Habit Tracking im Februar 2021

Und damit ist dieser perfekte (im Sinne von genau vier Wochen von Montag bis Sonntag) Monat Februar auch schon wieder vorbei. Ich habe natürlich wieder einmal meinen Habit Tracker bemüht und kann jetzt schon sagen, dass ich mehr als einmal leicht enttäuscht von mir war. Aber ich will ja nicht zu viel spoilern.

Tägliches

Lesen, Tagebuch führen und MS-Rewards-Punkte sammeln. Das hat auch im Februar wieder problemlos täglich geklappt.
Ich habe mit Hell’s Aquarium, Nightstalkers und Generations die bislang letzten drei Teile der Meg-Reihe von Steve Alten beendet und zur Abwechslung mit The gentle Art of swedish death cleaning nochmal ein Non-fiction-Buch gelesen (Der Beitrag dazu kommt wohl morgen oder übermorgen). Mein Tagebuch – das ja laut der Liebsten schon seit Monaten „fast voll“ ist – ist nun tatsächlich so gut wie voll und wurde in den Ruhestand geschickt. Ab heute gibt es also ein neues Buch.

Im Februar habe ich insgesamt 9.750 Rewards-Punkte gesammelt und auch beschlossen, mein aktuelles Abo, das mich bei einer Werbeaktion nur einen Euro gekostet hatte, nicht zu verlängern und in Zukunft mit diesen Punkten ein „kleineres“ Abo zu bezahlen. Das kostet mich 15.000 Punkte pro Quartal. Ich kriege weiterhin vier Spiele pro Monat und zahle quasi keinen Cent dafür. Das ist ein guter Deal.

Bewegung / Gesundheit

Halten wir es kurz und bündig:

Im Februar war ich nur zwanzigmal spazieren. Häkchen für Sport habe ich mir sogar nur achtzehn notiert. Auf die Auswirkung und die daraus resultierenden Überlegungen für die Zukunft dessen komme ich am Ende des Beitrags noch zu sprechen.
Eine unmittelbare Auswirkung ist wohl mein Gewicht, das heute Morgen bei 82,2 kg stand. Ich habe mein Gewicht also gehalten, was mich persönlich etwas überrascht hat. Die vielen Snacks auf den Wegen während der Arbeit und auch die wirklich gute Eisdiele auf einem dieser Wege hatten mich eigentlich mit einem Wert um die 84 rechnen lassen.

Schreiben

Auch das können wir wieder etwas kürzer fassen: Selbst wenn ich nun das Schreiben meiner Blogposts unter diesem Punkt mitzähle (was ich ja 2020 nicht getan habe), komme ich im Februar nur auf zwanzig Tage, an denen ich etwas geschrieben habe. Wie schon die Zahlen im Bereich Bewegung / Gesundheit hat das selbstverständlich Auswirkungen, zu denen wir als nächstes kommen.

Die Lektion, die dahintersteckt

Zwanzig Spaziergänge. Achtzehn mal „Sport“ (fünf bis zehn Minuten auf einem Heimtrainer). Zwanzig Tage, an denen ich etwas geschrieben habe, meist Blogbeiträge. Selbst die Wochen- und Monatsrückblicke teile ich mir immer auf jeweils zwei Tage auf.
Das sind die nicht gerade ruhmreichen Ergebnisse des vergangenen Monats.

Die große Frage dabei lautet: Fühle ich mich schlecht deswegen?
Die Antwort: Ja und nein. Ich fühle mich nicht mehr oder weniger fit als noch vor einem Monat. Ich spüre auch kein erhöhtes Bedürfnis nach frischer Luft oder Sonnenlicht. Doch ich schaue auf mein Handy, sehe die „vielen“ grau hinterlegten Tage in diesen Kategorien und schon fühle ich mich schlecht.
Eine Erklärung ist recht einfach gefunden. Ich stelle Ansprüche an mich selbst, denen ich nicht gerecht werde. Hinzukommt, dass ich, bzw. mein innerer Monk, ein gutes Gefühl daraus zieht, im Habit Tracker möglichst viele Häkchen zu sehen und auch keine zwei Tage hintereinander ausfallen zu lassen (was mir auch schon nicht mehr gelingt). Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich „größere“ Blogposts an zwei Tagen schreibe, denn so kann ich dieses von mir selbst erstellte System etwas austricksen, ohne mich komplett wie ein Betrüger zu fühlen. Der andere Grund ist sicherlich meine mangelnde Konzentration.

Aber wie sieht es denn eigentlich mit dem Schreiben aus?
Im Prinzip genauso. Ich fühle mich nicht schlecht, weil ich schon länger nichts mehr geschrieben habe. Jonas wird seinen ungemütlichen Rausch auf einer Party voller Fremden auch noch ertragen, wenn ich das nächste Mal zu ihm und Nisha zurückkehre und dann hoffentlich weiß, ob sie mit ihrem Mann oder ihrem Freund dort aufgetaucht ist.
Schlecht fühle ich mich, wenn ich die Zahlen sehe, die an sich nichts mit dem Schreiben zu tun haben. Ich weiß, wäre da diese Idee, diese Geschichte, die unbedingt aus meinem Kopf herausmüsste, dann würde ich mehr schreiben. Ich würde öfter und länger schreiben und hätte danach ein gutes Gefühl und nicht das, einer Verpflichtung nachgekommen zu sein.
Besonders das mit der Verpflichtung ist wohl auch der Grund, weshalb ich angefangen habe, die Blogposts mitzuzählen. Bei denen habe ich das Gefühl nämlich nicht, da sie mittlerweile so sehr zu festen Ritualen während der Woche geworden sind, dass ich mich immer darauf freue.

Was mache ich nun also aus diesen Erkenntnissen?
Ich weiß es ganz ehrlich noch nicht. Mir kam der Gedanke, erstmal nur die täglichen Gewohnheiten festzuhalten. Ich nutze da den Habit Tracker gerne, um sicherzugehen, nichts vergessen zu haben. Ja, es sind nur drei Dinge, die ich seit über einem Jahr täglich mache, aber ich habe dennoch Angst, etwas zu vergessen.
Oder vielleicht sollte ich weiterhin alles tracken, die Spaziergänge, den Sport und das Schreiben aber zum Monatsende ausblenden oder nicht in diesen Monatsrückblick aufnehmen. Ein Teil des intrinsischen Drucks entsteht ja auch durch die Illusion, dass es irgendwen interessieren würde, ob ich hier veröffentliche, dass ich seltener Sport getrieben habe oder so.

Was genau ich tun werde, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht sieht der nächste Monatsrückblick wirklich anders aus und vielleicht hilft mir das schon, mich besser zu fühlen. Und darum geht es ja schließlich bei allen guten Gewohnheiten. Nicht darum, eine Statistik zu erfüllen, oder etwas zu tun, nur damit es getan ist. Das Ziel ist es, sich besser zu fühlen.

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