[2043] Kleine und große Schritte

Sonntag Nummer 43, Zeit für einen weiteren Wochenrückblick. Vier Dinge gab es in dieser Woche, die ich unbedingt mit euch teilen möchte, auch wenn ich eines davon quasi schon breitgetreten haben. Egal, fangen wir an.

Die Sache mit dieser Fünf-Tage-Woche

Nachdem ich nun einen Monat ganz zu Hause war und danach noch zwei Monate jeweils nur Donnerstag und Freitag im Büro war, war die erste „volle“ Arbeitswoche doch wieder eine ziemliche Umstellung. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell sich der Mensch an Bequemlichkeiten gewöhnt.

Doch es war auch ganz angenehm, muss ich sagen. Da noch Ferien waren, war praktisch nichts los und es waren auch kaum Kollegen da. So konnte ich mir für alles, was ich tun wollte, richtig viel Zeit nehmen und mich ausgiebig mit Word herumärgern, das sich vehement geweigert hat, meine Überschriften in einem Bericht so zu machen, wie ich es gerne hätte. Weniger als 20 Überschriften, in einem Dokument, das vollkommen ohne Inhaltsverzeichnis oder so verschickt wird. Ich hätte sie einfach gleich einzeln formatieren sollen und mir den Stress sparen, aber ich bin sicher, ihr kennt solche Situationen. Man will ja dann nicht einfach aufgeben.

257 Tage

So lange habe ich an meinem Manuskript gearbeitet, bis ich den Entwurf am Freitag dann für beendet erklärt habe. Ich habe mich hier ja schon in einem eigenen Beitrag ausführlich dazu geäußert, aber eines wollte ich dann doch noch erwähnen:

Die Pomodoro-Technik. 25 Minuten konzentriert an einer (!) Sache arbeiten, dann fünf Minuten Pause. Das ganze viermal und nach insgesamt zwei Stunden hat man jede Menge geschafft und sich eine längere Pause verdient. So weit die Theorie.

Ich hatte mir in dieser Woche vorgenommen, es mal damit zu versuchen. Es ist mir natürlich nicht gelungen, weil ich einfach viel zu leicht abzulenken bin. Was allerdings funktioniert hat und sich auch tatsächlich positiv auf meinen Workflow – beim Schreiben sowohl an meinem Manuskript, als auch an Berichten im Büro – ausgewirkt hat, war die erste Arbeitsphase. Einen Timer gestellt und 25 Minuten lang alle Konzentration nur auf eine Sache gerichtet.

Mit dem Timer im Hinterkopf, anders als eine Mindestzahl an Wörtern oder Seiten, fiel es mir leichter, mein Umfeld auszublenden und einfach zu schreiben. Das habe ich sogar mehrmals am Tag gemacht, nur eben noch nicht direkt hintereinander.

Ich hoffe, dass ich so vielleicht meine Konzentrationsfähigkeit etwas trainieren kann, denn es hat sich schon so angefühlt, als bräuchte ich nach diesen 25 Minuten eine längere Pause (nicht immer, manchmal war ich auch so „drin“, dass ich einfach weitergeschrieben habe). Wenn ich die Zeit finde, mir mehrmals dieses 25-Minuten-Zeitfenster zu gönnen, vielleicht mit einer längeren Pause, kann ich mich vielleicht bald länger oder besser konzentrieren und die Pausen verkürzen. Das wäre jedenfalls schön.

130 Quadratmeter

Das ist in etwa die Fläche des Grundrisses, den uns der Bauunternehmer geschickt hat, bei dem die Liebste und ich in der letzten Woche waren. Diese Mail zu kriegen und auch über die Woche verteilt mit ein paar Maklern wegen Grundstücken zu telefonieren, fühlte sich immer noch komisch an. Aber auf eine gute Art und Weise.

Zum Grundriss selbst: Er gefällt uns echt gut. Bis auf das Arbeitszimmer ist alles größer, als hier im Haus und das kann man später immer noch etwas abändern. Jetzt sind wir gespannt auf das entsprechende Angebot und darauf, was die Bank am Mittwoch so zu sagen hat. Und dann ist da natürlich immer noch die Sache mit dem Grundstück. Ein gutes Angebot für ein schönes Haus ist schön und gut, doch was nützt es, wenn man kein Stück Land hat, auf dem es gebaut werden kann? Aber auch das werden wir noch lösen. Wir stehen ja noch ganz am Anfang.

1,5 Meter

Das ist in etwa die Distanz, die unsere Kleine am Freitagabend gelaufen ist. Sie ist aufgestanden und dann langsam und vorsichtig losgewackelt. Die ganze Show hat fast eine Minute gedauert, aber es war einfach toll, ihr dabei zuzusehen.

Im Laufe der Woche hat sie immer mehr Fortschritte gemacht. An den Möbeln entlang ist sie schon eine Weile gelaufen, doch jetzt fing sie auch an, mal an der Hand zu laufen und sich nicht immer direkt hinzusetzen. Zum Wochenende hin ging sie dann auch immer öfter mal ein paar Schritte, ohne sich festzuhalten.

Gestern waren wir mit Freundinnen spazieren und da die beiden am Geburtstag der Kleinen nicht hier waren, bekam sie dann eben gestern ihr Geschenk: Einen Lauflernwagen. Sie findet ihn auf jeden Fall lustig, auch wenn sie das mit Herumlaufen wohl noch nicht so ganz gepeilt hat.

Vielleicht wird das ja heute noch was. Und wenn nicht, dann eben irgendwann. Immerhin hat sie auch angefangen, rückwärts von der Couch zu klettern. Etwas, das wir ihr so lange versucht haben, beizubringen…

So oder so, ich mache hier mal Schluss und wünsche euch und uns einen tollen Sonntag. Genießt den Tag und kommt morgen gut in die neue Woche!

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2 Gedanken zu „[2043] Kleine und große Schritte

  1. Wußte nicht, dass das Pomodoro-Technik heißt. Kenne einige, die darauf schwören, selber noch nicht angewandt. Und die Probleme mit Word … ich bin dazu übergegangen, die Texte ohne jede Formatierungen in ein neues Dokument zu laden und dann dort weiterzuarbeiten … geht normalereweise bei mir schneller, als mich mit irgendwelchen schon vorhandenen Formatiierungen / Vorlagen rumzuschlagen.

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