Montagsfrage #89 – Tipps für Buchblogger?

Es ist mal wieder Montag und da ich jetzt daheim bin und meine Elternzeit genieße, habe ich nicht mehr so viel Zeit wie noch im Büro, weshalb dieser Beitrag etwas später kommt, als es mir eigentlich lieb gewesen wäre. In dieser Woche lautet die Frage:

Welche Tipps würdet ihr jungen (Literatur/Buch-)Bloggern geben?

Gute Frage. Da ich mich selbst nicht so bezeichnen würde, auch wenn man das vielleicht anders sehen könnte, versuche ich mal, mich da rein zu denken.

Zunächst einmal kommt es darauf an, welches Publikum man bedienen will. Das bestimmt dann mehr oder weniger, welche Bücher besprochen werden sollen. Natürlich geht das auch in die umgekehrte Richtung und wäre wohl auch das von mir favorisierte Vorgehen und mein erster Tipp:

Lest das, worauf ihr Lust habt

Wenn ihr nicht von eurem Blog leben wollt (und davon gehe ich einfach mal aus, ansonsten seid ihr bei mir sowieso an der falschen Adresse), dann sollte euch das Bloggen Spaß machen. Wenn ihr also Spaß am Lesen und an Büchern oder eben auch der ganzen Literaturwelt habt, dann ist ein Buchblog sicher das Richtige für euch. Also ist der erste Schritt in die richtige Richtung schon getan.

Allerdings solltet ihr danach – immer unter der Voraussetzung, dass euer Blog ein Hobby ist – nicht auf den Spaß verzichten. Sucht euch Bücher aus, zu denen ihr etwas sagen wollt, zu denen ihr eure Meinung teilen wollt. Bücher, die so toll sind, dass mehr Leute von ihnen erfahren sollten oder so schlecht, dass Menschen davor gewarnt werden müssen. Fühlt euch nicht gezwungen, Horror zu lesen, nur weil gerade wieder wie blöde Stephen King verfilmt wird und dadurch auch die Bücher einen neuen Hype erfahren. Wenn es nicht euer Genre ist, dann ist das eben so. Bei mir wird man zum Beispiel keine historischen Romane finden, weil ich damit (bisher) einfach nichts anfangen kann.

Überblick – für euch und eure Leser

Habt ihr einen reinen Literaturblog und keine Probleme damit, Geschichten in eindeutig zu unterscheidende Genres zu unterteilen (etwas, das ich beim besten Willen nicht kann), dann solltet ihr mit entsprechenden Kategorien und Stichworten arbeiten.

Auch eine Übersichtsseite (vielleicht pro Kategorie) kann hilfreich sein. Bei mir geht es nicht nur um Bücher, aber ich habe eine Liste angelegt mit allen Büchern, die ich zu meiner Unterhaltung gelesen habe. Was ich davon im Blog besprochen habe, ist dort auch jeweils verlinkt, ebenso wie Listen zu meinen „literarischen Jahresrückblicken“.

Der richtige Grad an Details

Als Weiterführung der verschiedenen Kategorien kann man auch noch auf Unterkategorien zurückgreifen. Wo ich ein Buch vielleicht unter „Fantasy“ führen würde, legt z. B. Elli von WortmagieBlog eine Schippe drauf bzw. geht eine Ebene tiefer und unterscheidet in „High Fantasy“, „Urban Fantasy“ und was es nicht noch alles gibt.

Besonders wenn ihr euch auf ein Genre oder nur wenige spezialisiert und beschränkt, ist eine solche Unterteilung vielleicht ganz nützlich. Wie detailliert ihr darauf eingehen wollt, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Ich selbst, der so etwas eben nicht direkt erkennt – so wie ich auch die 137 (in ungeraden Monaten, ansonsten vielleicht 271) Arten von Rock nicht auseinanderhalten kann – verzichte eigentlich ganz gerne darauf.

Einheitliches Format

Nicht nur für Buchblogger ein guter Tipp, sondern eigentlich für jeden, der wiederkehrende Beiträge in einer Reihe oder so veröffentlicht: Eine einheitliche Gestaltung.

Nutzt ihr das Buchcover als Beitragsbild oder etwas anderes? Packt ihr die Angaben zum Buch an den Anfang oder ans Ende eures Beitrags, oder vielleicht nach eine Einleitung? Wie detailliert sind diese Angaben?

All diese Fragen und vermutlich noch eine Menge mehr solltet ihr euch stellen und dann eine möglichst einheitliche Lösung finden. Das sieht nicht nur für den Leser besser aus und macht es ihm einfacher, sich in euren Beiträgen zurechtzufinden, sondern es erleichtert euch auch das Erstellen neuer Beiträge, wenn ihr – entweder im Kopf oder eben wirklich irgendwo abgespeichert – ein entsprechendes Template habt, das euch daran erinnert, falls noch etwas fehlt.

Interne Verlinkungen

Auch das ist wieder ein sehr allgemeiner Tipp, der eigentlich für jeden gilt, aber das macht ihn nicht weniger wertvoll für Buchblogger: Interne Verlinkungen sorgen für mehr Klicks. Übertreibt es dabei aber nicht. Zwei oder drei sinnvolle Verlinkungen sind vollkommen ausreichend, immerhin wollt ihr nicht, dass sich die Leser erschlagen fühlen oder sich auf eurem Blog verirren.

Eine Ausnahme sind natürlich Reihen. Wenn ihr Band 8 rezensiert, könnt ihr natürlich Band 1 bis 7 verlinken, vielleicht ganz am Ende oder ganz am Anfang, je nachdem, was euch besser gefällt. Bei Reihen mit mehr als zehn Büchern sollte man darüber aber wohl auch nochmal gesondert nachdenken. Vielleicht kann man es ja unterteilen. Zum Beispiel alle Zauberer-Geschichten und nicht unbedingt die ganze Scheibenwelt-Reihe. Solch eine Unterteilung ist sicher nicht bei allen Reihen ohne weiteres möglich, aber wo sie machbar ist, ist sie sicher eine sinnvolle Alternative.

Netzwerken

Selbst wenn das Bloggen nur ein Hobby ist, wollen wir ja gelesen werden. Gerade wenn man über eines seiner liebsten Hobbys bloggt, will man sich austauschen und Gleichgesinnte finden. Also lest Blogs, kommentiert, nehmt an Aktionen wie der Montagsfrage teil und geht auch auf die Kommentare auf eurem Blog ein.

Habt Spaß

Der letzte und wichtigste Tipp richtet sich nochmal explizit an diejenigen, die nicht von ihrem Blog leben wollen: Macht es so, wie es euch Spaß macht. Nehmt euch nicht zu viel vor und macht euch vor allem nicht zu viel Druck. Regelmäßige Veröffentlichungen sind toll und es ist immer schön zu wissen, wann man als Leser wieder mit neuen Inhalten rechnen kann, aber vergesst dabei nicht, dass es nur ein Hobby ist.

Wenn euch das Bloggen oder irgendein anderer Aspekt eures Lebens über den Kopf wächst, müsst ihr handeln. Achtet auf euch und macht eine Auszeit, wenn ihr sie braucht. Eure Leser werden Verständnis haben und sich freuen, wenn ihr nach einer Weile (die Definition einer „Weile“ ist hierbei: Solange, wie es eben sein muss) wieder da seid und neue Inhalte liefert. Und ihr werdet es auch zu schätzen wissen.

Das war es mit den Tipps, die mir spontan einfallen. Nicht alle davon sind für jeden geeignet, nicht alle befolge ich selbst und ganz sicher gibt es noch ganz viele andere tolle Tipps für den angehenden Buchblogger da draußen. Schaut einfach mal in die anderen Beiträge zu dieser Frage, wenn ihr mehr wissen wollt, den Link findet ihr ja oben bei der Frage.

Schönen Montag und noch eine tolle Woche euch allen!

2 Gedanken zu „Montagsfrage #89 – Tipps für Buchblogger?

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