[2002] Back to work

Diese Woche musste ich also wieder ins Büro. Um 5:40 Uhr klingelt jetzt also wieder fünfmal pro Woche der Wecker. Direkt am Montag war ich allerdings schon um kurz nach drei wach. Seit einigen Wochen passiert das wieder häufiger. Nicht immer erst um drei und nicht immer so lange, aber hin und wieder liege ich dann einfach zwischen einer und vier Stunden wach.

Das ein oder andere Mal erwache ich da aus einem ziemlich heftigen Sextraum mit einer ziemlich heftigen Erektion, aber es kann genauso gut vorkommen, dass ich einfach wach werde und mich dann frage, was ich tun soll. Ich lese ein Kapitel, versuche zu schlafen, lese noch ein Kapitel. Am Ende denke ich dann immer »Wäre ich bloß mal aufgestanden, dann hätte ich schon etwas Produktives machen können«. Wenn man nur vorher wissen würde, wie lange man nicht schlafen kann…

Egal, ab ins Büro

Die Stimmung im Büro ist in diesem Monat nicht unbedingt super fröhlich, immerhin hat die Kollegin bald ihre letzte Schicht, was ich wirklich schade finde. Die Motivation war in dieser Woche ehrlich gesagt auch noch nicht ganz da, aber die Arbeit wurde gemacht, da kann mir keiner was vorhalten xD

Das Highlight der Woche war jedoch der Besuch der Liebsten und unserer Kleinen am Montag. Die beiden zwischendurch mal für eine halbe Stunde zu sehen und kurz mit ihnen spazieren zu gehen, tut wirklich gut. Leider war das Wetter danach so bescheiden, dass es nicht zu einer Wiederholung kam.

Ständig unter Anspannung

Abseits des Büros war es nicht unbedingt entspannend in dieser Woche. Wenn ich nach Hause kam habe ich mir mehr oder weniger direkt eine Möglichkeit gesucht, um ein paar Übungen zu machen und habe dann die Liebste von unserer Tochter erlöst. »Baby-Tragedienst« heißt das bei uns und dass ich da am Nachmittag / Abend übernehme, nachdem sie schon den ganzen Tag mit der Kleinen verbracht hat, ist selbstverständlich für mich.

Trotzdem waren die Tage in dieser Woche von ihrer Struktur her sehr anstrengend für mich. Das sah dann in etwa so aus:

05:40 Wecker
6:20 Ankunft im Büro
16:00 Ankunft zuhause (aber auch mal erst um 17:00)
16:30 Baby-Tragedienst
19:00 Abendessen

Gegen 19:45 sind die beiden dann im Bett und ich setze mich noch an den Esstisch und führe mein Tagebuch. Dazu mache ich mir leise Musik an komme langsam zur Ruhe. Danach gehe ich auch ins Bett, weil ich einfach fix und fertig bin.

Ich weiß, dass die Liebste es auch nicht leichter hat, gar keine Frage. Zum Teil ist meine Belastung ja auch selbstgemacht, immerhin müsste ich ja keine Übungen machen. Ich müsste nicht Tagebuch führen oder mir Gedanken um meinen Roman machen oder Bücher über das Schreiben lesen. Ich brauche aber auch diesen Druck, um etwas zu ändern und ich will unbedingt etwas ändern.

Und das Ergebnis?

Als Ergebnis dieser ersten Woche, die ich als eine Art Bewährungsprobe angsehen habe, kann ich folgendes festhalten: (1) ich kann meine neuen Gewohnheiten und meinen (Arbeits-)Alltag unter einen Hut bringen. (2) Es ist schwer, im Sinne von anstrengend. Ich fühle mich geschafft, das allerdings auf eine gute Art und Weise. Gleichzeitig fühle ich mich allerdings schlecht, weil ich das Gefühl habe, gerade in dieser Woche die Liebste in meiner Zeit zuhause alleingelassen zu haben, was die Verantwortung für unser Kind anbelangt.

Ich erhoffe und wünsche mir also von der nächsten Woche, dass ich die selbst auferlegte Belastung besser bewältigen und mir mehr Energie bis zum Abend bewahren kann, um dann etwas präsenter zu sein. Gleichzeitig wünsche ich mir natürlich, meine Gewohnheiten weiterhin zufriedenstellend durchziehen zu können, um dann am Monatsende auf ein paar erfolgreiche Wochen zurückblicken zu können.

Werbung

Ein Gedanke zu „[2002] Back to work

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s