[non-fiction] You’re never weird on the Internet (almost)

Ich mag ja Felicia Day. Ich kann nicht behaupten, dass ich alles auf dem Schirm hatte, was die gute Frau gemacht hat und tatsächlich musste ich das Internet fragen, welche Rolle sie denn in Buffy gespielt hat (obwohl ich die Serie oft gesehen habe). Aber in Supernatural fand ich sie super und auch in einigen Webvideos hat sie mich sehr unterhalten. Außerdem ist sie eine richtig coole (oder fiese, je nachdem, wer sie spielt) Karte in Smash Up!

Fan kann man mich also wohl nicht unbedingt nennen. Doch ich mag, was sie tut und wie sie es tut. Aus diesem Grund habe ich mir mal ihre Autobiografie You’re never weird on the Internet (almost) zugelegt, um ein bisschen mehr über sie und ihren Werdegang zu erfahren. Nach Stephen King und Haruki Murakami ist Felicia Day somit erst die dritte Person, bei der ich das getan habe. Vielleicht überlege ich mir das mit dem Fan nochmal.

Von Heimunterricht und Garagendrehs

Eine Inhaltsbeschreibung für dieses Buch fällt mir etwas schwer, aber ich will es dennoch versuchen.

Felicia Day beschreibt auf sehr unterhaltsame Art, wie ihr Lebensweg sie über Heimunterricht, soziale Isolation und Videospiele zunächst aufs College (sie hat Abschlüsse in Musik und Mathematik) und dann nach Los Angeles geführt hat. Neben klischeehaften Werbespots und kleineren Serienrollen hat sie dort auch begonnen, eigene Dinge auf die Beine zu stellen. Mit jeder Menge Herzblut.

Oh happy Day?

Sexismus, Sucht, Depressionen, Stalker … nichts davon überrascht wirklich, wenn man an eine junge Frau zu Beginn ihrer Karriere in L. A. denkt, oder? Trotzdem ist das kein Grund, darüber zu schweigen. Felicia Day beschreibt all das und auch die Auswirkungen des #GamerGate auf ihre Person mit der nötigen Ernsthaftigkeit, jedoch ohne ihren eigenen Humor komplett in den Hintergrund zu stellen.

Von der ersten bis zur letzten Seite wirkt dieses Buch, als würde euch eine quirlige Persönlichkeit einfach nur zutexten, aber auf eine liebenswerte und wirklich witzige Art und Weise. Ein wenig wie Alyson Hannigan in American Pie („Und das eine Mal, im Ferienlager…“), nur ohne die Nummer mit der Flöte. Stattdessen geht Day auf verschiedene Aspekte ihres Lebens und ihrer Karriere ein, die sie belasten oder belastet haben, und die einfach angesprochen werden müssen.

Wenn ihr Felicia Day kennt und mögt, stehen die Chancen vermutlich ganz gut, dass ihr You’re never weird on the Internet (almost) bereits gelesen habt. Falls nicht, holt es nach, ihr werdet es nicht bereuen. Könnt ihr mit dem Namen gar nichts anfangen, solltet ihr vielleicht trotzdem mal reinschauen. Ihre Geschichte ist nicht unbedint alltäglich und stellenweise wirklich witzig. Und vielleicht werdet ihr ja durch das Buch ein Fan von ihr und wollt mehr von ihr sehen. Ich konnte jedenfalls vieles gut nachfühlen, das sie beschrieben hat, besonders bezüglich persönlicher Unsicherheiten und habe jetzt auch große Lust, mal The Guild zu sehen.

You’re never weird on the Internet (almost): A Memoir // Felicia Day // Autobiografie // 2015

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