffentlicht, kann ich den lesen und muss nicht auf eine Übersetzung warten. Hätte ich die Reihe auf Deutsch angefangen, wie ich es bei The Expanse gemacht habe, würde ich aber auch auf die Übersetzung warten, da ich innerhalb einer Reihe ungerne in der Sprache hin- und herspringe. Das ist zwar nur eine persönliche Präferenz, doch ich denke, die teilen viele Leute.
Neben der schnelleren Verfügbarkeit spielt auch die allgemeine eine Rolle. Wenn die Liebste ein Buch auf Englisch hat, das mich interessiert, muss ich es nicht auf Deutsch kaufen.
Gerade bei englischen Büchern ist auch der Preis ein weiteres Argument. A Song of Ice and Fire oder auch The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy habe ich auf Englisch gelesen, weil ein Schuber mit den ersten Bänden oder eben der Sammelband um ein vielfaches günstiger waren, als die Bücher auf Deutsch zu kaufen.

Meine Beweggründe sind also meist praktischer Natur. Am einfachsten fällt mir das Lesen natürlich auf Deutsch, doch hin und wieder tut es auch ganz gut, etwas auf Englisch zu lesen, da ich ansonsten komplett einrosten würde.
Ob ich in noch mehr Sprachen lesen würde, wenn ich sie sprechen würde, weiß ich allerdings nicht unbedingt. Neben der Muttersprache erachte ich Englisch allgemein als wichtigste / hilfreichste Sprache und habe mit ihr auch recht wenig Probleme beim Lesen. Ich bin mir nicht sicher, wie das bei Spanisch oder Niederländisch aussehen würde, und bin auch etwas froh, dass ich mir darüber gar keine Gedanken machen muss.

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