[non-ficiton] Poke the box

Die Vorgehensweise, parallel ein non-fiction-Buch und einen Roman zu lesen, gefällt mir ganz gut bis jetzt, das werde ich wohl beibehalten. Ob es bei der non-ficiton weiterhin bei einem allgemeinen und einem spezielleren Buch im Wechsel bleibt, kann ich noch nicht absehen. Jetzt aber mal zum Buch.

Welche Box?

Kennt ihr Gary Vaynerchuk bzw. Gary Vee? Falls nicht, empfehle ich, einfach mal ein paar Videos von ihm anzusehen. Seine Bücher kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl auch irgendwann noch ändern. Die Kernaussage bei Gary Vee ist jedenfalls auch eine, die Seth Godin in Poke the box zu vermitteln versucht: Tu was. Jetzt.

Die Box, auf die Godin sich bezieht, ist ein Spielzeug, das mit Knöpfen und Schaltern daherkommt, die verschiedene Effekte auslösen. Wichtig ist, herumzuprobieren, bis man das gefunden hat, das für einen selbst funktioniert.

Neue Ideen zu entwickeln ist super. Innovation ist klasse. Visionen sind unheimlich wichtig. Das alles mag stimmen, Godin konzentriert sich aber auf eine noch wichtigere Wahrheit: Ohne Initiative sind all diese Dinge keinen Pfifferling wert. Pläne und Ideen verändern die Welt nicht. Taten tun das. Und ja, man wird scheitern. Oft. Wenn man oft genug etwas beginnt. Aber nur dann kann man auch irgendwann Erfolg haben.

Das ist alles?

Ich glaube, es war Wayne Gretzky (der einzige Hockey-Spieler, dessen Name ich kenne xD), der sagte »You miss 100 % of the shots you don’t take.« Recht hat er. Ebenso stimmt auch das etwas flachere »Ein weiser Mann hat mal gesagt … gar nichts hat er gesagt, getan hat er, und zwar das Richtige.«

Das Richtige in diesem Kontext bedeutet: Irgendetwas. Einen Anfang. Einen ersten Schritt. Und dann noch einen. Und noch einen. Und…

Also ja, das ist alles. Nicht umsonst heißt es, dass der erste Schritt der schwerste sei. Man könnte auch sagen, von nix kommt nix oder »Es gibt nichts Gutes, außer man tut es«, der Kern der Sache bleibt. Ohne anzufangen, wird man nichts zu Ende bringen.

Meine Meinung zum Buch

Wer bis hierhin gelesen hat, wird sich denken können, dass ich das Buch einfach nicht schlecht finden kann. Ich will jetzt auch nicht einzelne Abschnitte kritisieren oder so, sondern nur nochmal sagen: Das alles war mir nicht neu. Trotzdem tat es gut, es zu lesen.

Ich weiß nicht, ob das nur Sozial- oder Psychofutzis so geht (ich glaube eher nicht), aber es tut hin und wieder ganz gut, wenn einem ein Außenstehender Dinge sagt, die man längst weiß. Das ist dieses Problem, dass man selbst ganz schlecht darin ist, seinen eigenen Ratschlägen zu folgen, egal wie gut man anderen damit helfen kann.

Wenn ihr das selbst manchmal bei euch beobachtet oder einfach einen kleinen Motivationsschub für zwischendurch braucht, dann schaut doch einfach mal in Poke the box oder auch The War of Art rein.

 

Poke the Box // Seth Godin // Ratgeber // 2011

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3 Gedanken zu „[non-ficiton] Poke the box

  1. »You miss 100 % of the shots you don’t take.«

    Quatsch, man kann auch abgeben und demjenigen den Puck geben, der besser positioniert ist. Das ist so ein typischer Ami-Psycho-Quatsch. Irgendwann liest man sowas und denkt sich, hossa! Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen? Und motiviert und begeistert sich. Aber wenn dann der rasche Erfolg ausbleibt (und das ist die Regel), ist man schneller wieder in dem alten Trott, als man erneut hossa sagen kann. Es sind halt Phasen im Leben, wo man denkt, man könnte sich ändern. Kann man vermutlich nicht.

    Gefällt 1 Person

    1. Wenn man rein auf raschen Erfolg aus ist, stimmt das wohl. Deshalb ist es ja so wichtig, sich wieder in den Sattel zu schwingen, wenn man stürzt, falls dir der Vergleich besser gefällt.

      Und es kam auch noch keiner weiter, weil er gesagt hat »Och nö, andere sind vielleicht besser, sollen die doch mal machen«.

      Gefällt 1 Person

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