Die Känguru-Offenbarung

In dieser Woche war ein bisschen was los, deshalb habe ich mal wieder etwas länger für dieses Buch gebraucht. Genaueres erläutere ich dann im kommenden Wochenrückblick. Heute geht es mal wieder um das Känguru.

Zurück aus dem Untergrund

Das Känguru ist wieder da und ist nun – da illegal – undercover. Während das dritte Buch quasi beginnt wie auch schon die ersten beiden – mit kurzen abgeschlossenen Szenen mit wiederkehrenden Witzen – nimmt der Storygehalt immer mehr zu, bis dann die zweite Hälfte des Buches beginnt. Ab hier bauen die Kapitel tatsächlich aufeinander auf und erzählen eine zusammenhängende Geschichte, die schon lange vorher aufgebaut wurde. Die epische Schlacht zwischen Känguru und Pinguin!

Und eine globale Bedrohung wäre ja keine globale Bedrohung, wenn man zu ihrer Bekämpfung nicht auch global agieren müsste. Mal auf Verlagskosten, mal als Touristen, reisen Marc-Uwe und das Beuteltier also kreuz und quer über den Globus, um den fiesen Masterplan des Pinguins zu vereiteln. Dabei treffen sie auf viele Verbündete und massenhaft popkulturelle Anspielungen und Klischees. Zum Glück sprechen die alle rein zufällig Deutsch.

Hat es mich jetzt erwischt?

Zack, Buch drei und schon schreibt er eine „richtige“ Inhaltsangabe, nicht so wie bei den ersten beiden Teilen. Hat mich der Hype jetzt gepackt? Nein. Aber es gibt jetzt eben mal eine Story, also muss die auch erwähnt werden. Auch dieses Buch war wieder unterhaltsam, keine Frage. Ein gutes Buch. Allerdings auch nicht mehr. Besonders gut fand ich, dass es nun linearer wurde und sich dadurch nochmal etwas mehr von den Vorgängern unterscheidet, um eben nicht nur „mehr vom gleichen“ zu sein.

Wer die ersten beiden Bücher mochte, wird auch dieses mögen, da bin ich mir sicher. Und wer die ersten beiden gefeiert hat, feiert sowieso alles, wo ein Känguru drauf ist. Ich jedenfalls werde jetzt noch das vierte Buch lesen mit dem ganzen Kram, den man zuvor weggespart hat, um ihn nachträglich zu vermarkten. Ich kenne ja wirklich Leute, die von der Idee eines Känguru-Films nicht begeistert waren, weil das Känguru ja eigentlich gegen Kapitalismus ist. Das kann man sich nicht ausdenken.

Die Känguru-Offenbarung // Marc-Uwe Kling // 2014

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