Tiamats Zorn

Knapp ein Jahr nach der englischen Erstveröffentlichung ist im Januar auch der achte Teil der Expanse-Reihe auf Deutsch erschienen. Als großer Fan der Bücher habe ich Tiamats Zorn natürlich auch gelesen, wenn auch nicht direkt zum Release.

Die Story

Auch ohne Chrisjen Avasarala muss die Menschheit irgendwie klarkommen. Zum Glück gibt es Hochkonsul Winston Duarte, der große Pläne für das laconische Reich hat. Ja, der Untergrund arbeitet immer noch gegen ihn, doch er hat James Holden als dauerhaften Gefangenen Gast im Staatshaus auf Laconia. Der Untergrund mag eines seiner Schiffe, die Gathering Storm, übernommen haben, doch Laconia hat immer noch die Zerstörer der Magnetar-Klasse, allen voran die Heart of the Tempest, die unser Sonnensystem im Alleingang unterworfen hat.

Keine guten Karten also für die Crew der Rosinante, die auf verschiedene Schiffe und sogar verschiedene Systeme verstreut ist. Doch auch Laconia muss Rückschläge einstecken, während Elvi Okoye mit ihrem Forschungsschiff Erkenntnisse über die Erschaffer des Protomoleküls und ihre Zerstörer sucht.

Nach acht Büchern immer noch spannend?

Ich würde sagen ja. Allerdings würde ich auch behaupten, dass man das achte Buch sowieso nicht liest, wenn man kein Fan der Reihe ist. Die neue Situation, die sich mit bzw. seit dem Ende des Vorgängers eingestellt hat – Holden ein Gefangener, Alex und Bobbie auf einem anderen Schiff, Amos hinter feindlichen Linien verschwunden – sorgt für Abwechslung und das, was in Duartes Staatshaus, dem Zentrum des laconischen Reiches, vor sich geht, sorgt für genug Spannung. Zumindest für die, denen die Action im Weltall nicht ausreicht, denn auch davon gibt es natürlich wieder jede Menge.

Die Wahl der POV-Charaktere war von den Autoren exzellent getroffen, finde ich, und die Geschichte fließt richtig schön dahin. Trotzdem ist das Buch natürlich nicht perfekt. Vorhersehbare Tode bzw. Nicht-Tode haben allerdings den Spaß an der Geschichte für mich nicht gemindert.

Eine klare Empfehlung also an SciFi-Fans und generell alle, die sich nicht an dem Setting stören. Wem A Song of Ice and Fire einfach zu groß, zu viel von allem, war, der sollte vor den acht Büchern der Expanse-Reihe nicht zurückschrecken. Tolle Charaktere (allerdings nie zu viele davon), (politische) Intrigen, Winkelzüge, große Schlachten, Gefahren durch Neues … all das wird hier auch geboten, nur eben in kleinerem Maßstab (und das trotz der mittlerweile über dreizehnhundert Sonnensystemen).

Das Schlimmste ist jetzt aber sowieso das Warten auf den nächsten und eventuell letzten Teil der Reihe. Und ich habe immer noch nicht die Serie geschaut!

Auch wenn die Beiträge noch etwas knapp waren, hier meine Posts zur übrigen Expanse-Reihe: 01 Leviathan erwacht | 02 Calibans Krieg | 03 Abaddons Tor | Kurzgeschichten #1-3 | 04 Cibola brennt | 05 Nemesis-Spiele | 06 Babylons Asche | 07 Persepolis erhebt sich

 

Tiamats Zorn // James S. A. Corey // Science Fiction // 2020

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s