Miami Punk

Oh Mann, was für ein Trip. Den gesamten bisherigen Juli habe ich an diesem Buch gesessen. Das soll noch nichts über die Qualität des Buches sagen, aber es könnte vielleicht in mein Urteil mit reinspielen.

Aber gut, worum geht es eigentlich in Juan S. Guses Miami Punk?

Miami auf dem Trockenen

Der Atlantik hat sich über Nacht zurückgezogen und vor der Küste von Miami eine Wüstenlandschaft hinterlassen. In der Stadt ist die Wirtschaft, ganz besonders die Dauerwerbeindustrie, zum Erliegen gekommen. Alligatoren streifen durch die Stadt und Ringervereine nehmen sich des Problems an und unterstützen damit die Ordnungshüter der Polizei.

Im Rowdy-Yates-Wohnkomplex trifft sich der Kongress, eine Ansammlung von vielseitig Interessierten, die sich über alles Mögliche austauschen, vor allem jedoch über die Pilger, die in den Wüsten und Gebirgen ein neues Leben fernab der Gesellschaft suchen. Einer der Kongressteilnehmer ist Lint, der auch seinen Platz in der Welt sucht. Seine Schwester ist Ringerin, seine Cousine Robin entwickelt experimentell Videospiele. Videospiele treiben auch das Team Medusa aus Wuppertal und andere Teilnehmer des letzten CounterStrike 1.6-Turniers nach Miami.

All diese Figuren versuchen in diesem Miami ihren Platz zu finden. In der Stadt, in ihrem Leben, in der Welt.

Sehr wirr, sehr viel

Das alles wird über 80 Kapiteln erzählt, die sich vom Stil her sehr unterscheiden. Transkripte, Erzählungen aus der Ich-Perspektive oder der dritten Person oder auch ganze Kapitel ohne Leer- oder Satzzeichen.

Die einzelnen Figuren fand ich tatsächlich recht sympathisch und ihre Geschichten auch sehr interessant, aber es war insgesamt eher ein anstrengendes Buch. So gut mir die Geschichten auch gefielen, so war es mir nicht wirklich möglich, lange am Stück in Miami Punk zu lesen.

Denen, die auf abgedrehte oder wirre Geschichten ohne wirkliches Ende stehen, kann ich das Buch empfehlen, allen anderen rate ich zur Vorsicht. Vielleicht erstmal einen Blick hineinwerfen oder so.

Miami Punk // Juan S. Guse // Dystopie // 2019

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