Akzeptanz | Southern Reach-Trilogie 3

Am Wochenende habe ich nun endlich auch den dritten und letzten Teil von Jeff VanderMeers Reihe um Area X und die Behörde Southern Reach zu Ende gelesen. Dass der Beitrag dazu erst heute kommt, liegt teilweise am Zeitmangel, teilweise aber auch daran, dass ich immer noch dabei bin, mir ein endgültiges Urteil zu bilden.

Drei Zeitebenen für Area X

Nachdem Teil eins als Bericht der Biologin verfasst war und Teil zwei John „Control“ Rodriguez bei seiner Arbeit in Southern Reach verfolgte, präsentiert uns Akzeptanz drei Geschichten zu verschiedenen Zeiten.

Es geht weiter mit Control, der mit Ghostbird (der Area X-Kopie der Biologin) in Area X gelandet ist und dort auf eine alte Bekannte trifft. Etwas weiter zurück in der Zeit liegen die Erlebnisse der Psychologin bzw. der alten Direktorin von Southern Reach. Sie war auch schon vor der Expedition in Auslöschung in Area X und – wie sich herausstellt – auch schon bevor die Gegend überhaupt zu Area X wurde. Und noch viel früher angesiedelt, noch vor der Entstehung von Area X, ist die Geschichte von Saul Evans, dem Leuchtturmwärter.

Diese drei Geschichten werden mehr oder weniger zu einem Ende geführt (das Ende der Psychologin kennen wir ja bereits) und beleuchten dabei einige Aspekte von Area X und all dem, was im Hintergrund, in Southern Reach oder auch in Central abgelaufen ist.

Was zum…?

Die Erzählstruktur von Akzeptanz war ganz nett, doch leider wurde immer noch nicht wirklich viel zum Hintergrund von Area X erklärt, was ich etwas schade fand. Vielleicht habe ich es aber auch nur nicht verstanden, das will ich nicht ausschließen.

Mein persönliches Highlight war Saul Evans. Nicht unbedingt die Geschichte, die hier im Buch erzählt wurde, sondern er als Figur. Ein ehemaliger Prediger, Sohn eines Predigers, der sich zurückzieht und als Leuchtturmwärter einfach nur ein zufriedenes Leben führen möchte. Der einen Mann findet, den er liebt, und der „seinen“ Leuchtturm gerne vor ein paar Pseudowissenschaftlern beschützen will.

Ich hätte viel lieber mehr über ihn gelesen, muss ich sagen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass Saul Evans allein keine Grundlage für eine Empfehlung bilden kann. Jemandem, der also mal einen Abstecher in das SciFi-Genre machen möchte, würde ich die Southern Reach-Reihe leider nicht empfehlen können. Hardcorefans sind da wieder etwas Anderes, aber die kennen die Reihe vielleicht ohnehin schon.

 

Akzeptanz // Jeff VanderMeer // Science Fiction // 2014

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