Aufgewärmt #22: Eines finsteren Tages, Baby

Jeder kennt wohl Julia Engelmann und ihren Text One day / Reckoning Song. Den Text, der gefühlt fast im Alleingang Poetry Slams auch für die breite Masse interessant gemacht hat, hat natürlich auch mir gefallen.

Vor einigen Jahren ging mir meine eigene Fassung durch den Kopf, die mich sicher nicht zum nächsten YouTube-Star machen würde, aber ja trotzdem irgendwohin muss. Wo also, wenn nicht hier?

Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein
und uns selbst nicht mehr den Arsch abwischen können.

Wir werden abhängig sein von der Gnade derer, die wir bezahlen und beerben.
Werden alles aus dem Leben rausgequetscht haben,
bis das Leben sich selbst aus uns herausquetscht,
durch Inkontinenz, Nieren-, Gallen-, Schießmichtotsteine und Gedächtniskirmes.

Feste Fütterungszeiten, obwohl seit Jahren nichts mehr schmeckt.
Todesanzeigen-Bingo und der Gewinner darf friedlich einschlafen.

Oh ja, eines Tages Baby, da werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein,
und allein das kann schon verdammt traurig sein.

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