[RPX] Planung zu Teil fünf und massive Zweifel

Zu Beginn etwas Organisatorisches: Was soll eigentlich das [RPX] im Titel? Nun, es ist kurz für Romanprojekt X, was mittlerweile auch der Titel der entsprechenden Kategorie hier im Blog ist. Ich habe einfach immer noch keinen Titel gefunden und  gebe mich der wahnwitzigen Idee hin, dass es in Zukunft vielleicht noch andere Buchprojekte geben könnte, die dann ihre eigene Kategorie bekommen. Wenn also [RPX] davor steht, geht es ab jetzt immer um meinen Roman. Jetzt aber zum Thema.

Teil fünf meiner Geschichte

Über die letzten zwei bis drei Wochen hinweg, habe ich mir Gedanken gemacht, wie meine Geschichte im Detail weitergehen soll. Von Anfang an stand schon grob fest, was geschehen soll. Prolog – Teil 1-6 – Epilog.

Dann kam in mir aber die Frage auf, ob ich nicht die Geschichte schon mit Teil fünf enden lassen soll, das Finale also vorziehen. Dafür würde sprechen, dass ich die einzelnen Teile gerne unnötig strecke, weil ich mir denke, sie seien zu kurz. Dagegen spricht allerdings die Tatsache, dass ich dann einige Zeitsprünge einbauen müsste, die ich bisher immer gut auf die Zeit zwischen zwei Teilen gelegt habe. Montag in dieser Woche war mir nicht ganz klar, wie ich es machen soll. Jetzt steht fest: Es bleibt bei sechs Teilen. Bei der Überarbeitung wird eh viel über den Haufen geworfen.

Die Planung von Teil fünf ist nun also abgeschlossen. Es werden acht Kapitel, so wenige wie bisher noch nie, aber das ist vollkommen egal, solange alles erzählt ist, was erzählt werden muss.

Ich habe übrigens dieses Mal auch schon angefangen, auszuformulieren, bevor die Planung abgeschlossen war. Der Prozess zo sich einfach in die Länge und ich wollte nicht schon zum Jahresbeginn mit dieser neuen Gewohnheit ins Hintertreffen geraten. Ich habe also pünktlich zum ersten Januar angefangen, täglich eine Seite zu schreiben.

Was nicht so glatt läuft

Es wäre ja langweilig, wenn alles so relativ problemlos vonstatten gehen würde, oder? Wie bereits erwähnt, habe ich mir viele Gedanken über meine Geschichte gemacht und auch darüber, was in der Überarbeitung auf mich zukommen könnte. Ich sehe es zum Beispiel schon kommen, dass ich sehr viel streichen und neu schreiben werde.

Die zweite Fassung wird sehr viel kürzer werden, allein schon, weil ich den Prolog wohl streichen werde. Ich mag den Prolog wirklich, aber er liefert nur kleine Randinformationen zur Haupthandlung und wäre vielleicht mit etwas mehr Ausarbeitung als eine Art »begleitende Kurzgeschichte« oder so besser zu gebrauchen.

Auch habe ich geplante Romanzen bisher nicht umgesetzt, einfach weil die entsprechenden Figuren zu weit voneinander entfernt waren. Die Zeit, die jetzt noch bleibt – bezogen auf die Handlung – reicht bestenfalls, um den Grundstein für diese Romanzen zu legen. Es gibt grobe Ideen für eine Fortsetzung, die sowieso mit einem anderen Grundthema daherkommt, dass ich sie vielleicht dann noch aufgreifen könnte. Mal sehen. Soweit sind wir nun wirklich noch nicht.

Insgesamt ist mir einfach bewusst geworden, dass ich nach über vier Jahren und 550 Seiten einfach immer noch nicht weiß, was ich da eigentlich genau tue. Aber allein die Tatsache, dass ich so lange relativ kontinuierlich daran gearbeitet habe und mich jetzt verbessern möchte, spricht schon für mich, oder?

Was kommt als Nächstes?

Ich schreibe jetzt an Teil fünf, plane und schreibe danach Teil sechs und den Epilog. Ich hoffe, damit vielleicht noch im ersten Halbjahr 2020 fertig zu werden, dann kommt dieses Projekt in die (virtuelle) Schublade.

Parallel habe ich hoffentlich genug Tipps, Ratgeber oder Artikel gelesen, um ein neues Projekt besser planen und angehen zu können. Da es auf jeden Fall kürzer werden soll, wird erst das in Angriff genommen, bevor das berüchtigte Romanprojekt X überarbeitet wird. Das hilft mir dann auch, den nötigen Abstand zum Manuskript zu gewinnen.

Tipps für Bücher oder auch YouTube-Kanäle zum Thema Schreiben, die sich lohnen und vielleicht sogar gar nicht mal so trocken präsentiert werden, nehme ich gerne an, lasst doch einfach einen Kommentar da. Ansonsten wünsche ich euch und mir weiterhin viel Erfolg bei aktuellen und zukünftigen Projekten!

3 Gedanken zu „[RPX] Planung zu Teil fünf und massive Zweifel

  1. Da wir beide völlig konträre Herangehensweisen haben, wäre jeder Tipp, den ich geben könnte, nutzlos. Wie du schon sagtest, du weißt eigentlich, was du schreiben willst, nur fehlen dir manchmal die richtigen Worte. Die hätte ich immer und jederzeit, denn ich kann ja nur so schreiben, wie ich schreiben kann. Ich weiß oft nicht, was ich schreiben soll und das lässt mich dann verzweifeln, wenn ich ein Wahnsinnsbuch oder eine tolle Geschichte habe und die enden dann mittendrin.
    Mein aktuelles Buch endete nach der 300. Seite und ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Jetzt sind fünf Jahre vorbei und ich mache mich wieder dran. Aber es ist sehr, sehr mühsam, ich hangele mich von Absatz zu Absatz, weil ich weiß, dass mir gleich wieder nichts mehr einfällt.

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    1. Wow, nach so einer langen Pause stelle ich mir das gleich nochmal schwieriger vor. Wenn ich ein halbes Jahr oder so nichts geschrieben habe, fällt es mir ja schon schwer, wieder reinzufinden.

      Ich merke allerdings, wie ich beim Lesen von Sachbüchern zum Thema ständig meine Geschichte im Kopf habe, überlege, ob ich irgendwo zum Beispiel eine klassische drei-Akt-Struktur ausmachen kann (weil ich sowas bei der Planung absolut nicht berücksichtigt habe). Auch kommen mir dabei jetzt schon Ideen, wie ich manches (den überdimensionierten Prolog vor allem) bearbeiten und kürzen könnte, um es doch nicht ganz streichen zu müssen.

      Insgesamt bin ich froh, jetzt solche Bücher zu lesen und wünschte, ich hätte sie schon vor Jahren gelesen.

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      1. Das ist der einzige kleine Vorteil bei meiner Art zu schreiben. Die Geschichte entsteht in Kopf und das beim Schreiben. Es ist toll, wenn das klappt und ich bis zum Schluss durchhalte. Dann ist sie aus einem Guss, fast keine Planung war nötig und sie wirkt in ihrer Spontaneität sehr authentisch. Leider klappt es öfter mal nicht. Dann sitzt man auf einem halben Manuskript.

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