[non-fiction] The War of Art

Ratgeber, Selbsthilfebücher und wie man sie noch alle nennen kann. Solche Bücher haben mich früher null interessiert. Und mit früher meine ich alles vor Dezember 2019. Was sich geändert hat? Meine Einstellung zu mir selbst und meinem Schreiben vermutlich. Wobei ich es auch für möglich halte, dass ich es jetzt erst eingesehen habe, dass sie sich schon lange geändert hatte.

Was erwartet uns?

Ich hatte keinerlei Erfahrung mit Büchern dieser Art und gebe zu, dass ich The War of Art von Steven Pressfield aus folgenden Gründen gewählt habe: (a) Eine Empfehlung von Filmmaker / YouTuber Matt D’Avella, dessen Videos wohl großen Anteil an meinem aktuellen Motivationsschub haben. (b) Ich finde den Titel einfach großartig. (c) Es ist ein recht kurzes Buch.

Und dieses recht kurze Buch behandelt in drei Abschnitten den Widerstand (der innere Schweinehund könnte man wohl sagen), den Unterschied zwischen Amateur und Profi (und den Weg zum Profi) und die große Frage: Okay, wir haben angefangen, zu wirken – was jetzt?

Ein grundlegendes und gerne genutztes Zitat aus dem Buch ist wohl folgendes:

»It’s not the writing part that’s hard. What’s hard is sitting down to write.

What keeps us from sitting down is Resistance.«

Steven Pressfield, The War of Art: Break Through the Blocks & Win Your Inner Creative Battles

Was habe ich erwartet und was habe ich bekommen?

Tatsächlich habe ich von dem Buch genau das bekommen, was ich erwartet habe, zumindest in den ersten beiden Dritteln: Ratschläge und Einsichten, die ich selbst schon längst kannte. Dinge, die ich eigentlich wusste, bei denen es aber einfach guttut, wenn sie noch einmal von außen kommen. Ich denke, jeder kennt derartige Ratschläge aus eigener Erfahrung. Zusätzlich hatte ich beim Lesen wirklich ein gutes Gefühl. So ein »Ja, das stimmt. Ich kann das wirklich schaffen«, das irgendwie klischeehaft ist, aber sich eben doch gut anfühlt.

An sich zog sich das auch noch durch den dritten Abschnitt, doch da geht Pressfield verstärkt auf die Muse, auf das Göttliche im Kreativen ein. Mich persönlich stört das nicht, doch ich kann mir vorstellen, dass viele da das Buch abschreiben würden. Was ich persönlich irgendwie schade finde.

Insgesamt war der eine Tag, den ich mit diesem Buch verbracht habe sehr interessant und ich glaube, es war ein guter Einstieg für mich in diese Art von Büchern. Als nächstes habe ich mir schon ein Buch ausgesucht, in dem es konkreter um das Schreiben geht und das mir helfen soll, mich zu verbessern. Ich bin gespannt, wie ich mit einem längeren Ratgeber zurecht kommen werde.

 

The War of Art – Break through the blocks and win your inner creative Battles // Steven Pressfield // Ratgeber // 2002

2 Gedanken zu „[non-fiction] The War of Art

  1. Ich selbst habe andere Erfahrungen gemacht. Ich muss mich nur dann überwinden, wenn ich eigentlich nicht weiß, was ich schreiben soll. Wenn ich keine Ideen habe, ist das eine Blockade. Nichts anderes hält mich ab, als nicht zu wissen, was ich schreiben will.
    Alles andere, wie Schreibblockade z.B. ist nur ein gehobener Ausdruck dafür, keine Idee zu haben. Also mit geht’s so.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich hab tatsächlich schon Zeiten gehabt, wo ich genau wusste, was ich schreiben soll, aber nicht wie. Die Szenen waren in meinem Kopf ganz klar, ich konnte sie nur nicht in Worte fassen.
      Zum Teil lag das aber auch daran, dass ich sie nicht in Worte fassen konnte, die mir gut genug erschienen, muss ich zugeben. Da ist man dann bei diesem »Es ist nur ein (erster) Entwurf«, das man nicht vergessen darf.

      Das passt dann wieder zu dem, was Pressfield schreibt. Die Unzufriedenheit mit den Worten, die ich finde, ist eine Angst, es könnte nicht gut genug sein. Und diese Angst wiederum ist nur eine Form dieses inneren Widerstands, der zufrieden ist, wenn er mich vom Schreiben abhält.

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