Meg: Hell’s Aquarium

Am Wochenende hat es nicht mehr geklappt, doch jetzt bin ich auch mit dem vierten Teil von Steve Altens Meg-Reihe durch. Mal sehen, ob das Tiefsee-Action-Spektakel langsam langweilig wird.

Die Handlung

Knappe sechs Jahre nach Primal Waters hat das Tanaka Institut seinen alten Glanz wiedererlangt. Das Megalodon-Weibchen Angel lockt unzählige Zuschauer an, während ihre fünf Jungen, ebenfalls allesamt Weibchen, in einem separaten Becken aufwachsen. Jonas und Terry leiten das Institut, ihre Tochter Dani moderiert Angels Fütterungen an den Wochenenden und ist hier und da im Lokalfernsehen zu sehen. David Taylor studiert Meeresbiologie und soll den Sommer im Institut verbringen.

Was nach Familienidylle mit Riesenhaien klingt, ist allerdings gar nicht so schön, wie es sein könnte. Militante Tierschützer belagern das Institut und fordern die Freilassung der Jungtiere, die in ihrem aktuellen Zuhause zu wenig Platz haben. Das müssen auch die Taylors anerkennen und so kommt es zu Verkaufsgesprächen mit arabischen Investoren, die in Dubai eine völlig neue Touristenattraktion errichten wollen, die sich auf Tiefseelebewesen spezialisiert.
Belle und Lizzy, die beiden größten und aggressivsten Jungtiere töten eine ihrer kleineren und schwächeren Schwestern, die übrigen Mary-Kate und Ashley sollen nach Dubai transportiert werden. Jonas Taylor wird einmal mehr ein sehr verlockendes Angebot zu einem sehr waghalsigen Unternehmen unterbreitet, doch der Familienvater hat endgültig genug Abenteuer erlebt und lehnt es ab, die beiden Haie nach Dubai zu begleiten und weitere Tiere für Fiesal Bin Rashidi, den Cousin des Kronprinzen zu finden. Doch zum Glück ist ja noch ein anderer, ein jüngerer und vor allem hitzköpfigerer Taylor vor Ort, der ein ebenso talentierter Pilot ist.

Nochmal aufgewärmt?

Dubai als neuer Handlungsort passt gut in die Story der Reihe und auch die Hintergründe, die mal wieder auf Figuren der vorherigen Büchern beruhen, sind wirklich gut präsentiert. Die bekannte Aufteilung in verschiedene Handlungsstränge funktioniert auch bei Hell’s Aquarium wieder gut, auch wenn die Handlung im Tanaka Institut etwas zu verblassen scheint im Vergleich zu dem, was sich in Dubai abspielt. Das fand ich persönlich etwas schade, da es gerade im Institut um Freunde und Kollegen ging, die Jonas und Mac schon seit Jahren kannten.
In Dubai haben wir dafür David, eine junge Version von Jonas, der aber auch stark von seinem Großvater mütterlicherseits, Masao Tanaka, beeinflusst ist. Irgendwann wird es bei solchen Reihen eben Zeit, sich auf die jüngere Generation zu konzentrieren und was ist da passender (und zugleich ausgelutschter) als der Jungspund, der aus dem Schatten seines Vaters treten möchte?

Ich glaube, Hell’s Aquarium ist bisher der für mich schwächste Teil der Reihe. Nicht unbedingt wegen der Handlung, die fand ich ganz gut. Ich mochte auch die neuen meisten neuen Charaktere und wie die Gegenspieler geschrieben waren. Besonders den bipolaren Monty mochte ich sehr. Allerdings auch schon fast mehr als David, der im Verlauf der Story in meinen Augen nicht genug Persönlichkeit entwickeln kann, um solch ein Finale zu verdienen.
Was mich aber eigentlich am meisten gestört hat, waren wohl die vielen verschiedenen „Monster“, die einem in diesem Teil präsentiert wurden. Ein Megalodon. Zwei Megalodons und ein paar Kronosaurier. Drei Megalodons. Das war in den vorherigen Teilen vollkommen ausreichend. Nun wird dem Leser eine komplett neue Umgebung mit einer Vielfalt von Wesen präsentiert. Es ist für einen Laien wie mich verständlich, dass in solch einer hypothetischen Umgebung mehr als nur eine Spezies überdauert hätte, aber andauernd mit all diesen Namen bombadiert zu werden, war etwas anstrengend, muss ich zugeben. Das kann allerdings auch daran liegen, dass ich die englische Fassung gelesen habe und da sowieso durch die ganzen meeresbiologischen und nautischen Begriffe etwas mehr Widerstand in meinem Hirn herrschte. Da ich aber die ganze Reihe auf Englisch lese, ist dieser Teil hier bisher der schwächste für mich.

Meg: Hell’s Aquarium // Steve Alten // 2009

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2 Gedanken zu „Meg: Hell’s Aquarium

  1. Irre! Ich bewundere dich da total, dass du da so eine ausführliche Inhaltsangabe schreiben und das bewerten kannst. Mal abgesehen davon dass ich über die ersten 7 Seiten des Buches nie hinausgekommen wäre, weil ich mit Ficiton so gar nicht kann. Aber lesen tue ich das von Dir dann doch meistens – ist fast so, als hätte ich es selber gelesen. Nachteil: Ich kann mir die Titel und Autoren aber nie merken.

    Gefällt 1 Person

    1. Hab den Kommentar jetzt erst gesehen, irgendwie spinnen die Benachrichtigungen bei WP manchmal.

      Danke für das Lob erstmal. Bei den Inhaltsangaben tue ich mir tatsächlich immer etwas schwer. Ich will eben so viel wie möglich erzählen, ohne allerdings zu viel zu verraten. Deshalb versuche ich immer, nur Sachen aus den ersten Kapiteln unterzubringen.
      Was die Bewertung anbelangt … die ist halt schon immer sehr subjektiv und es ist ja auch immer sehr „schlichte“ Literatur. Aber ich erhebe ja auch nicht den Anspruch, hier der große Literaturkritiker zu sein, also ist das für mich in Ordnung.

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