Predator’s Gold

Auch die Fortsetzung zu Philip Reeves Mortal Engines habe ich nun gelesen. Ich war zunächst natürlich gespannt, wie es nach dem Ende des ersten Buches weitergehen würde.

Worum geht es in Predator’s Gold?

Wenige Jahre dem Fall von London – und damit meine ich nicht den Actionfilm mit Gerard Butler (*badum-tss*) – sind Tom und Hester an Bord der Jenny Haniver im Norden unterwegs. Sie transportieren Güter von A nach B, halten sich von Old Tech fern und leben ein friedliches und glückliches Leben.

Natürlich kann das nicht so bleiben. Da sind die Jäger der Stadt Arkangel, die Prämien – das titelgebende Predator’s Gold – für Hinweise auf fette Beute bieten, der überaus nervöse Entdecker Pennyroyal und die dünn besiedelte Stadt Anchorage, in der auf mysteriöse Art und Weise Dinge verschwinden.

Hatten sie mit London im ersten Buch noch ein klares Ziel vor Augen, erwartet Tom und Hester in Predator’s Gold ein turbulentes Abenteuer, das sie wie wechselnde Winde in verschiedene Richtungen treibt.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Ich war, wie bereits eingangs und im letzten Beitrag erwähnt, gespannt, welchen Weg der Autor für Tom und Hester nach dem Ende von Mortal Engines vorgesehen hat. Der Weg nach Norden, in »neue Gefilde« war nicht sehr überraschend. Auch die Idee von Arkangel als Stadt, die Menschen dafür bezahlt, andere Städte ans Messer zu liefern, fand ich sehr gut. Ein sehr menschlicher Zug, der gut in die rauhe Welt der Geschichte passt.

Gleich am Anfang wird dabei auch deutlich, dass Tom sich auch Jahre nach seinen Erlebnissen mit Valentine nicht geändert hat. Für ihn muss immer noch alles fair sein und er ist auch immer sehr naiv. Diese mangelnde Entwicklung hat dazu geführt, dass er – wie schon im ersten Buch – der Charakter war, der mich fast am meisten gestört hat.

Er hätte Platz eins behalten, wäre da nicht Freya Rasmussen. Ein junges Mädchen, dass so in Traditionen und Unselbstständigkeit verstrickt ist, dass sie nicht einmal duschen kann. Die anderen neu eingeführten Figuren haben mir an sich ganz gut gefallen. Caul und generell die verlorenen Jungs waren auch eine nette Ergänzung der Welt, auch wenn da die Verknüpfung zu anderen Figuren etwas zu gewollt wirkte. Die Bewohner von Anchorage passen gut in diese verlassene Stadt und Pennyroyal … nun ja. Ich bin wohl etwas älter als die eigentliche Zielgruppe, aber gibt es einen Leser, dem nicht von Anfang an klar war, was mit diesem Kerl nicht stimmt?

Insgesamt war das Buch besonders in der ersten Hälfte für mich nicht so spannend wie der Vorgänger. Erst in der zweiten Hälfte kam dann endlich Bewegung in die Story und es gab endlich mal Kapitel, nach denen ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert. Das hat es dann aber auch wieder rausgerissen in meinen Augen. Ich bin neugierig auf den dritten Teil, denn diesmal war auch das Ende nicht so ein klarer Schnitt wie im ersten Buch. Es sind Dinge ins Rollen geraten, die wohl die Story weitertragen müssen und ich will wissen, wie es ausgeht.

 

Predator’s Gold // Philip Reeve // Young adult, Steampunk // 2003

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