[non-fiction] The Breakout Novelist

Nach den Schreibratgebern von James Scott Bell, die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe, habe ich in den letzten Wochen The Breakout Novelist gelesen. Der Autor, Donald Maass, ist Literaturagent und bringt daher eine ganz andere Perspektive mit. Das war auf jeden Fall einer der Gründe für mich, das Buch zu lesen.

Was erwartet den Leser?

Wie schafft man den Durchbruch? Die Antwort auf diese Frage ist eine ähnliche wie in den anderen Schreibratgebern, die ich gelesen habe. Starke Plots, starke Charaktere … all das, was eben eine großartige Geschichte ausmacht.

Auf diese Aspekte geht Donald Maass im ersten Teil des Buches ein. Teil zwei konzentriert sich auf die Frage, wie man all das erreicht. Und im dritten und letzten Teil kann Maass seine Stärken voll ausspielen, denn der dreht sich um das Verlagswesen.

Hat sich die Lektüre gelohnt?

Gelohnt? Ganz sicher. Hat sie Spaß gemacht? Nicht unbedingt.

Donald Maass ist sicher gut in seinem Job und er verfügt über genug Erfahrung, um solch ein Buch zu schreiben. Seine Perspektive war auch wirklich interessant, doch sie hat mich nicht wirklich unterhalten. Die ersten zwei Drittel des Buches, in denen es um das Schreiben geht, haben an sich nichts Neues gebracht. Und da muss ich sagen, dass ein James Scott Bell diese Inhalte wesentlich kurzweiliger transportiert hat. Aber da sind wir eben wieder beim Unterschied zwischen dem Autor und dem Agenten. Der aber trotzdem die große Stärke von The Breakout Novelist ist.

Was das alles nochmal rausgerissen hat, ist das letzte Drittel, in dem Maass sich über das auslassen kann, wovon er mehr versteht als ein Autor: die Zustände und Entwicklungen im Verlagswesen. Er geht auf Illusionen ein, die sich viele Autoren machen, beschreibt Vorgänge und Stolpersteine und erinnert an etwas, das wohl viele vergessen, wenn es um Agenten oder Verlagshäuser geht: Niemand interessiert sich so sehr für den Erfolg (und vor allem das Weiterkommen in Bezug auf das Schreiben als Handwerk) eines Autors, wie der Autor selbst.

Dieser Teil des Buches war irgendwie auch viel unterhaltsamer zu lesen. Ob es nun daran liegt, dass ich die gebotenen Infos noch nicht erst vor kurzer Zeit in anderen Büchern gelesen habe, oder ob Maass einfach besser schreibt, wenn er über seine Leidenschaft schreibt (worauf ich eher tippen würde), kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Auch wenn The Breakout Novelist als Schreibratgeber nicht unbedingt meine erste Empfehlung wäre, lohnt es sich in meinen Augen allein wegen des Abschnitts über das Verlagswesen. Trotzdem bin ich froh, endlich durch zu sein mit dem Buch xD

 

The Breakout Novelist: Craft and Strategies for Career Fiction Writers // Donald Maass // Ratgeber // 2011

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