Montagsfrage #111 – Geschichten in anderen Kulturkreisen [2106]

Heute bin ich ziemlich müde. Das Kind schläft seit Samstag im eigenen Zimmer und da muss man eben ab und an nachts noch hin und Händchenhalten, um das Wieder-Einschlafen zu erleichtern. Unter anderen deshalb kommt heute die Antwort auf die Montagsfrage nochmal etwas später. Und die Frage der Woche lautet:

Liest du auch Bücher, die in einem anderen Kulturkreis spielen als deinem eigenen (Fantasy & SciFi nicht mitgezählt)? (Aequitas et Veritas)

Puh, nimmt man Fantasy und Science Fiction wirklich komplett raus, muss ich wohl nein antworten. Selbst die Bücher von Haruki Murakami, die ich sehr gerne mochte, haben nicht selten eine fantastische Komponente. Wobei man da wohl auch nicht so streng sein darf.
Grundlegende kulturelle Unterschiede (auf die tatsächliche „Kultur“ oder auch bloß auf die Zeit bezogen, in der die Geschichte spielt) können auch in Geschichten erkannt werden, die sich nicht ganz so stark an die Realität halten.

Allerdings ist das wohl auch nicht das Ziel der Frage. Wie bereits erwähnt, muss meine Antwort wohl „größtenteils nein“ lauten. Zählen England und Amerika schon als andere Kulturkeise oder fast man das allgemeiner als westlichen Kulturkreis zusammen? Dann haben wir in meinem Falle eben noch Bücher von Ryū oder Haruki Murakami, die in Japan spielen. Janne Teller und Fredrik Backman aus Dänemark und Schweden. Aber das sind Ausnahmen.
In meinem Fall liegt das aber nicht daran, dass mich andere Kulturen nicht interessieren oder so. Sie sind mir einfach egal. Ich lese Geschichten, von denen ich glaube, das sie mir gefallen könnten, oder von Autoren, die ich mag.

Da mir Dinge wie kultureller Hintergrund und sexuelle oder politische Orientierung bei meinen Mitmenschen egal sind, sind sie auch bei Romanfiguren nicht wichtig. Geschichten über die Emanzipation in muslimisch geprägten Staaten oder – wie Serdar Somuncu das mal genannt hat – türkische Schwul-Juden reizen mich nicht.
Fantasy, die mir gefällt und in Russland spielt (Sergej Lukianenko)? Immer her damit. Gut geschriebener Horror über ein Monster, das eine Siedlung in Peru heimsucht? Würde ich lesen. Würde ich Krimis mögen, würde ich sicher einige skandinavische Autoren lesen.

Was ich damit sagen will: Für mich zählt in erster Linie die Geschichte, nicht der Handlungsort. Und Geschichten, die nur Geschichten sind, weil sie eben zu dieser Zeit in jenem Kulturkreis spielen, reizen mich persönlich nicht. Zumindest bisher. Geschmack kann sich ja auch noch ändern.

Ein Gedanke zu „Montagsfrage #111 – Geschichten in anderen Kulturkreisen [2106]

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