Montagsfrage #81 – Kurzgeschichten [2020]

Auch in dieser Woche hat Antonia wieder eine Frage an jeden, der sich angesprochen fühlt, und diese lautet:

Wie steht ihr zu Kurzgeschichten?

Ich muss zugeben, dass ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht habe. Es gab also noch nie einen Moment, in dem ich mir gedacht habe „Bäh, ich hasse Kurzgeschichten“ oder so, auch wenn der Satz vielleicht mal während meiner Schulzeit aus mir rausgefallen sein mag. Aber gut, ich versuche mal, das Thema von zwei Seiten anzugehen: Lesen und Schreiben.

Kurzgeschichten und mein Schreiben

Das Schreiben ist zwar ein etwas, das mich schon lange begleitet, doch wenn ich ehrlich sein soll, habe ich mir darüber bislang auch nur sehr wenige Gedanken gemacht. Anfangs war es ein Ventil für mich und ich habe geschrieben, was ich eben schreiben musste. Eine Kurzgeschichte kam dabei eher nicht heraus. Jetzt arbeite ich an einem Roman und auch diese Idee geht auf ein Bild zurück, das ich irgendwann im Kopf hatte und das mir einfach keine Ruhe ließ.

Allerdings gibt es eine Idee in meinem Kopf (und immerhin auch schon in einer kleinen, sehr detailarmen Datei auf meinem Computer), die sich aus Kurzgeschichten zusammensetzt. Die Idee, Momentaufnahmen aus den Leben verschiedener Personen im Rahmen einer Geschichte zusammenzufassen, gefällt mir an sich sehr gut und die ein oder andere Geschichte möchte ich eigentlich schon länger erzählen. Bei meinem Schreibtempo wird das aber noch sehr lange dauern.

Kurzgeschichten lesen

Was das Lesen anbelangt habe ich schon mehr Erfahrung mit Kurzgeschichten, doch man könnte sagen, dass es auch hier nichts Geplantes war. Ich suche mir keine Kurzgeschichten(-sammlungen) bewusst aus, weil ich Kurzgeschichten lesen möchte. Stattdessen waren die Sammlungen, die ich bisher gelesen habe solche von Stephen King oder Haruki Murakami. Autoren also, von denen ich sowieso alles lesen möchte.

Ich habe auch die ersten beiden Bücher des Blutes von Clive Barker gelesen, die sind wohl zumindest zum Teil eine Ausnahme, weil es da tatsächlich Geschichten gab, die mich nach Verfilmungen oder Empfehlungen interessierten. Das Gesamtwerk von Barker, besonders in der deutschen Übersetzung, reizt mich dann doch eher weniger, ganz anders als bei Murakami und King.

In Zukunft werde ich wohl doch hin und wieder zu Kurzgeschichten greifen, spätestens wohl, wenn ich mich daran versuche, meine erwähnte Idee zu Papier zu bringen. Heute, stellvertretend für meine wenigen Jahre als Leser und mein Dasein als Autor, der nach 18 Jahren noch ganz am Anfang steht, kann ich aber sagen, dass mir Kurzgeschichten egaler kaum sein könnten. Zumindest bezogen auf die bewusste Wahl dieser Erzählform. Ich lese, was mich interessiert und schreibe, was ich schreiben muss. Kurzgeschichte, Roman, Novelle, Epos, Haiku, Gedicht, Grußkartentext oder Scheißhausgraffiti … wichtig ist die Geschichte, die erzählt wird.

2 Gedanken zu „Montagsfrage #81 – Kurzgeschichten [2020]

  1. Hallo,
    ich bin jetzt nicht unbedingt auf der Suche nach Kurzgeschichten, aber ich lese sie gerne wenn ich mal etwas Kürzeres lesen mag. Begonnen hat dies mit den Darkover-Anthologien. Beim Schreiben hätte ich nie gedacht, dass ich auch Kurzgeschichten schreiben könnte. Am Anfang war die Idee für den Roman. Da es aber noch dauern wird, bis dieser fertig ist und ich diesbezüglich gerade eine Schreibblockade habe, kam es dann doch dazu. Ein Plot-Bunny hoppelte vorbei und ich griff zu. Fertig war die erste Kurzgeschichte.
    Hier geht es zu meinem Beitrag https://buchundco.blogspot.com/2020/05/montagsfrage-81.html
    Liebe Grüße Christin

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