Infernal Devices

Leider habe ich es in diesem Jahr nicht mehr geschafft, Philip Reeves Hungry City Chronicles komplett zu lesen, sodass der dritte Band, Infernal Devices, das letzte Buch für 2019 sein wird. Das Gute daran: Ich weiß schon, was das erste Buch für 2020 sein wird.

Worum geht es in Infernal Devices?

Wie schon nach dem ersten Band gibt es auch nach dem zweiten Teil der Reihe wieder einen Zeitsprung. Nur sind es diesmal nicht zwei, sondern sechzehn Jahre. Anchorage ist nicht weiter mobil und wird nun Anchorage-in-Vineland genannt. Tom hat Pennyroyals Angriff überlebt und kann gemeinsam mit seiner Frau Hester und seiner Tochter Wren ein gemütliches und willkommen langweiliges Leben fernab der Welt führen.

Doch Wren ist jung und es dürstet sie nach Erfahrung. Da trifft es sich doch gut, dass ein U-Boot der verlorenen Jungs aus Grimsby Anchorage einen Besuch abstattet. Während für Wren und ihre Eltern so ein Abenteuer beginnt, auf das fast alle gerne verzichtet hätten, führt in den Jagdgründen der Stalker Fang immer noch seinen Krieg gegen die mobilen Städte und bekommt von einer genialen Wissenschaftlerin einen neuen Bodyguard, der eigens dafür ausgegraben und reaktiviert wurde, jedoch immer wieder von Erinnerungsfetzen an ein Mädchen mit einer Narbe heimgesucht wird.

Alles schön und gut, ABER…

Das Buch hat mir gut gefallen, das gleich vorweg. Es passte gut zu den ersten beiden Teilen, führte die Geschichte weiter und bildet einen guten Übergang zu einem hoffentlich richtig guten Finale.

Aber – und damit sind wir auch schon bei den negativen Aspekten, zumindest in meinen Augen – es hat auch dieselben Schwächen wie die Vorgänger. Ich weiß nun nicht, ob es an dieser Reihe liegt oder ob es generell der Stil von Philip Reeve ist, aber das Buch braucht gefühlt wieder sehr lange bis es den Punkt erreicht, an dem es schwer wird, es wieder aus der Hand zu legen. Die Geschichte als großes Ganzes ist gut, die neuen Figuren sind okay, auch wenn beides nicht durch Tiefgang besticht, und selbst alte Figuren machen zumindest minimale Entwicklungen durch.

Das alles ist für eine Reihe, die eher auf ein junges bzw. jüngeres Publikum abzielt, in Ordnung. Keine Meisterleistung, aber auch kein Grund, das Werk komplett abzuschreiben. Die Trägheit allerdings, mit der sich die Story dahinschleppt, hätte mein jüngeres Ich wohl schon beim zweiten Buch abgeschreckt.

Was Infernal Devices für mich letztendlich gerettet hat, war der Schluss. Es ist kein hartes Ende wie in den ersten beiden Teilen, sondern eher eine Einleitung eines großen Finales. Das macht Hoffnung für den letzten Teil, den ich als nächstes lesen werde, schafft aber auch eine Erwartungshaltung. Im schlimmsten Fall macht der vierte Teil dann alles kaputt, was ich aber nicht wirklich glaube. Ich hoffe allerdings, dass er nicht so lange braucht, um wirklich spannend zu werden.

 

Infernal Devices // Philip Reeve // Young adult, Steampunk // 2005

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