Montagsfrage #109 – Wann werden Bücher abgebrochen? [2104]

Nachdem die Montagsfrage gestern etwas später online ging und ich nicht dazu kam, sie noch zu beantworten, hole ich das heute nach. Mal sehen, ob dabei was Ordentliches herauskommt, denn ich bin todmüde.
Aber gut, hier also die Frage:

Wann, bzw. auf welcher Grundlage entscheidest du, ein Buch nicht zu Ende zu lesen? Oder quälst du dich durch jedes Buch? (Aequitas et Veritas)

Ich musste tatsächlich erst einmal überlegen, welche Bücher ich bisher abgebrochen habe. Erinnern kann ich mich an zwei: Dracula und Also sprach Zarathustra. Bei ersterem war ich etwa vierzehn, Anfang zwanzig bei Zarathustra. Abgebrochen habe ich beide, weil sie mir damals zu langweilig waren.

Danach – wirklich regelmäßig lese ich ja erst seit ein paar Jahren – gab es das ein oder andere Buch, das mich auch wahnsinnig gelangweilt hat, doch ich habe mich dann immer durchgekämpft. Solche Fälle waren zum Beispiel Eine Geschichte der Welt in 10½ Kapiteln (Julian Barnes) oder Als ich ein Kunstwerk war (Eric-Emmanuel Schmitt). Kritisch war auch die Southern-Reach-Trilogie (Jeff VanderMeer – Teil 1, Teil 2, Teil 3), doch da hatte ich zumindest noch Hoffnung, dass am Ende ein bisschen was erklärt würde. Auch (glaube ich) A Storm of Swords (George R. R. Martin) war wirklich schlimm, besonders weil die Kapitel über Sansa so öde waren.
Aber die Bücher habe ich alle zu Ende gelesen. Man kann also wohl sagen, dass ich mich mittlerweile durch ein Buch durchquäle, wenn ich es mal angefangen habe.

Eine erste Ausnahme könnte vielleicht Intelligent Investieren von Benjamin Graham werden. Ich habe es im vergangenen Jahr angefangen und fast zur Hälfte gelesen, doch ich kann mich einfach nicht aufraffen, ein Buch weiterzulesen, das ich von der ersten Seite an nicht kapiere. Bei Finanzen steigt mein Hirn leider direkt aus, muss ich zugeben.

Southern Reach sehe ich mal als Ausrutscher an, Intelligent Investieren als gut gemeint. Abgesehen davon habe ich in den letzten Jahren ein ganz geschicktes Händchen bei meiner Bücherauswahl bewiesen und musste mich praktisch nicht quälen, um ein Buch zu Ende zu lesen.

5 Gedanken zu „Montagsfrage #109 – Wann werden Bücher abgebrochen? [2104]

    1. Gut, durchsichtig – im Sinne von vorhersehbar, wenn ich das richtig verstehe – sind auch viele der Bücher, die ich lese, doch das stört mich nicht unbedingt. Wie bei einem Film, bei dem ich das Ende hervorsagen kann, interessiert mich dann doch der Weg, der dorthin führt.

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      1. Ich glaub, ich habe so langsam ein gutes Gespür, ob auch bei der Hinführung noch etwas ‚Neues‘ bzw. etwas ‚Anderes‘ kommt. Und es warten ja noch genug Bücher auf einen.

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  1. Früher habe ich Bücher auch noch immer zu Ende gelesen. Die Option, die Lektüre abzubrechen, kam mir einfach nicht in den Sinn, nicht einmal beim kleinen Hobbit. :D
    Mittlerweile erlaube ich mir das, weil ich mit meiner Zeit wirklich etwas Besseres anfangen kann, als schlechte Bücher zu lesen.

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