Montagsfrage #79 – Comfort-Buch? [2018]

Auch in dieser Woche möchte Antonia etwas über unser Leseverhalten erfahren und stellt dazu diese aktuelle Montagsfrage:

Habt ihr ein ’Comfort’-Buch?

Ihr kommt nach einem beschissenen Tag nach Hause und wollt einfach nur noch abschalten. Der Chef hat genervt, die Kollegen auch und diese Honks, die meinen, die Straße gehöre ihnen allein, sowieso. Dann gibt es ein Stück eurer Lieblingsschokolade, von der für genau solche Fälle immer eine Tafel im Schrank liegt. Oder ihr dreht dieses zeitlos geil Album auf Anschlag auf und tanzt durch die Bude. Vielleicht setzt ihr auch Kopfhörer auf, versinkt in einer Videospielwelt und eine Stunde später ist alles wieder gut. Kennt eigentlich jeder, oder?

Doch wie sieht es mit Büchern in solch einer Situation aus? Ich selbst muss leider sagen, dass ich kein Buch und auch keinen Autor wüsste, zu dem ich bewusst greife, wenn ich etwas brauche, bei dem ich einfach alles andere vergessen kann. Das kann vielleicht auch daran liegen, dass ich generell eher selten so ein Bedürfnis verspüre. Abgesehen davon lese ich so langsam, dass ich dann wohl einfach nur das lesen würde, was ich sowieso gerade lese. Ich gehöre nun einmal nicht zu den Leuten, die ihr Lieblingsbuch an einem Nachmittag durchlesen und das irgendwie einmal im Monat machen oder so.

Müsste ich mich allerdings entscheiden, würde ich wohl einen Autor wählen, bei dessen Büchern ich immer ein gewisses Gefühl habe, das ich nicht ganz beschreiben kann. Eine Art Losgelöstheit vom Alltag, nicht jedoch von mir selbst. Und dieser Autor wäre wohl, ganz spontan gewählt, Haruki Murakami. Es mag daran liegen, dass sein Stil einer anderen Kultur entstammt, einer Kultur aus der ich keine (oder so gut wie keine) anderen Bücher gelesen habe. Als Antwort auf diese Frage ist Murakami jedenfalls genauso gut geeignet, wenn nicht sogar besser, wie jeder andere auch.

Je nachdem, welche Stimmung man erreichen möchte, kann ich allerdings noch zwei Bücher empfehlen, die mir in der Vergangenheit gute Dienste geleistet haben:

Ich hab die Unschuld kotzen sehen von Dirk Bernemann und Ein Hauch von Zärtlichkeit oder: Momente zwischen dir und mir von Elsbeth Bellartz, hieraus insbesondere das Gedicht Gemeinsamkeiten. Hierfür ein großes Dankeschön an René Marik.

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